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	<title>Piratensender &#8211; André Scheer</title>
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		<title>Piratensender als Zeitzeuge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2020 13:13:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Radiogeschichte(n)]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zeugen waren unerwünscht, als 10.000 Beamte von Polizei und Bundesgrenzschutz am 4. Juni 1980 die »Republik Freies Wendland« räumten. Ziemlich genau einen Monat zuvor hatten Tausende Atomkraftgegner auf dem Gelände bei Gorleben im Nordosten Niedersachsens ein Hüttendorf errichtet, um gegen den dort geplanten Bau eines Endlagers für Atommüll zu protestieren. Die »Freie Republik« war eine Kampfansage an die herrschende Ordnung der westdeutschen Bundesrepublik. Man grenzte sich ab, und das mit allen Hoheitszeichen, die ein unabhängiger Staat brauchte: Ein Schlagbaum markierte die Grenze, Pässe wurden ausgegeben, eine eigene Fahne gehisst. Es entstanden Gemeinschaftshäuser, Unterkünfte, eine Kirche, ein Friseursalon, eine Sauna. Und natürlich besaß die Republik am Bohrloch 1004 auch einen eigenen Rundfunksender, <em>Radio Freies Wendland</em>. Durch ein Windrad mit Energie versorgt, berichtete man auf UKW 101,0 MHz über die Entwicklungen, sendete Musik und übertrug Diskussionen.<span id="more-4571"></span></p>
<p>In den etablierten Medien herrschte die Sichtweise der Regierenden vor, und die sah in den Umweltschützern nur Terroristen und Radikalinskis. Von »Hochverrat« sprach Niedersachsens damaliger Innenminister Egbert Möcklinghoff (CDU) den Journalisten in die Mikrofone. Trotzdem war auch der <em>NDR</em> nicht wohlgelitten, als sich die Staatsmacht zum Angriff auf das Hüttendorf anschickte. Der Reporter, der live im Radio berichten sollte, wurde des Platzes verwiesen. »Anweisung von oben«, teilt ihm die Polizei mit.</p>
<p>Viele waren trotzdem per Radio dabei. Neun Stunden lang übertrug <em>Radio Freies Wendland</em> das Vorrücken der Uniformierten, während sich die Besetzer wegtragen ließen. Auf UKW hört der ganze Landkreis: »Die Leute, die abgeräumt werden, machen gar nichts und werden trotzdem zusammengetreten. (&#8230;) Es ist ein Wunder, dass sich der Rest noch an die Abmachung hält und nicht zurückschlägt, keinen Widerstand leistet.«</p>
<p>Während die Polizei immer näher auf das Zentrum des Hüttendorfs rückte, rissen Bulldozer schon die Hütten ein. Es wurde keine Rücksicht darauf genommen, ob sich noch Menschen in den Holzgebäuden befanden, und viele Beteiligte sehen es heute als reines Glück, dass damals niemand ums Leben kam. Kurz vor Ende der Polizeiaktion kündigte ein Sprecher auf <em>Radio Freies Wendland</em> an, man müsse jetzt das Mikrofon vergraben und die Sendung abbrechen: »Der Kampf geht weiter!«</p>
<p><em>Radio Freies Wendland</em> überlebte das Ende der Freien Republik. Regelmäßig jeden Sonnabend meldete man sich in den folgenden Monaten und Jahren mit kurzen Sendungen aus dem Untergrund, gejagt von den Peilwagen der Post und der Polizei. Wenn ein Sender entdeckt wurde, kam kurz darauf ein neuer zum Einsatz. Und auch während der Atommülltransporte der 1990er und 2000er Jahre meldete er sich – inzwischen ganz legal über den lokalen Bürgerfunk <em>Radio Zusa</em> und per Livestream im Internet über <em>Indymedia</em>. Der Originalsender kann heute im Deutschen Technikmuseum in Berlin betrachtet werden.</p>
