<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kleinstparteien &#8211; André Scheer</title>
	<atom:link href="https://www.andre-scheer.de/tag/kleinstparteien/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.andre-scheer.de</link>
	<description>Ein Hamburger in Berlin</description>
	<lastBuildDate>Sun, 19 Nov 2023 14:10:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.5</generator>

<image>
	<url>https://www.andre-scheer.de/wp-content/uploads/2021/06/cropped-andre_treptow-32x32.jpg</url>
	<title>Kleinstparteien &#8211; André Scheer</title>
	<link>https://www.andre-scheer.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Kleine Parteien im Internet &#8211; Chancen, Probleme und Perspektiven</title>
		<link>https://www.andre-scheer.de/kleine-parteien-im-internet-chancen-probleme-und-perspektiven/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2000 19:44:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uni]]></category>
		<category><![CDATA[Homepages]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[kleine Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinparteien]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinstparteien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://wp.andre-scheer.de/2000/05/01/kleine-parteien-im-internet-chancen-probleme-und-perspektiven/</guid>

					<description><![CDATA[Universit&#228;t Hamburg Institut f&#252;r Politische Wissenschaften Sommersemester 2000 &#220;bung Internet und Politik Dozent: Manfred Redelfs Kleine Parteien im Internet Chancen,[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="haupttext">
<p><strong>Universit&auml;t Hamburg <br />Institut f&uuml;r Politische Wissenschaften</strong> </p>
<p> Sommersemester 2000 <br />&Uuml;bung <strong>Internet und Politik</strong> </p>
<p> Dozent: Manfred Redelfs </p>
<p> Kleine Parteien im Internet <br />Chancen, Probleme und Perspektiven  </p>
<p>Inhalts&uuml;bersicht </p>
<ul>
<li>I. Allgemeine Einf&uuml;hrung</li>
<li>II. Parteien im Internet</li>
<li>III. Kleine Parteien im Internet &#8211; Allgemeine Situation und Bedeutung</li>
<li>IV. Perspektiven der Internet-Arbeit kleiner Parteien</li>
<li>IV.1. Gefahren durch die Internet-Pr&auml;senz rechtsextremistischer Parteien</li>
<li>IV.2. Allgemeine Perspektiven der Internet-Arbeit kleiner Parteien</li>
<li>V. Abk&uuml;rzungen und Internet-Adressen</li>
<li>VI. Danksagung</li>
<li>VII. Fu&szlig;noten</li>
</ul>
<ul><strong>I. Allgemeine Einf&uuml;hrung</strong></p>
<p> Kein Medium hat in den letzten Jahren so an Bedeutung gewonnen wie das Internet und hier insbesondere der Bereich des World Wide Web (WWW). Nutzten Anfang 1997 noch 4,1 Millionen Erwachsene das Internet oder andere Online-Angebote, so stieg diese Zahl bis zum zweiten Quartal 1999 auf 11,2 Millionen erwachsene NutzerInnen, das sind 17,7 Prozent der bundesdeutschen Bev&ouml;lkerung<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote1anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote1sym" title="sdendnote1anc"><sup>1</sup></a></font></sup>. Begleitet &ndash; und zum Teil sicherlich auch bef&ouml;rdert &ndash; wurde dieses rasante Wachstum durch eine gro&szlig;e Medienresonanz und eine immer weitere Durchdringung von immer gr&ouml;&szlig;eren Bereichen des Alltagslebens mit dem Internet. Deutliches Beispiel: Mittlerweile stellen Online-Angebote und -Dienste einen gro&szlig;en Teil der in Fernsehen, Rundfunk und Zeitschriften beworbenen Produkte. </p>
<p>Vor dem Hintergrund des von den Medien bef&ouml;rderten Bildes ist es heute zur Vermittlung eines &bdquo;modernen&ldquo; Images f&uuml;r Unternehmen wie auch f&uuml;r Organisationen kaum noch m&ouml;glich, auf das Internet zu verzichten. Die Angabe einer Internet-Adresse (URL) geh&ouml;rt l&auml;ngst zum Standard. </p>
<p>Gleichzeitig dominieren im Wesentlichen zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen die Rezeption des Internet in der &ouml;ffentlichen Diskussion. Im traditionellen Diskurs dominiert die Unkontrollierbarkeit, der anarchische Charakter des Internet die Bewertung des neuen Mediums, positiv eingesch&auml;tzt als &bdquo;everything goes&ldquo;, als Medium der praktisch unbegrenzten M&ouml;glichkeiten und neue Ausdrucksweise der Demokratie, negativ als Plattform f&uuml;r Extremismus, Pornographie und Kriminalit&auml;t (Stichwort: Kinderpornographie). Neuer und zunehmend vorherrschend ist eine kommerzialisierte und konsumorientierte Darstellung der Angebote des World Wide Web in der Werbung und durch den gr&ouml;&szlig;ten Teil der auf Internet und Computer spezialisierten Zeitschriften. Zunehmend wird nicht mehr der technische Aspekt des Mediums behandelt, sondern r&uuml;ckt der unmittelbare Nutzwert des Internet f&uuml;r den einzelnen Nutzer, der zunehmend als Konsument agiert, in den Mittelpunkt der Berichterstattung. Nicht (mehr) technische und politische Hintergr&uuml;nde und Zusammenh&auml;nge werden diskutiert, sondern Serviceleistungen auf einzelnen Homepages im WWW. Als einen Ausdruck dieser Entwicklung k&ouml;nnen wir die fast t&auml;glich ausgestrahlte Fernsehsendung &bdquo;Giga&ldquo; ansehen, die sich im Gegensatz zu fr&uuml;heren Computermagazinen kaum noch mit den technischen Aspekten des Internet, sondern nur noch mit zu konsumierenden Angeboten auseinandersetzt. </p>
<p>Damit verliert auch das vorherrschende Klischee vom Internet-Nutzer als Student und Computer-Freak zunehmend an G&uuml;ltigkeit. Zwar ergibt sich in der soziodemographischen Zusammensetzung der Internet-NutzerInnen weiterhin ein &Uuml;bergewicht an M&auml;nnern mit akademischer Ausbildung oder zumindest Abitur bis 39 Jahren, jedoch nivelliert sich diese Zusammensetzung zunehmend, der Anteil der Frauen an den Internet-NutzerInnen steigt ebenso wie der Anteil formal niedriger gebildeter, &auml;lterer und nicht berufst&auml;tiger Berufsschichten<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote2anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote2sym" title="sdendnote2anc"><sup>2</sup></a></font></sup></p>
<p> Mit diesen soziodemographischen Ver&auml;nderungen geht auch eine Ver&auml;nderung der Motivation der Internet-Nutzung einher. Die Bedeutung des &bdquo;Informations- und Kommunikationswertes&ldquo; verliert gegen&uuml;ber den Vorjahren an Bedeutung, an zentrale Stelle r&uuml;ckt &bdquo;der unmittelbare Nutz- und Gebrauchswert von Online- und insbesondere von Internet-Angeboten&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote3anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote3sym" title="sdendnote3anc"><sup>3</sup></a></font></sup>. Nach der ARD/ZDF Online Studie 1999 werden Online-Einsatzm&ouml;glichkeiten, die nicht rein konsumierend sind, von passiv nutzbaren Bereichen verdr&auml;ngt. Die einzige Ausnahme hierbei bildet der Versand und Empfang von e-mails, allerdings nutzt weniger als die H&auml;lfte (47%) der NutzerInnen von Online-Diensten Gespr&auml;chsforen, Newsgroups oder Chats, w&auml;hrend das &bdquo;ziellose Surfen im Internet&ldquo; mit 77 Prozent die am h&auml;ufigsten genannte Einsatzm&ouml;glichkeit des Internet ist, gefolgt vom Herunterladen von Dateien (74%) und Reiseinformationen wie Zug- oder Flugpl&auml;nen (71%). </p>
<p>Festzustellen ist auch, da&szlig; sowohl in der Nutzung des Internets als auch hinsichtlich des Angebots der politische ein untergeordneter Bereich des Internet ist. Nur 53 Prozent der deutschen Internet-Nutzer beziehen in diesem Medium politische Nachrichten. Auf der Angebotsseite dominieren kommerzielle Inhalte mit ca. 40 Prozent vor dem Wissenschaftsbereich mit ca. 25 Prozent. Weniger als 5 Prozent des Internet-Angebots stellen bspw. Regierungsbeh&ouml;rden dar<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote4anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote4sym" title="sdendnote4anc"><sup>4</sup></a></font></sup>. Angesichts der Tatsache, da&szlig; diese Zahlen den Stand von 1998 darstellen und vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Entwicklungen k&ouml;nnen wir davon ausgehen, da&szlig; sich der Anteil der kommerziellen Angebote zu Lasten der wissenschaftlichen und politischen Inhalte bereits weiter verschoben hat und auch in Zukunft weiter verschieben wird. </p>
<p>Trotz der allgemeinen Entwicklungen bleibt das Internet f&uuml;r politische Institutionen und Parteien ein interessantes Medium. Nirgendwo sonst ist es diesen m&ouml;glich, ihre Informationen und Positionen mit so geringem finanziellen Aufwand einem breiten Publikum zur Verf&uuml;gung zu stellen. Entsprechend ist sch&auml;tzungsweise rund ein Drittel der fast 100 beim Bundeswahlleiter registrierten oder anderweitig als politische Parteien auftretenden Organisationen mit eigenen Angeboten im Internet vertreten<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote5anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote5sym" title="sdendnote5anc"><sup>5</sup></a></font></sup></p>
<p><strong>II. Parteien im Internet</strong></p>
<p>Ein gro&szlig;er Teil der politischen Parteien der Bundesrepublik Deutschland nutzt das Internet. Dazu geh&ouml;ren selbstverst&auml;ndlich sowohl alle im Bundestag vertretenen Parteien mit umfangreichen Angeboten, als auch zahlreiche kleine Parteien. </p>
<p>Der Begriff &bdquo;kleine Partei&ldquo; wird im politischen Alltagsgebrauch vielfach und in verschiedener Weise gebraucht. H&auml;ufig sind damit die im Verh&auml;ltnis zu den &bdquo;gro&szlig;en Volksparteien&ldquo; CDU/CSU und SPD kleinen, jedoch in den Parlamenten vertretenen Parteien B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen, FDP und PDS gemeint. Im Gegensatz dazu bezeichnet der Begriff &bdquo;kleine Partei&ldquo; oder &bdquo;Kleinpartei&ldquo; in dieser Untersuchung politische Parteien, die weder im Bundestag noch in einem L&auml;nderparlament der Bundesrepublik Deutschland vertreten sind. </p>
<p>Im allgemeinen Rahmen der Internet-Angebote spielen die Homepages politischer Parteien eine Nebenrolle. Gr&ouml;&szlig;ere Aufmerksamkeit genie&szlig;en die Parteien im Internet im Wesentlichen im Zusammenhang mit Wahlen; insbesondere im Vorfeld der Bundestagswahl 1998 war eine rasant ansteigende Nutzung der Parteienangebote durch die NutzerInnen des Internet zu verzeichnen, ebenso wie eine ausgepr&auml;gte publizistische Rezeption der Internet-Angebote der Parteien. Im Sommer 1998 erfolgten monatlich rund zwei Millionen Zugriffe auf die Seiten der CDU, die SPD nannte f&uuml;r den Juli die Zahl von 2.440.000 Zugriffen, die im August nochmals um 85 Prozent anstieg und im September, dem Monat vor den Wahlen, mit 4,5 Millionen Zugriffen den H&ouml;hepunkt erreichte. Im Januar 1998 hatte die CDU noch bei knapp 700.000 Zugriffen gelegen, die SPD hatte rund 650.000 Zugriffe verzeichnet.<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote6anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote6sym" title="sdendnote6anc"><sup>6</sup></a></font></sup> Nach den Wahlen sanken die Zugriffszahlen beider Parteien deutlich. Die Zugriffe auf die Angebote der kleineren im Bundestag vertretenen Parteien &ndash; CSU, FDP, B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen und PDS &ndash; bewegten sich 1998 im Bereich um 100.000 monatlichen Zugriffen und haben sich zwischenzeitlich oberhalb dieser Grenze eingependelt<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote7anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote7sym" title="sdendnote7anc"><sup>7</sup></a></font></sup>. Diese Zahlen sind nat&uuml;rlich sogar in Hochzeiten weit von den Zugriffszahlen entfernt die kommerzielle Internet-Angebote nennen k&ouml;nnen und sogar kommerzielle Informationsanbieter, insbesondere die Online-Ableger der Printmedien &shy;&ndash; bspw. Focus Online, Spiegel Online &ndash;, k&ouml;nnen auf weit h&ouml;here Zugriffszahlen verweisen als die politischen Parteien<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote8anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote8sym" title="sdendnote8anc"><sup>8</sup></a></font></sup>. </p>
<p> Hinzu kommt, da&szlig; die Internet-Angebote politischer Parteien generell von professionellen Rezipienten in geringerem Ma&szlig;e genutzt werden als andere Informationsangebote dieses Mediums. &bdquo;Als Basis (&#8230;) sind 103 freie Journalisten befragt worden, ob sie Online-Dienste, also beispielsweise auch das WWW, beruflich nutzen. 42 Prozent gaben an, Online-Dienste f&uuml;r ihre beruflichen Zwecke bereits zu nutzen. 27 Prozent der Befragten wollen Online-Dienste &uuml;berhaupt nicht nutzen. Es wird aber deutlich, da&szlig; die &uuml;berwiegende Mehrzahl der befragten Journalisten bereits jetzt oder aber in naher Zukunft Online-Dienste beruflich nutzen wollen. Entgegengesetzt zu diesem Trend, wollen nur rund 12 Prozent von 43 Journalisten, die online recherchieren, auf die Informationen von Parteien zugreifen.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote9anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote9sym" title="sdendnote9anc"><sup>9</sup></a></font></sup> Auch wenn sich diese Aussage dadurch relativieren d&uuml;rfte, da&szlig; sie den Stand einer Untersuchung von 1997 festh&auml;lt, und der Anteil der JournalistInnen, die online recherchieren, mittlerweile deutlich h&ouml;her sein d&uuml;rfte, gibt es keine Anzeichen, da&szlig; sich der prozentuale Anteil der Parteien-Homepages an den von den Journalisten genutzten Medien deutlich erh&ouml;ht haben sollte. &Auml;hnliche Ergebnisse ergab auch eine Untersuchung von 1996, bei der lediglich 9 Prozent der befragten online recherchierenden Journalisten angaben, h&auml;ufig Internet-Seiten von Parteien f&uuml;r die Recherche zu nutzen. Einen Anteil von 22 Prozent erlangte dieser Umfrage zufolge die Rubrik &bdquo;Andere Medien&ldquo; und hier insbesondere &bdquo;Spiegel Online&ldquo;.<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote10anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote10sym" title="sdendnote10anc"><sup>10</sup></a></font></sup></p>
<p> Einen Grund hierf&uuml;r nennt Bj&ouml;rn Hinrichs: &bdquo;Die f&uuml;hrenden Informationsanbieter bleiben auch im Internet die klassischen Medien. Im Gegensatz zu den bereits lange etablierten Online-Angeboten haben die Parteien erst jetzt, zum Wahlkampfjahr 1998, ihre Internetaktivit&auml;ten ausgebaut.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote11anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote11sym" title="sdendnote11anc"><sup>11</sup></a></font></sup> Angesichts der eingangs beschriebenen Ver&auml;nderungen in der Internet-Nutzung k&ouml;nnen wir allerdings bezweifeln, da&szlig; eine l&auml;ngere Pr&auml;senz die Rezeption Internet-Angebote der politischen Parteien &uuml;berdurchschnittlich bef&ouml;rdern wird. Politik und insbesondere die Selbstdarstellung von Parteien und Organisationen bleibt ein Nischenbereich in der Online-Welt. Und vor dem Hintergrund des generellen Wachstums des Internet &ndash; gerade auch der deutschsprachigen Angebote &ndash; k&ouml;nnen wir davon ausgehen, da&szlig; der prozentuale Anteil von Parteien-Homepages unter allen Webseiten nicht gestiegen sein d&uuml;rfte. Es erscheint nicht einmal die Behauptung abwegig, da&szlig; ihr Anteil sogar gegen&uuml;ber 1996 und 1997 gesunken sein d&uuml;rfte, da sich in erheblichem Umfang auch private und kommerzielle Seiten im WWW etabliert haben. </p>
<p>Einen noch geringeren Stellenwert als die gro&szlig;en Parteien haben die Internet-Angebote kleiner Parteien. Werden die Homepages der Bundestagsparteien bei allen Einschr&auml;nkungen immerhin von einem wachsenden Teil der Medien als Referenz genutzt und als Quellen f&uuml;r den vollst&auml;ndigen Abruf von Reden und Dokumenten angegeben, so werden die Seiten kleiner Parteien weitgehend ignoriert. Eine Ausnahme ist hierbei vor allem die Diskussion um die Gefahr, die von extremistischen Inhalten ausgeht. Hierdurch wird die Aufmerksamkeit unfreiwillig auf rechtsextreme Angebote wie npd.net und andere rechtsradikale Seiten gelenkt. Allgemein als demokratisch, aber bedeutungslos wahrgenommene Parteien k&ouml;nnen sich nicht einmal einer solchen Publizit&auml;t erfreuen. In den gro&szlig;en, traditionellen Medien &ndash; bspw. Fernsehen, Rundfunk, Tagespresse &ndash; kommen sie nicht oder nur in Ausnahmef&auml;llen vor. Die vorherrschende Rezeption der Politik beschr&auml;nkt sich auf die gro&szlig;en Parteien, d.h. auf die Parteien, die &uuml;ber st&auml;ndige oder h&auml;ufige Pr&auml;senz im Bundestag und in den L&auml;nderparlamenten verf&uuml;gen. Dabei werden diese von der Mehrheit der JournalistInnen als &ndash; potenzielle &ndash; Entscheidungstr&auml;ger wahrgenommen, deren Positionen und Argumente direkt oder indirekt Einflu&szlig; auf Entscheidungen der Bundesregierung oder anderer Institutionen haben. Kleinparteien werden dabei im Allgemeinen ausgeblendet, da sie keine M&ouml;glichkeit haben, &uuml;ber parlamentarisches Abstimmungsverhalten Entscheidungen zu bef&ouml;rdern oder zu behindern. </p>
<p>Trotzdem nutzen auch die kleinen Parteien mit gro&szlig;em Eifer das Medium Internet und versprechen sich davon eine gr&ouml;&szlig;ere Publizit&auml;t f&uuml;r ihre Positionen. F&uuml;r die Kleinparteien klingt es verlockend, von allen Interessierten erreicht werden zu k&ouml;nnen und nicht zuvor Widerst&auml;nde bei Multiplikatoren &uuml;berwinden zu m&uuml;ssen. So formuliert Markus Rupprecht, Internet-Administrator der Bundesgesch&auml;ftsstelle der &Ouml;kologisch-Demokratischen Partei (&Ouml;DP) in einem e-mail an den Autor: </p>