<p>Erschienen am 4. Juni 2020 in der <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/379573.gegenöffentlichkeit-piratensender-als-zeitzeuge.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tageszeitung junge Welt</a></p>
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		<title>Piraten in der Nordsee</title>
		<link>https://www.andre-scheer.de/piraten-in-der-nordsee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Aug 2019 12:56:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Radiogeschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Nordsee]]></category>
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		<category><![CDATA[Piratensender]]></category>
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					<description><![CDATA[Der August 1989 war heiß. Nicht nur, weil die Temperaturen bei 30 Grad lagen, sondern vor allem aufgrund der politischen[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der August 1989 war heiß. Nicht nur, weil die Temperaturen bei 30 Grad lagen, sondern vor allem aufgrund der politischen Großwetterlage. Am 19. August 1989 beauftragte Polens Präsident Wojciech Jaruzelski den oppositionellen Aktivisten Tadeusz Mazowiecki mit der Regierungsbildung. Ebenfalls am 19. August 1989 führte eine Provokation an der österreichisch-ungarischen Grenze zur »Massenflucht« von mehreren hundert DDR-Bürgern durch die vorübergehend geöffneten Sperranlagen.<span id="more-4395"></span></p>
<p>Ein anderes Ereignis dieser Tage ging in der deutschsprachigen Presse unter. In den Mittagsstunden des 19. August 1989 enterten niederländische Beamte in Begleitung britischer Kollegen in internationalen Gewässern die unter der Flagge Panamas fahrende »Ross Revenge«, von der aus Rundfunkprogramme in englischer und niederländischer Sprache gesendet wurden. Gegen Mittag vernahmen die Hörer auf Mittelwelle 558 kHz den Hilferuf der Crew: »Hier ist <em>Radio Caroline</em>, das in internationalen Gewässern der Nordsee ankernde Radioschiff Ross Revenge. Dieses panamaisches Schiff wird gerade illegal durch die niederländische und britische Regierung geentert. Sie sind bereits an Bord, es wurde Gewalt gegen Crewmitglieder angewandt.«</p>
<p>Rund 40 bewaffnete Polizisten und weitere Beamte aus den Niederlanden hatten das Schiff gekapert, während die britische Handelsbehörde DTI die Geschehnisse von einem weiteren Boot aus beobachtete. Als ein Bordingenieur versuchte, die Eindringlinge aufzuhalten, wurde ihm ins Gesicht geschlagen. Da­raufhin schlossen sich einige der jungen Moderatoren in den Studios ein, um das Programm möglichst lange aufrechtzuerhalten und die Hörer über die Ereignisse zu informieren. Erst nach rund einer Stunde gelang es den Beamten, den Sender zum Schweigen zu bringen. Was nicht abtransportiert werden konnte, wurde zerstört, vor allem die Sendeanlagen. Erst nachträglich legalisierte die britische Regierung den Akt der Piraterie. 1990 wurde im Unterhaus eine Gesetzesänderung verabschiedet, die das Kapern eines Schiffes auch in internationalen Gewässern erlaubte, wenn der Verdacht bestehe, dass sich an Bord Sendeanlagen befinden. Sie ist bis heute in Kraft.</p>
<p>Die Geschichte von <em>Radio Caroline</em> reicht zurück bis Mitte der 60er Jahre. In dieser Zeit hatte in Großbritannien die <em>BBC</em> das Rundfunkmonopol – Rockmusik fand in deren Programmen kaum statt. Junge Hörer schalteten oft um auf <em>Radio Luxemburg</em>, das auch aktuelle englischsprachige Hits spielte. Doch dieser Sender hatte sich an die großen internationalen Plattenlabels verkauft, neue und unabhängige Interpreten fanden dort keinen Platz. Deshalb entschied der Musikproduzent Ronan O’Rahilly, für die Bands seines Labels eine eigene Rundfunkstation zu starten. Seine Vorbilder waren <em>Radio Mercur</em> in Dänemark und <em>Radio Veronica</em> in den Niederlanden. Beide hatten schon Ende der 50er Jahre begonnen, von Schiffen aus zu senden, die in internationalen Gewässern ankerten und damit dem Zugriff der Landesbehörden entzogen waren. O’Rahilly erwarb eine alte dänische Fähre, die »Fredericia«, und Ostern 1964 ging <em>Radio Caroline</em> auf Sendung.</p>