<p>&bdquo;Internet ist nicht mehr nur technisches Werkzeug, schon gar nicht nur von Computerfreaks, sondern allt&auml;gliches Kommunikationswerkzeug. Mehr noch, es ist Ort f&uuml;r Gesch&auml;fte (Einkauf, Verkauf, Produktinformation), pers&ouml;nliche &Auml;u&szlig;erung, k&uuml;nstlerische Bet&auml;tigung, Freizeitgestaltung, Meinungsbildung und, und, und. Kurz, es ist Teil des Alltages geworden und tr&auml;gt dazu bei, den Demokratiebegriff um eine neue Qualit&auml;t zu erweitern. Meinung wird nicht mehr durch diejenigen Kr&auml;fte gemacht, die am lautesten auf sich aufmerksam machen k&ouml;nnen (&Ouml;ffentlichkeits-Kampagnen sind sehr teuer und nur wenigen Institutionen und Parteien m&ouml;glich). Im Internet hat jeder den gleichen Platz am Bildschirm, den er auff&uuml;llen kann. Niemand kann sich einen besseren Platz in Suchmaschinen &lsquo;erkaufen&rsquo;, gr&ouml;&szlig;ere Grafiken oder mehr Platz f&uuml;r seine Inhalte. Was z&auml;hlt ist Inhalt (neudeutsch: Content) und die aktive Vernetzung, dann entscheidet die Internet &Ouml;ffentlichkeit, wie wichtig das eigene Auftreten ist.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote12anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote12sym" title="sdendnote12anc"><sup>12</sup></a></font></sup></p>
<p> Dieses doch recht euphorische Herangehen an das neue Medium Internet wird auch von einem Gro&szlig;teil der unabh&auml;ngigen Publizistik geteilt. In einem der wenigen online &ndash; hier bei Politik Digital &ndash; publizierten Artikel, die sich explizit mit der Rolle und den M&ouml;glichkeiten kleiner Parteien im Internet besch&auml;ftigen, urteilt Dirk van den Boom: </p>
<p>&bdquo;Im Internet, so mu&szlig; man den Eindruck gewinnen, sind alle gleich &ndash; mehr als eine gut gestaltete und intelligente Homepage mu&szlig; man nicht haben, um mit der gro&szlig;en Konkurrenz gleichziehen zu k&ouml;nnen. Viele der sonst unterprivilegierten Kleinparteien haben diese Chance sehr fr&uuml;h genutzt und k&ouml;nnen sich der Konkurrenz stellen. Die Vorteile sind eindeutig: Wer sich heute prim&auml;r &uuml;ber das Internet informiert, um eine Wahlentscheidung zu treffen, bekommt ein relativ gleich gewichtetes, nicht durch den Filter mehr oder weniger gewogener Mediendarstellungen gesiebtes Bild vorgesetzt und hat in der Tat das Ma&szlig; an Informationsvielfalt, das f&uuml;r eine demokratische Grundentscheidung notwendig ist.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote13anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote13sym" title="sdendnote13anc"><sup>13</sup></a></font></sup></p>
<p> Entsprechend konzentrieren sich die meisten Parteien mittlerweile stark auf das Medium Internet. Dirk van den Boom stellt zu Recht fest, da&szlig; &bdquo;viele Kleinparteien ihre oft bescheidenen Ressourcen auf eine einigerma&szlig;en gut gemachte Homepage (konzentrieren)&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote14anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote14sym" title="sdendnote14anc"><sup>14</sup></a></font></sup>. Dies best&auml;tigt Dr. Gabriele Safai, Bundesvorsitzende der Liberalen Demokraten:  </p>
<p> &bdquo;Der Stellenwert der Internet-Pr&auml;senz ist sehr hoch f&uuml;r unsere politische Arbeit und auch f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Er d&uuml;rfte die fr&uuml;her praktizierte &lsquo;Presse- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit&rsquo; bei weitem &uuml;berschritten haben.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote15anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote15sym" title="sdendnote15anc"><sup>15</sup></a></font></sup></p>
<p> Ich werde im Folgenden die Pr&auml;senz der kleinen Parteien im Internet analysieren, um hieraus Schlu&szlig;folgerungen &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten dieses Mediums f&uuml;r die Verbreitung ihrer Inhalte sowie &uuml;ber die weitere Perspektive der Internet-Angebote der Kleinparteien zu ziehen. Hierbei geht es mir insbesondere um eine Antwort auf die Frage, ob sich aus der Internet-Pr&auml;senz kleiner Parteien eine Verbesserung ihrer Position im politischen Wettbewerb ergibt. </p>
<p><strong>III. Kleine Parteien im Internet &ndash; Allgemeine Situation und Bedeutung</strong></p>
<p>Zahlreiche der kleinen Parteien sind mittlerweile mit eigenen Angeboten im Internet vertreten. Dabei reicht das Spektrum von Kleinstgruppen, die neben der eigenen Homepage kaum eigene Aktivit&auml;ten entwickeln d&uuml;rften<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote16anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote16sym" title="sdendnote16anc"><sup>16</sup></a></font></sup> bis hin zu Parteien mit einer bundesweiten Organisationsstruktur und &uuml;berregionalen Aktivit&auml;ten. Eine neue Erscheinung, die von mir hier nur am Rande behandelt wird, sind Parteien, die sich explizit auf der Grundlage und vor dem Hintergrund des Internet bilden.<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote17anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote17sym" title="sdendnote17anc"><sup>17</sup></a></font></sup></p>
<p> Wir haben oben gesehen, da&szlig; viele kleine Parteien die M&ouml;glichkeiten des neuen Mediums Internet &auml;u&szlig;erst positiv einsch&auml;tzen und entsprechend einen Gro&szlig;teil ihrer Aktivit&auml;ten auf das Internet konzentrieren. Hierbei ist zu ber&uuml;cksichtigen, da&szlig; f&uuml;r Kleinparteien Eigenschaften des Internet gro&szlig;e Bedeutung besitzen, die f&uuml;r gro&szlig;e Parteien von eher untergeordnete Wichtigkeit sind. Dies betrifft insbesondere den finanziellen Aspekt. Allen Kleinparteien ist gemein, da&szlig; sie normalerweise auf Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung &ndash; Wahlkampfkostenerstattung &ndash; verzichten m&uuml;ssen. Da es den Kleinparteien vor diesem Hintergrund kaum m&ouml;glich ist, in gro&szlig;em Umfang Brosch&uuml;ren und andere Informationsmaterialien herauszugeben und zu verbreiten bzw. andere Bereiche der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit &ndash; bspw. Zeitungsanzeigen &ndash; zu nutzen, besitzt das Internet f&uuml;r sie vor allem aufgrund der zun&auml;chst geringen Kosten einen gro&szlig;en Reiz. Theoretisch kann eine Partei ihre Homepage ohne irgendeinen finanziellen Aufwand absichern, sofern sie die M&ouml;glichkeiten kostenlosen, durch Werbung finanzierten Speicherplatzes usw. nutzt. Doch selbst bei Nutzung einer oder mehrerer Domains und werbefreien Webspaces halten sich die anfallenden rein technischen Kosten in engen Grenzen, was an den Etats abzulesen ist, die kleine Parteien f&uuml;r ihre Internet-Pr&auml;senz bereitgestellt haben: </p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="615" bordercolor="#000000">
<tbody>
<tr valign="top">
<td width="145"> 			<strong>Partei</strong> 		</td>
<td width="448"> <strong>Etat f&uuml;r Internet-Pr&auml;senz</strong><sup><strong><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote18anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote18sym" title="sdendnote18anc"><sup>18</sup></a></font></strong></sup> 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="145" bgcolor="#f2f2f2"> <strong>Liberale Demokraten</strong>	</td>
<td width="448" bgcolor="#f2f2f2"> kein eigener Etat, sondern Teil des Etats f&uuml;r &Ouml;ffentlichkeitsarbeit (150-200,- DM/Monat)</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="145"> <strong>PBC</strong> 		</td>
<td width="448"> 		kein fester Etat, Kosten ca. 1200,- DM/Jahr 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="145" bgcolor="#f2f2f2"> <strong>KPD</strong> 		</td>
<td width="448" bgcolor="#f2f2f2"> 		nur Serverkosten 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="145"> <strong>Die Digitalen</strong> 		</td>
<td width="448"> &bdquo;so hoch, wie es zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung sein mu&szlig;&ldquo; 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="145" bgcolor="#f2f2f2"> <strong>&Ouml;DP</strong> 		</td>
<td width="448" bgcolor="#f2f2f2"> 		10.000,- DM 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="145"> <strong>Statt Partei</strong> 		</td>
<td width="448"> &bdquo;Kosten f&uuml;r Domains und Providergeb&uuml;hren (&#8230;) Ansonsten werden nur die reinen Unkosten abgedeckt&ldquo; 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="145" bgcolor="#f2f2f2"> <strong>Die Grauen</strong> 		</td>
<td width="448" bgcolor="#f2f2f2"> kein Etat 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="145"> <strong>HP</strong> 		</td>
<td width="448"> 100,- DM/Jahr 		</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wir sehen, da&szlig; sich der Etat der Kleinparteien f&uuml;r ihre Internet-Pr&auml;senz im Normalfall um 100,- DM monatlich bewegt. Die meisten Parteien bestreiten aus ihrem Internet-Etat, soweit sie &uuml;berhaupt einen eigenen ausweisen, lediglich die technischen Kosten f&uuml;r Servermiete, Datentransfer u.&auml;. Personalkosten fallen praktisch keine an, da in der Regel Parteimitglieder die Seiten ehrenamtlich betreuen. Gelegentlich werden geringe Aufwandsentsch&auml;digungen bezahlt. </p>
<p>Die einzige Ausnahme stellt hier die &Ouml;DP dar, die ein weiter unten diskutiertes Projekt zur Professionalisierung ihres Internet-Angebotes verfolgt und deshalb im Jahr 2000 einmalig die relativ hohe Summe von 10.000,- DM f&uuml;r ihre Internet-Pr&auml;senz bereitgestellt hat, wovon die H&auml;lfte die Unkosten f&uuml;r eine Datenbank-Lizenz darstellt. </p>
<p>Neben der finanziellen Knappheit verf&uuml;gen die meisten Kleinparteien auch nur &uuml;ber eine sehr geringe Zahl an Mitgliedern und von diesen ist wiederum nur ein Teil in der Lage, einen Beitrag zur Internet-Pr&auml;senz zu leisten. Denn zum einen mu&szlig; die Arbeit an der Homepage normalerweise ehrenamtlich geleistet werden, da sich kaum eine kleine Partei eine echte Hauptamtlichkeit zur inhaltlichen, technischen und gestalterischen Absicherung der Internet-Pr&auml;senz leisten kann. Und zum anderen ist ein Minimum an technischem Verst&auml;ndnis f&uuml;r Computer im Allgemeinen und Internet bzw. Homepage-Gestaltung im Besonderen Voraussetzung f&uuml;r die Arbeit in einer Internet-Redaktion. Daher &uuml;berrascht es nicht, da&szlig; in den Kleinparteien im allgemeinen nur wenige Personen f&uuml;r die Betreuung der Homepages zust&auml;ndig sind: </p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="601" bordercolor="#000000">
<tbody>
<tr valign="top">
<td width="112"> <strong>Partei</strong> 		</td>
<td width="113"> <strong>Redaktion</strong> 		</td>
<td width="344">&nbsp;</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2"> &Ouml;DP 		</td>
<td width="113" bgcolor="#f2f2f2"> 3-5 Pers. (geplant) 		</td>
<td width="344" bgcolor="#f2f2f2"> haupt- &amp; ehrenamtlich 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112"> Statt Partei 		</td>
<td width="113"> 4-5 Pers. 		</td>
<td width="344"> ehrenamtlich 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2"> Die Grauen 		</td>
<td width="113" bgcolor="#f2f2f2"> 1 Pers. 		</td>
<td width="344" bgcolor="#f2f2f2"> ehrenamtlich 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112"> HP 		</td>
<td width="113"> 1 Pers. 		</td>
<td width="344"> ehrenamtlich 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2"> LD 		</td>
<td width="113" bgcolor="#f2f2f2"> 2-3 Pers. 		</td>
<td width="344" bgcolor="#f2f2f2"> meist ehrenamtlich 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112"> PBC 		</td>
<td width="113"> insges. 6 Pers. 		</td>
<td width="344"> ehrenamtlich, eine Aufwandsentsch&auml;digung 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2"> DKP 		</td>
<td width="113" bgcolor="#f2f2f2"> 2 Pers. 		</td>
<td width="344" bgcolor="#f2f2f2"> ehrenamtlich 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112"> KPD 		</td>
<td width="113"> 4 Pers. 		</td>
<td width="344"> ehrenamtlich 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2"> Die Digitalen 		</td>
<td width="113" bgcolor="#f2f2f2"> 1-3 Pers. 		</td>
<td width="344" bgcolor="#f2f2f2"> ehrenamtlich 		</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Vor diesem Hintergrund ist die erreichte Qualit&auml;t zahlreicher Homepages zun&auml;chst einmal beachtlich, umso mehr, als da&szlig; zahlreiche Parteien mit mehreren Seiten im Internet vertreten sind, seien es lokale und regionale Seiten &ndash; wie bei der &Ouml;DP, der Statt Partei, der PBC u.a. &ndash; oder eigene Web-Seiten der Parteizeitung &ndash; bspw. die w&ouml;chentlich im Netz bereitgestellte Online-Ausgabe der DKP-Zeitung &bdquo;Unsere Zeit&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote19anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote19sym" title="sdendnote19anc"><sup>19</sup></a></font></sup> &ndash; oder andere. </p>
<p> Bei n&auml;herer Betrachtung wird aber der Mangel in der Professionalit&auml;t deutlich, der in der fehlenden finanziellen und personellen Ausstattung der Internet-Redaktionen begr&uuml;ndet liegt. Auff&auml;llig ist dies insbesondere in Bezug auf die Aktualit&auml;t zahlreicher Homepages. Professionelle Nachrichten-Seiten werden mehrmals t&auml;glich, oft st&uuml;ndlich oder noch &ouml;fter, aktualisiert. Das Internet steht f&uuml;r Information &bdquo;in Echtzeit&ldquo; und weltweit. Deshalb wird ein Internet-Nutzer im Regelfall von einem Parteiangebot erwarten, da&szlig; er die aktuellsten Informationen, bspw. Termine, dieser Organisation abrufen kann, insbesondere dann, wenn er &uuml;ber andere Medien von einer &Auml;u&szlig;erung oder Positionierung dieser Partei erfahren hat. Diesem Anspruch k&ouml;nnen die kleinen Parteien nicht gerecht werden. </p>
<p> Bei der &Ouml;DP ist die aktuellste Berichterstattung am 18. Juni eine Ank&uuml;ndigung f&uuml;r den 31. Mai<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote20anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote20sym" title="sdendnote20anc"><sup>20</sup></a></font></sup>. Die DKP weist &uuml;berhaupt keine aktuellen Meldungen auf ihrer Startseite aus, sondern verweist lediglich auf die letzten Aktualisierungen der jeweiligen Rubriken<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote21anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote21sym" title="sdendnote21anc"><sup>21</sup></a></font></sup>, ihr gelang es allerdings, w&auml;hrend ihres Parteitages am 2. bis 4. Juni mit einem Laufband auf der Homepage &uuml;ber den aktuellen Verlauf des Kongresses zu informieren<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote22anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote22sym" title="sdendnote22anc"><sup>22</sup></a></font></sup>. Das Einstellen der beschlossenen Dokumente auf die Homepage dauerte dann allerdings mehrere Tage. Bei der Humanistischen Partei (HP) ist der &bdquo;aktuelle Aufmacher&ldquo; am 18. Juni eine Pressemitteilung vom 10. April, gefolgt vom HP-Wahlprogramm zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote23anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote23sym" title="sdendnote23anc"><sup>23</sup></a></font></sup>. </p>
<p> Demgegen&uuml;ber sind auf den Homepages der gro&szlig;en Parteien im Normalfall st&auml;ndig aktuelle Nachrichten abrufbar, seien es die Pressemitteilungen des Tages, Positionspapiere oder (Live-) Berichte von Parteitagen. </p>
<p>Vor dem Hintergrund der meist mangelhaften Aktualit&auml;t der Homepages &uuml;berrascht &uuml;brigens die schnelle Beantwortung von e-mails durch die Parteien, gemessen an der Beantwortung meiner Anfrage. Noch am selben Tag &ndash; 29. Mai 2000 &ndash; antworteten PBC, Liberale Demokraten und Humanistische Partei. Am 30. Mai reagierten die Statt Partei und Die Grauen, noch einmal einen Tag sp&auml;ter antworteten die &Ouml;DP, Die Digitalen und der BRSD (bei dem es sich nach eigener Aussage jedoch um keine Partei handelt und der deshalb irrt&uuml;mlich in der Parteien-&Uuml;bersicht von &bdquo;Politik Digital&ldquo; aufgenommen wurde). Noch innerhalb einer Woche reagierten DKP und KPD auf die Anfrage, andere Parteien antworteten &uuml;berhaupt nicht. Die Antworten wurden meist von den Webmastern verfa&szlig;t, an die auch die Anfragen gerichtet waren, soweit auf den Homepages der Kleinparteien entsprechende e-mail Anschriften angegeben waren. Oftmals wurde von den Webmastern angek&uuml;ndigt, da&szlig; eine inhaltlich weitergehende Antwort noch von den jeweiligen F&uuml;hrungsgremien der Parteien kommen w&uuml;rde, das war aber praktisch nicht Fall, mit Ausnahme des nieders&auml;chsischen Landesverbandes der Grauen, der Eigent&uuml;mer der Domain &bdquo;www.die-grauen.de&ldquo; ist. </p>
<p> Anstrengungen, die beschriebenen M&auml;ngel abzustellen und eine wirkliche Professionalit&auml;t der Internet-Angebote zu erreichen, sind bei kaum einer der kleinen Parteien zu erkennen. Allerdings ist der Spielraum der meisten Kleinparteien in dieser Hinsicht begrenzt, da sie offenbar mit ihren geringen Etats die zur Verf&uuml;gung stehenden finanziellen Mittel bereits ausgereizt haben. </p>
<p>Die einzige Partei, die sich aus dem Durchschnitt der Kleinparteien abhebt und offenbar Konsequenzen aus der unbefriedigenden Situation ziehen will, ist die &Ouml;DP, die in diesem Jahr einen in dieser H&ouml;he unter den Kleinparteien einmaligen Internet-Etat von rund 10.000,- DM bereitgestellt hat, wovon einmalig 5.000,- DM f&uuml;r den Erwerb einer Datenbank-Lizenz aufgewendet werden sollen. Offenbar m&ouml;chte die &Ouml;DP sich k&uuml;nftig an professionellen Seiten messen lassen, wenn sie das ehrgeizige Ziel formuliert, &bdquo;weg zu kommen von einer Selbstdarstellungs-Seite hin zu einer vollwertigen Portalseite f&uuml;r die Kernthemen der &Ouml;DP: &Ouml;kologie, Demokratie und Familien- und Sozialpolitik. Hier sollen sich nicht nur &Ouml;DP-Mitglieder oder Interessenten treffen, sondern thematisch interessierte Personen und Gruppen aus allen Lagern austauschen k&ouml;nnen&#8230;&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote24anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote24sym" title="sdendnote24anc"><sup>24</sup></a></font></sup></p>
<p> Ausl&ouml;ser f&uuml;r diese &bdquo;Netz-Offensive&ldquo; waren offenbar Probleme, die f&uuml;r die Internet-Publizistik der Kleinparteien aufgrund der meist ehrenamtlichen Arbeit nicht untypisch sein d&uuml;rften: &bdquo;Erstellt und gepflegt wurden die Seiten fr&uuml;her ehrenamtlich von einer Person. Da diese Person aber die Zeit nicht mehr aufbrachte und auch teilweise Inhalte abweichend vom Willen des Vorstands einbrachte, hat man auf eine bezahlte Person umgestellt&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote25anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote25sym" title="sdendnote25anc"><sup>25</sup></a></font></sup></p>