<p><em>Radio Caroline</em> war der erste einer ganzen Reihe von Sendern, die in dieser Zeit von der Nordsee aus Großbritannien beschallten – und der langlebigste. Denn die »goldene Zeit« der Seesender endete 1967, als das britische Parlament per Gesetz jede Unterstützung der »Piraten« untersagte. Damit konnten Unternehmen von der Insel keine Werbung mehr schalten, den Sendern brach ihre wichtigste Einnahmequelle weg. Am 14. August 1967 stellten die Piratensender ihre Programme ein, nur eine Station nicht: Am 15. August um Mitternacht spielte <em>Radio Caroline</em> den Protestsong »We Shall Overcome« – und sendete weiter. Auch der Überfall im August 1989 bedeutete nicht das Ende: Die Mannschaft blieb auf dem zertrümmerten Schiff, und dank der Solidarität einer treuen Hörerschar konnte neue Technik beschafft werden. Am 1. Oktober 1989 war <em>Caroline</em> wieder on air. Aber die Zeit der Piratensender auf hoher See ging zu Ende. Als die »Ross Revenge« 1991 in einem Sturm ihren Anker verlor und auf eine Sandbank trieb, war der Piratensender tot.</p>
<p>Doch Totgesagte leben länger. <em>Caroline</em> ist auch heute noch zu hören, aber inzwischen als legale kommerzielle Radiostation. Neben drei Programmen im Internet ist man seit Ende 2017 auch wieder auf Mittelwelle zu empfangen: Nach mehr als einem halben Jahrhundert erhielt <em>Caroline</em> eine Lizenz der britischen Behörden für die Frequenz 648 kHz über den Sender Orfordness im Südosten Englands.</p>
<p>Erschienen am 15. August 2019 in der <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/360854.radio-caroline-piraten-in-der-nordsee.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tageszeitung junge Welt</a></p>
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		<title>Stimme der Hilflosen</title>
		<link>https://www.andre-scheer.de/stimme-der-hilflosen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Aug 2019 12:37:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Radiogeschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Abie Nathan]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Piratensender]]></category>
		<category><![CDATA[Tel Aviv]]></category>
		<category><![CDATA[Voice of Peace]]></category>
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					<description><![CDATA[Abie Nathan war ein Exzentriker, ein Selbstdarsteller und vielleicht der bekannteste Friedensaktivist Israels. 1927 im damals persischen Abadan geboren und[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Abie Nathan war ein Exzentriker, ein Selbstdarsteller und vielleicht der bekannteste Friedensaktivist Israels. 1927 im damals persischen Abadan geboren und im indischen Bombay aufgewachsen, wurde er 1944 Pilot der britischen Luftwaffe. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kämpfte er 1948 als Freiwilliger für die Unabhängigkeit Israels und siedelte sich in Tel Aviv an. Im ganzen Land berühmt wurde er, als er 1965 mit einem auf den Namen »Schalom 1« (Frieden 1) getauften Flugzeug nach Ägypten flog, das sich damals im Kriegszustand mit Israel befand. Zurück in Israel wurde er vor­übergehend festgenommen, aber gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt.<span id="more-4379"></span></p>