<p> Anhand dieses Projektes wird deutlich, da&szlig; eine wirklich professionelle Internet-Pr&auml;senz, eine Nutzung des Internet in einer Weise, die sich von traditioneller &Ouml;ffentlichkeitsarbeit (&bdquo;Hochglanz-Brosch&uuml;ren ins Internet stellen&ldquo;) abhebt, nicht ohne finanziellen Aufwand zu haben ist. Schon eine Investition von 10.000,- DM d&uuml;rfte f&uuml;r die &Ouml;DP ein ziemlicher Brocken sein, zumal der Erfolg des angestrebten &bdquo;Portals&ldquo; nicht als sicher angesehen werden kann. Das angestrebte professionelle Konzept und das in diesem Kontext zu sehende Ziel des Aufbaus einer st&auml;ndigen Internet-Redaktion mit drei bis f&uuml;nf haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote26anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote26sym" title="sdendnote26anc"><sup>26</sup></a></font></sup> kollidiert ganz offensichtlich mit der angesetzten Gr&ouml;&szlig;enordnung des finanziellen Rahmens. Zwar sind im Etat von 10.000,- DM nach Angaben der &Ouml;DP nicht die &bdquo;hauptamtliche Systembetreuerstelle, die Stelle der Mitarbeiterin f&uuml;r &Ouml;ffentlichkeitsarbeit und die unz&auml;hligen Leistungen ehrenamtlicher Mitarbeiter&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote27anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote27sym" title="sdendnote27anc"><sup>27</sup></a></font></sup> eingeschlossen, doch sind dar&uuml;ber hinausgehende monatliche Aufwendungen von wenig mehr als 400,- DM<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdfootnote1anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdfootnote1sym" title="sdfootnote1anc"><sup>*</sup></a></font></sup> sicherlich nicht ausreichend, um ein Portalangebot zu betreiben, das mit den Angeboten gro&szlig;er Portale auch nur ann&auml;hernd konkurrieren kann. Es wird der &Ouml;DP mit einigen Anstrengungen m&ouml;glicherweise gelingen, eine Homepage anzubieten, die auch einigen Informationswert f&uuml;r parteiunabh&auml;ngige, an den behandelten Themen interessierte Nutzer hat. Der gro&szlig;e Unsicherheitsfaktor hierbei bleibt aber die quantitative Akzeptanz des Angebots durch die Internet-Nutzer. Von der Vorstellung einer professionellen Portalseite und einem schnellen, spektakul&auml;ren Erfolg sollte sich die Partei aber verabschieden, es steht zu vermuten, da&szlig; sich die Zugriffszahlen auch einer erneuerten &Ouml;DP-Homepage weiter deutlich im minorit&auml;ren Bereich bewegen werden, insbesondere da auch die &Ouml;DP, wie alle anderen Kleinparteien, von wachsenden Hindernissen f&uuml;r ihre Web-Publizit&auml;t betroffen ist, wie wir weiter unten sehen werden. </p>
<p>Die oftmals fehlende Professionalit&auml;t und Aktualit&auml;t der Internet-Angebote kleiner Parteien korrespondiert mit einer geringen Resonanz der &bdquo;Internet-Community&ldquo; auf die Angebote. Wir haben oben gesehen, da&szlig; politische Angebote im Internet ohnehin eine minorit&auml;re Position innehaben und nur eine Minderheit der Internet-NutzerInnen das Medium zur politischen Information nutzt. Dar&uuml;berhinaus ist die wachsende Bedeutung des unmittelbarem Nutzwertes f&uuml;r den Besucher einer Website zu beachten. Angesichts dieser Ausgangsbedingungen haben schon die gro&szlig;en Parteien einen schweren Stand gegen&uuml;ber kommerziellen Informationsangeboten, einen ungleich schwereren Stand haben aber gerade vor dem Hintergrund ihrer geringen M&ouml;glichkeiten die Internet-Angebote der kleinen Parteien. </p>
<p>In wachsendem Ma&szlig;e m&uuml;ssen die Kleinparteien feststellen, da&szlig; auch innerhalb des Internet die Rezeption politischer Inhalte von der allgemeinen, in der &bdquo;nicht-virtuellen&ldquo; Welt etablierten Rezeption dominiert wird. Auch im Internet wird die Relevanz von Angeboten und Positionen politischer Parteien haupts&auml;chlich an ihrer realen Bedeutung, bspw. an ihren Wahlerfolgen, gemessen. &Uuml;berparteiliche politische Informations- und Nachrichtendienste wie &bdquo;Politik Digital&ldquo;, &bdquo;E-Politik&ldquo; oder die mehrmals t&auml;glich aktualisierten News-Portale (z.B. seite1.web.de) w&auml;hlen aus der Flut t&auml;glicher Nachrichten ebenso nach traditionellen Relevanz-Kriterien aus, wie dies ihre Kollegen au&szlig;erhalb der &bdquo;virtuellen Welt&ldquo; tun. Und so klagt Dr. Safai von den Liberalen Demokraten: </p>
<p>&bdquo;Wir stellen aber fest, dass es f&uuml;r uns schwieriger geworden ist in Erscheinung zu treten, da der Bundeswahlleiter unsere Internet-Adresse nicht korrekt ver&ouml;ffentlicht hat und in seinem Parteienverzeichnis ohnehin nur die E-Mail Adressen angegeben sind. Durch die Schaffung neuer Kriterien (bei www.parteien-online.de) wie &lsquo;Parteien, Bundestagswahl 98&rsquo; oder &lsquo;Europawahl 99&rsquo; sind wir nicht mehr aufgef&uuml;hrt, da wir zur Bundestagswahl 1998 nicht zugelassen wurden und an der Europawahl 1999 nicht teilgenommen haben.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote28anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote28sym" title="sdendnote28anc"><sup>28</sup></a></font></sup></p>
<p> Zwar verlagert sich ein Gro&szlig;teil der politischen Kommunikation dieser Parteien ebenso auf das Internet, wie es in den meisten anderen Bereichen der Gesellschaft, ob Politik oder Wirtschaft, ebenfalls der Fall ist. Auch im Falle der Kleinparteien w&auml;chst die Bedeutung von e-mails sowohl f&uuml;r die interne Kommunikation als auch f&uuml;r die Kontaktaufnahme Interessierter mit der Partei. Gerade vor dem Hintergrund der knappen finanziellen Ressourcen steht zu vermuten, da&szlig; zahlreiche Kleinparteien die neuen M&ouml;glichkeiten nutzen, um bspw. interne und organisatorische Fragen &uuml;ber e-mails zu regeln und somit die bislang mit zentralen Sitzungen verbundenen Fahr- und Unterbringungskosten u.&auml;. Auch d&uuml;rfte die M&ouml;glichkeit, Dokumente auf den Homepages zum Download anzubieten anstatt sie bundesweit auf dem Postweg zu versenden, die Portokassen der kleinen Parteien entlasten. Insbesondere die Homepage der DKP enth&auml;lt zahlreiche offenbar interne Dokumente, so Beschl&uuml;sse von Parteivorstandstagungen u.&auml;. </p>
<p>Die quantitative Distanz zwischen gro&szlig;en und kleinen Parteien bleibt allerdings auch im Bereich des Internet erhalten, wie bereits ein Blick auf die Zugriffszahlen verdeutlicht. W&auml;hrend &ndash; wie wir oben bereits gesehen haben &ndash; SPD und CDU mit monatlichen &bdquo;Hits&ldquo; bzw. &bdquo;Pageviews&ldquo; im Bereich von mehreren Millionen rechnen und auch PDS, FDP und B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen mit in die Hunderttausenden gehenden Zahlen operieren, m&uuml;ssen sich die Kleinparteien mit anderen &bdquo;Gr&ouml;&szlig;enordnungen&ldquo; bescheiden. So nennt die &Ouml;DP die Zahl von &bdquo;400 Zugriffen t&auml;glich&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote29anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote29sym" title="sdendnote29anc"><sup>29</sup></a></font></sup>, also rund 12.000 Zugriffen im Monat. Die DKP nennt eine Zahl von 21.000 monatlichen Zugriffen. Wenn wir dem Z&auml;hlwerk (&bdquo;Counter&ldquo;) der PBC vertrauen d&uuml;rfen, verzeichnete die Homepage dieser Partei zwischen dem 1. Januar 1999 und dem 27. Juni 2000 insgesamt 32.481 Hits<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote30anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote30sym" title="sdendnote30anc"><sup>30</sup></a></font></sup>, d.h. rund 1800 Hits im Monat &ndash; und damit eine Ziffer, die sogar im Verh&auml;ltnis zu den Angaben anderer Kleinparteien marginal klingt, wenn auch nat&uuml;rlich der PBC-Counter lediglich die Abrufe der Startseite z&auml;hlt, w&auml;hrend sich die Angaben der anderen Parteien auf die Gesamtzugriffe der ganzen Homepage mit allen untergeordneten Einzelseiten beziehen. In diesem Zusammenhang m&uuml;ssen wir au&szlig;erdem beachten, da&szlig; die kleinen Parteien normalerweise die reinen &bdquo;Zugriffe&ldquo; oder &bdquo;Hits&ldquo; angeben, die real kaum einen wirklichen Einblick in die Zahl der BesucherInnen der jeweiligen Seiten gestatten. So w&uuml;rde der Aufruf einer aus drei Frames bestehenden Webseite bereits mit vier Zugriffen in der Statistik gez&auml;hlt werden, da es sich bei dieser einen &bdquo;Pageview&ldquo; um den Aufruf von vier verschiedenen Einzelseiten handelt (Frameset und Inhalte der Frames). </p>
<p>Die statistischen Angaben &uuml;ber Zugriffe auf die Homepages sollten also nicht das alleinige Kriterium &uuml;ber die Bedeutung der Internet-Angebote der Kleinparteien bleiben. </p>
<p>Die St&auml;rke der Verankerung von Kleinparteien in der &bdquo;Internet-Community&ldquo; l&auml;&szlig;t sich u.a. an der Anzahl externer Links ablesen, die auf die Homepages der kleinen Parteien verweisen. Ermittelt wurde die Zahl solcher externen Links mittels der drei gro&szlig;en Suchmaschinen Altavista, InfoSeek und HotBot am 19. Juni 2000. Zur Einordnung dieser Zahlen sind in nachstehender Tabelle au&szlig;erdem die externen Links auf die im Bundestag vertretenen Parteien aufgef&uuml;hrt. </p>
<p>Die Differenzen zwischen den drei Suchmaschinen ergeben sich aus deren unterschiedlichem Umfang, aus der unterschiedlichen Zahl erfa&szlig;ter und gelisteter Internet-Seiten, woraus wir schlie&szlig;en k&ouml;nnen, da&szlig; die Zahl externer Links in allen F&auml;llen real h&ouml;her als von den jeweiligen Suchmaschinen angegeben ausfallen d&uuml;rfte, da die Suchmaschinen nur solche Links erfassen, die auf Seiten geschaltet wurden, die von der jeweiligen Suchmaschine erfa&szlig;t und katalogisiert wurden. </p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="5" width="615" bordercolor="#000000">
<tbody>
<tr valign="top">
<td width="112"> <strong>Partei</strong> 		</td>
<td width="146"> <strong>URL</strong> 		</td>
<td width="119"> <strong>Altavista</strong> 		</td>
<td width="109"> <strong>InfoSeek</strong> 		</td>
<td width="77"> <strong>HotBot</strong> 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2"> <strong>&Ouml;DP</strong> 		</td>
<td width="146" bgcolor="#f2f2f2"> www.oedp.de 		</td>
<td width="119" bgcolor="#f2f2f2"> 422 		</td>
<td width="109" bgcolor="#f2f2f2"> 147 		</td>
<td width="77" bgcolor="#f2f2f2"> 92 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112"> <strong>DKP</strong> 		</td>
<td width="146"> www.dkp.de 		</td>
<td width="119"> 271 		</td>
<td width="109"> 136 		</td>
<td width="77"> 84 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112">&nbsp;</td>
<td width="146"> www.kommunisten.de 		</td>
<td width="119"> 5 		</td>
<td width="109"> 2 		</td>
<td width="77"> 0 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2"> <strong>PBC</strong> 		</td>
<td width="146" bgcolor="#f2f2f2"> www.pbc.de 		</td>
<td width="119" bgcolor="#f2f2f2"> 287 		</td>
<td width="109" bgcolor="#f2f2f2"> 111 		</td>
<td width="77" bgcolor="#f2f2f2"> 76 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112"> <strong>KPD</strong> 		</td>
<td width="146"> www.kpd.net 		</td>
<td width="119"> 85 		</td>
<td width="109"> 161 		</td>
<td width="77"> 24 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2"> <strong>LD</strong> 		</td>
<td width="146" bgcolor="#f2f2f2"> home.t-online.de/&#8230;<sup><font style="font-size: 9pt"><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdfootnote2anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdfootnote2sym" title="sdfootnote2anc"><sup>*</sup></a></font></font></sup> 		</td>
<td width="119" bgcolor="#f2f2f2"> 18 		</td>
<td width="109" bgcolor="#f2f2f2"> 13 		</td>
<td width="77" bgcolor="#f2f2f2"> 0 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#7f7f7f">&nbsp;</td>
<td width="146" bgcolor="#7f7f7f">&nbsp;</td>
<td width="119" bgcolor="#7f7f7f">&nbsp;</td>
<td width="109" bgcolor="#7f7f7f">&nbsp;</td>
<td width="77" bgcolor="#7f7f7f">&nbsp;</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112"> <strong>CDU</strong> 		</td>
<td width="146"> www.cdu.de 		</td>
<td width="119"> 6095 		</td>
<td width="109"> 1027 		</td>
<td width="77"> &gt;1900 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2"> <strong>SPD</strong> 		</td>
<td width="146" bgcolor="#f2f2f2"> www.spd.de 		</td>
<td width="119" bgcolor="#f2f2f2"> 8027 		</td>
<td width="109" bgcolor="#f2f2f2"> 1252 		</td>
<td width="77" bgcolor="#f2f2f2"> &gt;2400 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112"> <strong>B90/Gr&uuml;ne</strong> 		</td>
<td width="146"> www.gruene.de 		</td>
<td width="119"> 5031 		</td>
<td width="109"> 729 		</td>
<td width="77"> &lt;1200 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2"> <strong>FDP</strong> 		</td>
<td width="146" bgcolor="#f2f2f2"> www.fdp.de 		</td>
<td width="119" bgcolor="#f2f2f2"> 2089 		</td>
<td width="109" bgcolor="#f2f2f2"> 402 		</td>
<td width="77" bgcolor="#f2f2f2"> &lt;700 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112" bgcolor="#f2f2f2">&nbsp;</td>
<td width="146" bgcolor="#f2f2f2"> www.liberale.de 		</td>
<td width="119" bgcolor="#f2f2f2"> 2609 		</td>
<td width="109" bgcolor="#f2f2f2"> 	710 		</td>
<td width="77" bgcolor="#f2f2f2"> &gt;800 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112"> <strong>PDS</strong> 		</td>
<td width="146"> www.pds-online.de 		</td>
<td width="119"> 1891 		</td>
<td width="109"> 376 		</td>
<td width="77"> &lt;600 		</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="112">&nbsp;</td>
<td width="146"> 	www.sozialisten.de 		</td>
<td width="119"> 141 		</td>
<td width="109"> 11 		</td>
<td width="77"> 31 		</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Diese &Uuml;bersicht zeigt, da&szlig; die Verankerung der Parteien im Internet ein Spiegelbild ihrer tats&auml;chlichen gesellschaftlichen Verankerung zu sein scheint. Es ist nicht nur offensichtlich, da&szlig; die Zahl der auf die Homepages verweisenden Links bei den im Bundestag vertretenen Parteien ungleich gr&ouml;&szlig;er ist, sondern da&szlig; sich diese Zahlen auch unter den Bundestagsparteien wie auch unter den kleinen Parteien weiter ausdifferenzieren. </p>
<p>W&auml;hrend der Abstand zwischen den &bdquo;gro&szlig;en Volksparteien&ldquo; CDU und SPD gegen&uuml;ber den kleineren Bundestagsparteien FDP und B&uuml;ndnis 90/Gr&uuml;ne gemessen an der realen Gr&ouml;&szlig;e der Parteien (Mitglieder, Wahlergebnisse) verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig gering ausf&auml;llt, ist der Abstand dieser vier Parteien zur PDS bereits gr&ouml;&szlig;er. </p>
<p>Einen gro&szlig;en quantitativen Sprung gibt es zwischen allen gro&szlig;en Parteien und den Kleinparteien. Doch auch bei den Kleinparteien k&ouml;nnen wir nicht von einem mehr oder weniger gleichen Bekanntheitsgrad der Homepages im Internet ausgehen. Im Gegensatz zu den auf die Bundestagsparteien verweisenden Links, die oftmals von Tageszeitungen, News-Portalen u.a. Informationsdiensten als weiterf&uuml;hrende Informationen zu redaktionellen Beitr&auml;gen geschaltet werden, ist bei den Kleinparteien die Anzahl der Links entscheidend, die von eigenen Untergliederungen, Nebenorganisationen oder befreundeten Homepages geschaltet werden. Hat eine Partei zahlreiche Untergliederungen, die mit eigenen Angeboten im Netz sind, ist naturgem&auml;&szlig; die Zahl der auf die zentrale Homepage verweisenden Links gr&ouml;&szlig;er, da jede Seite einer Untergliederung auf die zentrale Seite verweisen d&uuml;rfte. Entsprechend gro&szlig; ist also der Vorteil bspw. der DKP, die auf derzeit 28 Homepages der Partei verweist<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote31anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote31sym" title="sdendnote31anc"><sup>31</sup></a></font></sup>, gegen&uuml;ber Parteien wie KPD oder Liberale Demokraten, die &uuml;ber keine oder sehr wenige im Internet vertretene Untergliederungen verf&uuml;gen. Entsprechend ist auch die Anzahl der auf die Homepage der Liberalen Demokraten verweisenden externen Links mit 18 bei Altavista und 13 bei InfoSeek marginal. Hinzu kommt, da&szlig; diese externen Links im Falle der Liberalen Demokraten praktisch nur auf Seiten geschaltet wurden, die eine komplette &Uuml;bersicht aller in der Bundesrepublik Deutschland arbeitenden Parteien versuchen, bspw. &bdquo;Politik Digital&ldquo; o.a. Dieser Partei ist es also bislang nicht gelungen, ihre Homepage im Internet in eine kulturelle oder ideologische Umgebung von Internet-Angeboten einzuf&uuml;gen. Im Gegensatz dazu verweisen zahlreiche Internet-Seiten aus der &Ouml;kologie-Bewegung auf die &Ouml;DP, zahlreiche religi&ouml;se Seiten auf die PBC und zahlreiche der politischen Linken zuzuordnende Seiten auf die DKP und die KPD. </p>