<p>Der Kampf um den Frieden wurde zu seinem Lebensinhalt. Nathan traf sich, obwohl dies streng verboten war, mit den Anführern der palästinensischen Befreiungsbewegung. Anfang der 70er Jahre erwarb er in New York ein Schiff. Mit Unterstützung unter anderem von John Lennon rüstete er es aus und ließ die »MV Peace« schließlich gut drei Meilen vor dem Hafen von Tel Aviv vor Anker gehen. Das war die Geburtsstunde der <em>Voice of Peace</em> (Stimme des Friedens), die ab 1973 zwanzig Jahre lang auf UKW 100,0 MHz und Mittelwelle 1540 kHz zu hören war.</p>
<p>»Auch dies war wieder ein typisches Unternehmen von Abie«, erinnerte sich der mittlerweile ebenfalls verstorbene israelische Publizist Uri Avnery, der Nathan in den 50er Jahren kennengelernt hatte. »Es gab keine Redaktionsmannschaft, kein klares politisches oder Bildungsprogramm. Die <em>Stimme des Friedens</em> war Abie, und Abie war ›die Stimme des Friedens‹. Eine große, junge Zuhörerschaft hörte regelmäßig die exzellente Musik dieser Station, und nebenbei nahm sie Abies Predigten auf Englisch oder in elementarem Hebräisch mit englischem Akzent auf. (…) Seine Stimme war jedem Israeli vertraut.« Nathan protestierte gegen den Krieg in Vietnam und gegen den Bau von Siedlungen in den besetzten Gebieten.</p>
<p>Der Sender meldete sich zwei Jahrzehnte lang rund um die Uhr »von irgendwo aus dem Mittelmeer«. Bis 1993. Nach der Unterzeichnung der Osloer Abkommen zwischen Israelis und Palästinensern hielt Abie Nathan die Aufgabe des Senders für erfüllt. So jedenfalls die offizielle Version. Tatsächlich brachen der <em>Voice of Peace</em> damals die Werbeeinnahmen weg, so dass Mittel zur notwendigen Instandsetzung des Friedensschiffes fehlten. Daraufhin ließ Abie Nathan die »MV Peace« vor der Küste Israels versenken. Er starb am 27. August 2008 im Alter von 81 Jahren in einem Altersheim in Tel Aviv. Auf seinem Grabstein steht das hebräische Wort »Nissiti« – »Ich habe es versucht«.</p>
<p>Nach seinem Tod versammelten sich ehemalige Mitarbeiter der <em>­Voice of ­Peace</em> und andere Enthusiasten und Unterstützer, um das Unternehmen wiederaufleben zu lassen. Andy Cox, der bei der alten und neuen <em>VoP</em> dabei war, erinnerte sich in einem auf der Homepage des Senders nachzulesenden Interview 2013, dass der Neustart ursprünglich ein Witz gewesen sei. »Aber nach einiger Zeit entschied das Team, dass die Radiowelt das Ganze nicht nur als eine Retro-Tribute-Station ansehen sollte, in der eine Gruppe von Enthusiasten alte Musik spielte und in Erinnerungen schwelgte.« Das ganze Projekt, das Originalkonzept sollte es sein. Einschließlich der Friedensbotschaft Abie Nathans: »Wir sehen uns gerne als so etwas wie die Schweiz, bereit diejenigen auf jeder Seite zu unterstützen, die nur aufgrund der Tatsache, wo sie geboren wurden, von Gewalt betroffen sind.«</p>
<p>Die alten Ansagen sind geblieben, doch von einem Schiff sendet man heute nicht mehr. Statt dessen ist die <em>Voice of Peace</em> rund um die Uhr im Internet zu hören, inzwischen sogar mit zwei ­parallelen Programmen. Und eine Stunde am Tag sendet man in Tel Aviv auch wieder auf der alten UKW-Frequenz 100,0 MHz, als Gast bei <em>Radius 100 FM</em>.</p>
<p>Erschienen am 8. August 2019 in der <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/360402.eine-chance-stimme-der-hilflosen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tageszeitung junge Welt</a></p>
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