<p>Eine weitere Bedingung f&uuml;r Verankerung und Bekanntheit einer kleinen Partei im Internet ist die Dauer der Existenz des Webangebotes. Zunehmend wird es f&uuml;r neue Internet-Angebote schwerer, sich bekannt zu machen, insbesondere dann, wenn das von ihnen vertretene Segment bereits vielfach von anderen besetzt ist. Dieses Ph&auml;nomen beschr&auml;nkt sich zwar nicht auf Parteien oder politische Seiten, ist aber auch bei der Untersuchung der Netz-Angebote kleiner Parteien zu bemerken. So ist die verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig gro&szlig;e Zahl von externen Links auff&auml;llig, die auf die Homepage der KPD verweisen, obwohl diese &bdquo;Kleingruppe, die sich in der Tradition der fr&uuml;heren proalbanischen Kommunistischen Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten (KPD/ML) sieht&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote32anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote32sym" title="sdendnote32anc"><sup>32</sup></a></font></sup>  und die nicht einmal im Parteienverzeichnis des Bundeswahlleiters verzeichnet ist<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote33anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote33sym" title="sdendnote33anc"><sup>33</sup></a></font></sup>, mit keiner weiteren Untergliederung oder Nebenorganisation im Internet vertreten ist. Dies d&uuml;rfte im Wesentlichen aus der Tatsache herr&uuml;hren, da&szlig; die KPD bereits vor mehreren Jahren als eine der ersten (kleinen) Parteien in der Bundesrepublik eine Homepage angeboten hatte, die formal auch noch bis heute besteht<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote34anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote34sym" title="sdendnote34anc"><sup>34</sup></a></font></sup> und heute auf die mittlerweile genutzte Domain verweist. Durch die lange Dauer der Existenz dieser Homepage erhielt diese Partei u.a. Eintr&auml;ge in politisch linksgerichtete Internet-Verzeichnisse (Link-Listen) aus dem Ausland, die zum Zeitpunkt der Erstellung vor einigen Jahren die KPD als einzige Kommunistische Partei aus Deutschland wahrnahmen, w&auml;hrend linke Kleinparteien, die heute in solche Verzeichnisse aufgenommen werden wollen, oftmals bereits die vierte oder f&uuml;nfte deutsche Partei in diesem Verzeichnis w&auml;ren. </p>
<p>Gef&auml;hrdet ist so eine dauerhafte Internet-Pr&auml;senz allerdings regelm&auml;&szlig;ig durch die unvermeidbaren Schw&auml;chen der Internet-Redaktionen von Kleinparteien. Wie wir oben bereits gesehen haben, bestehen die Redaktionen meist aus wenigen Redakteuren, nicht selten ist sogar nur ein einziges Mitglied mit der Absicherung der Internet-Pr&auml;senz betraut. Die Probleme, die sich aus dieser Situation bspw. bereits f&uuml;r die &Ouml;DP ergeben haben, wurden oben bereits erw&auml;hnt. Doch auch f&uuml;r andere Kleinparteien bleibt die personelle Schw&auml;che in der Internet-Betreuung eine dauerhafte Bedrohung. &bdquo;Sind Internet-Angebote von Kleinparteien stark abh&auml;ngig von einer Person, ist ihre Qualit&auml;t fluktuierend und ihr Bestand manchmal gef&auml;hrdet. Als nach dem internen Streit innerhalb des Bundes freier B&uuml;rger (BFB) die gem&auml;&szlig;igte Fraktion um den ehemaligen Parteichef Manfred Brunner das sinkende Schiff verlie&szlig;, ging die aufwendige und ansprechende Homepage der Partei gleich mit unter und wurde noch nicht durch eine Alternative ersetzt.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote35anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote35sym" title="sdendnote35anc"><sup>35</sup></a></font></sup> Eine neue Homepage des BFB br&auml;uchte u.a. aufgrund der erzwungenerma&szlig;en ver&auml;nderten Adresse sicherlich l&auml;ngere Zeit, um ihr Angebot in der Internet-Community bekannt zu machen. Es dauert selbst bei eifriger Eintragungspraxis und der Nutzung von Eintragungsdiensten bereits eine gewisse Zeit, &uuml;berhaupt von den Suchmaschinen registriert und gelistet zu werden. Noch l&auml;nger dauert es, bis sich die Qualit&auml;t einer Homepage dann per &bdquo;Mund-zu-Mund&ldquo;-Propaganda unter den Internet-Nutzern verbreitet hat. </p>
<p>Diese &bdquo;Mund-zu-Mund&ldquo;-Propaganda f&auml;llt nat&uuml;rlich auch auf eine Homepage zur&uuml;ck, wenn ihre Qualit&auml;t zu w&uuml;nschen &uuml;brig l&auml;&szlig;t. Hat sich ein negativer Ruf einer Homepage erst einmal verbreitet und verfestigt, wird es diesem Angebot trotz aufwendiger Verbesserungen zun&auml;chst schwerfallen, den Ruf zu verbessern. Ein Nutzer, der auf einer Internet-Seite feststellen mu&szlig;, da&szlig; dieses Angebot &uuml;ber Wochen oder gar Monate hinweg nicht aktualisiert wird, wird diese Seite kaum &ouml;fter besuchen. </p>
<p>Ein weiteres Kriterium f&uuml;r den Bekanntheitsgrad einer Partei im Internet ist nat&uuml;rlich die H&auml;ufigkeit ihrer redaktionellen Erw&auml;hnung auch auf Homepages, die nicht von der Partei selbst betreut werden. Hier f&auml;llt das Ergebnis f&uuml;r alle Kleinparteien ern&uuml;chternd aus. </p>
<p> MetaGer, die Meta-Suchmaschine<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdfootnote3anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdfootnote3sym" title="sdfootnote3anc"><sup>*</sup></a></font></sup> der Universit&auml;t Hannover<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote36anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote36sym" title="sdendnote36anc"><sup>36</sup></a></font></sup>, findet bei einer Anfrage nach den Suchbegriffen &bdquo;&Ouml;DP&ldquo; bzw. &bdquo;OeDP&ldquo; insgesamt 128 Treffer<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote37anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote37sym" title="sdendnote37anc"><sup>37</sup></a></font></sup>. Es ist bei der Durchsicht der Suchergebnisse offensichtlich, da&szlig; die Seiten, auf denen die Partei so prominent pr&auml;sentiert wird, da&szlig; sie einen vorderen Platz in der Ergebnisliste erlangen, allesamt der &Ouml;DP selbst zuzurechnen sind, teilweise der zentralen Domain, teilweise regionalen Unterorganisationen. Das erste Suchergebnis, das nicht direkt der &Ouml;DP zuzurechnen ist, wird an 23. Stelle ausgegeben und bezieht sich auf die Rubrik &bdquo;&Ouml;DP&ldquo; der Suchmaschine X-Tel. Die erste redaktionelle Seite mit Bezug zur &Ouml;DP findet sich an Stelle 51 und tr&auml;gt den Titel &bdquo;Freie Republik Laputa, Volkskommissariat f&uuml;r Splitterparteien, Prof. Dr. Pafnuti Gottlieb Blattner&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote38anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote38sym" title="sdendnote38anc"><sup>38</sup></a></font></sup>. Auf Platz 57 folgt dann als erste weder parteieigene noch offensichtlich satirische Seite die offizielle Homepage der Stadt Freiburg mit dem Verzeichnis der im Stadtrat vertretenen Fraktionen<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote39anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote39sym" title="sdendnote39anc"><sup>39</sup></a></font></sup>. </p>
<p> Ein damit aus verschiedenen Gr&uuml;nden nicht vergleichbares Ergebnis ergibt die Suche bei MetaGer nach dem Suchbegriff &bdquo;DKP&ldquo;. Am 23. Juni 2000 ergibt die Suche das Resultat &bdquo;Sehr viele Ergebnisse&ldquo;. Schon bei &bdquo;Altavista&ldquo; werden 5225 Fundstellen registriert. Dies liegt aber nur bedingt an der Deutschen Kommunistischen Partei. Im Gegensatz zur Abk&uuml;rzung &Ouml;DP ist es leicht vorstellbar, da&szlig; sich hinter dem K&uuml;rzel DKP auch eine andere Bedeutung als der Name dieser Partei verbergen kann. Die Suchmaschinen suchen aber stur nach der Buchstabenfolge DKP ohne den Kontext der jeweiligen Homepage zu ber&uuml;cksichtigen. Trotzdem ergibt auch die Suche nach DKP aufschlu&szlig;reiche Ergebnisse. Das erste &bdquo;Opfer&ldquo; einer identischen Abk&uuml;rzung wird selbst wahrscheinlich nichts dagegen haben, in diesem Kontext zu stehen, es handelt sich n&auml;mlich um die Kommunistische Partei D&auml;nemarks (DKP) als 27. Suchergebnis. Real auf die Deutsche Kommunistische Partei bezogene Seiten, die nicht von der DKP selbst in das Internet gestellt wurden, finden sich ab Listenplatz 29. Dort wird die Seite www.communards.de unter dem Titel &bdquo;Kommunisten im Netz&ldquo; gelistet. Als 30. Suchergebnis wird die neofaschistische NPD unter zwei Adressen (www.sachsenstimme.de, www.npd-sachsen.de) gelistet. </p>
<p>Zur weiteren &Uuml;berpr&uuml;fung der Suchergebnisse probierte ich anschlie&szlig;end die Suchanfrage &bdquo;Deutsche Kommunistische Partei&ldquo;. Hier war das Ergebnis recht kurios. Mit 138 Fundstellen erschien das Resultat zwar zun&auml;chst realistisch und mit dem Ergebnis der &Ouml;DP vergleichbar, allerdings rangierten unter diesem Suchbegriff die eigenen Parteiseiten der DKP erst unter &bdquo;ferner liefen&ldquo;. Schon die ersten drei gelisteten Fundstellen waren Fremdseiten: Auf Platz 1 und 3 rangierten Informationen des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz &uuml;ber die &bdquo;linksextremistischen Bestrebungen&ldquo; der DKP, auf Platz 2 wurde die Online-Zeitschrift &bdquo;Trend&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote40anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote40sym" title="sdendnote40anc"><sup>40</sup></a></font></sup> mit der Dokumentation der Gr&uuml;ndungserkl&auml;rung der DKP von 1968 gelistet. </p>
<p> Solche Ergebnisse machen deutlich, da&szlig; wir nicht allein aus der Zahl der Suchergebnisse und anderer Ann&auml;herungen direkt auf den Grad der Etablierung solcher Parteiseiten im Internet schlie&szlig;en k&ouml;nnen. Nat&uuml;rlich erregt eine Partei, deren Positionen polarisieren, eher Widerspruch und damit Resonanz als eine Partei, deren Argumentation von einem gro&szlig;en Teil des gesellschaftlichen Konsens geteilt werden kann. Fr&uuml;here Diskussionen um einen &bdquo;&ouml;kofaschistischen&ldquo; Charakter der &Ouml;DP finden in den Suchergebnissen nur noch marginalen Niederschlag, w&auml;hrend die staatliche Auseinandersetzung mit &bdquo;linksextremen&ldquo; Parteien sich auch in zahlreichen Internet-Seiten ausdr&uuml;ckt, wie wir am Beispiel der DKP und des Verfassungsschutzes gesehen haben. </p>
<p>Zusammenfassend k&ouml;nnen wir feststellen, da&szlig; sich trotz gro&szlig;er Hoffnungen und offensichtlich gro&szlig;em Engagement die Erfolge der Internet-Arbeit der kleinen Parteien generell bescheiden ausnehmen. Eine teilweise erhoffte, teilweise bef&uuml;rchtete generelle Aufwertung der kleinen Parteien in der politischen Landschaft der Bundesrepublik ist bislang nicht festzustellen. Zu fragen bleibt nun, welche Perspektiven sich aus der Nutzung des Internet f&uuml;r die kleinen Parteien in der Zukunft ergeben. Einen besonderen Blick verdient in diesem Zusammenhang die Internet-Pr&auml;senz rechtsextremistischer Parteien. </p>
<p><strong>IV. Perspektiven der Internet-Arbeit kleiner Parteien</p>
<p>IV. 1. Gefahren durch die Internet-Pr&auml;senz rechtsextremistischer Parteien <br /></strong><br />Regelm&auml;&szlig;ig stehen die Internet-Angebote der rechtsextremistischen Parteien &ndash; bspw. NPD, DVU u.a. &ndash; im Mittelpunkt des &ouml;ffentlichen Interesses. Dabei bezieht sich die Rezeption der rechtsextremistischen Angebote meist nicht auf konkrete einzelne Aussagen bestimmter Parteien, sondern auf die Gesamtheit von Internet-Angeboten, in denen rechtsextreme und rassistische Inhalte verbreitet werden. Hierbei wird meist nicht unterschieden zwischen offensichtlich illegalen Angeboten wie &bdquo;Hammerskins&ldquo; u.a. und Internet-Seiten von Parteien, die in der Bundesrepublik bislang legal arbeiten k&ouml;nnen. F&uuml;r so genannte &bdquo;Offliner&ldquo;, d.h. f&uuml;r Menschen, die keinen Online-Zugang nutzen, sind extremistische, insbesondere rechtsextremistische, Inhalte einer der wichtigsten Gr&uuml;nde, das Internet bzw. die eigene Beteiligung daran abzulehnen. Nach der Ablehnung pornographischer Inhalte und der Bef&uuml;rchtung einer Verletzung des Datenschutzes (&bdquo;Andere k&ouml;nnten Zugriff auf pers&ouml;nliche Daten erhalten&ldquo;; &bdquo;Andere k&ouml;nnen sehen, was ich Internet mache&ldquo;) ist die Aussage &bdquo;Verbreitung extremer politischer Inhalte ist gef&auml;hrlich&ldquo; mit 44 Prozent eine der wichtigsten Aussagen in diesem Zusammenhang<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote41anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote41sym" title="sdendnote41anc"><sup>41</sup></a></font></sup>. </p>
<p> Gerade in den vergangenen Wochen lenkte das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) mit Warnungen vor der Zunahme rechtsextremistischer Internet-Angebote die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit auf die Homepages rechter Parteien und Str&ouml;mungen. Eine internationale Tagung &bdquo;Verbreitung von Hass im Internet&ldquo; in Berlin diskutierte im Juni 2000 M&ouml;glichkeiten, rechtsradikale Propaganda im Internet einzuschr&auml;nken und die strafrechtliche Verfolgung zu verbessern<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote42anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote42sym" title="sdendnote42anc"><sup>42</sup></a></font></sup>. </p>
<p> In einer bislang nur online publizierten Brosch&uuml;re warnt das BfV in scharfen Worten vor der rechtsradikalen Gefahr: &bdquo;Eine wesentliche Gefahr ist darin zu sehen, dass die neuen Medien es sogar erm&ouml;glichen, sich &#8211; insbesondere unter Zuhilfenahme von Verschl&uuml;sselungs- und Anonymisierungstechniken &#8211; der &Uuml;berwachung durch die Sicherheitsbeh&ouml;rden teilweise zu entziehen. Dar&uuml;ber hinaus verf&uuml;gen Rechtsextremisten mit dem Internet &uuml;ber ganz neue M&ouml;glichkeiten, Personen au&szlig;erhalb ihres engen Umfeldes anzusprechen, die sie auf der Stra&szlig;e mit ihren Flugbl&auml;ttern oder Publikationen nie erreichen w&uuml;rden. Nat&uuml;rlich kann man nicht unmittelbar feststellen, wer sich beim Surfen im Netz aus Neugier oder aus Zufall auch mal extremistische Seiten ansieht und dabei infiziert. Konkrete Auswirkungen, wie beispielsweise ein Anstieg des extremistischen Mitgliederpotentials, lassen sich allenfalls mittel- bis langfristig messen. Allerdings wissen wir z.B. in Einzelf&auml;llen, dass rechtsextremistische Parteien &uuml;ber ihren Web-Auftritt einige neue Mitglieder gewinnen konnten.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote43anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote43sym" title="sdendnote43anc"><sup>43</sup></a></font></sup></p>
<p> Als staatliche Beh&ouml;rde orientiert das BfV in erster Linie auf staatliche repressive Ma&szlig;nahmen zur Unterdr&uuml;ckung rechtsextremer Propaganda und bedauert daher, da&szlig; solche Ma&szlig;nahmen im Internet aufgrund der internationalen und anarchischen Struktur nur schwer umsetzbar sind. Nach einer W&uuml;rdigung der technischen M&ouml;glichkeiten des Internet, das als &bdquo;das Medium des Kommunikationszeitalters&ldquo; beschrieben wird, erkl&auml;rt das BfV: </p>
<p>&bdquo;Allerdings sind mit dieser positiven Entwicklung auch weniger erfreuliche Begleiterscheinungen verbunden. Das weltweite Datennetz ist ein Bereich, in dem die Einstellung strafbarer Inhalte durch nationale Gesetze nicht effizient verhindert oder geahndet werden kann, was einen nahezu unkontrollierbaren Informationsfluss erm&ouml;glicht.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote44anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote44sym" title="sdendnote44anc"><sup>44</sup></a></font></sup></p>
<p> Die hier vom Verfassungsschutz beklagte praktische Unkontrollierbarkeit des Informationsflusses im Internet wird von anderen Organisationen, auch von in der Bek&auml;mpfung rechtsextremer Umtriebe engagierten Verb&auml;nden, gerade als Vorteil des Mediums angesehen, so von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA): </p>
<p>&bdquo;Durch die Struktur des Internets gibt es niemanden, der dies kontrollieren oder darauf Einflu&szlig; nehmen k&ouml;nnte. Damit wird der demokratische und unzensierte Austausch von Informationen, Gedanken und Meinungen gef&ouml;rdert, auch f&uuml;r die, die dies &uuml;ber die herk&ouml;mmlichen Medien wie Funk, Fernsehen und Printmedien nicht k&ouml;nnen.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote45anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote45sym" title="sdendnote45anc"><sup>45</sup></a></font></sup></p>
<p> Die Organisation warnt ausdr&uuml;cklich vor untauglichen Versuchen, mit Mitteln der Zensur die rechtsextreme Propaganda im Internet zu bek&auml;mpfen: &bdquo;Eine wirkungsvolle Kontrolle im Sinne der in der &Ouml;ffentlichkeit gef&uuml;hrten Diskussion w&uuml;rde das Internet abschaffen.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote46anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote46sym" title="sdendnote46anc"><sup>46</sup></a></font></sup> Als konkrete Ma&szlig;nahmen gegen rechtsextreme Internet-Angebote bietet die VVN-BdA insbesondere die Erschwerung der technischen Bedingungen an, insbesondere durch Druck auf die Anbieter von Internet-Dienstleistungen wie AOL u.a., rechtsextreme und rassistische Inhalte nicht zuzulassen. Die Organisation unterstreicht in diesem Zusammenhang entsprechende Bestimmungen in den Gesch&auml;ftsbedingungen zahlreicher Provider, die rassistische, antisemitische u.&auml;. Inhalte ausdr&uuml;cklich ausschlie&szlig;en. Dar&uuml;berhinaus spricht sich die VVN-BdA f&uuml;r eine offensive Auseinandersetzung mit rechter Propaganda im Internet aus: </p>
<p>&bdquo;Wir Antifaschisten und Demokraten haben die besseren Argumente. Wir brauchen uns deshalb vor Diskussionen nicht f&uuml;rchten. Wir m&uuml;ssen uns inhaltlich mit der Nazi-Propaganda in all ihren Variationen auseinandersetzen und unsere Positionen vertreten. Das Internet bietet daf&uuml;r neue M&ouml;glichkeiten, die von uns noch kaum genutzt werden. Wir haben mit dem Internet die Chance, die rechte Szene zu beobachten, die Inhalte der Seiten zu dokumentieren und zu kommentieren und vor allem die Netze mit unseren Inhalten und Positionen zu versorgen. Gerade das Internet mit seiner M&ouml;glichkeit der weltweiten Kommunikation kann dazu dienen, beschr&auml;nkten Nationalismus und Rassismus zu &uuml;berwinden. Oberstes Ziel unserer Arbeit mu&szlig; es deshalb sein, der Nazipropaganda &#8211; genauso wie im Buchladen, bei Veranstaltungen oder auf der Stra&szlig;e &#8211; im Internet entgegenzutreten: durch Argumente, durch Isolieren der Verbreiter dieser Propaganda und durch Verbote/strafrechtliche Verfolgung dort, wo es juristisch m&ouml;glich und politisch angebracht ist. Dieser Kampf wird eine st&auml;ndige Aufgabe sein, solange es Rassismus, Nationalismus und Faschismus gibt. Aber wir d&uuml;rfen den Kampf gegen die Nazipropaganda nicht instrumentalisieren lassen f&uuml;r den gro&szlig;en Schlag mit der Zensurkeule gegen das Internet. Denn die trifft dann auch das, was das Wesen des Internets ausmacht: die weltweite ungehinderte Kommunikation von Menschen aus allen L&auml;ndern der Welt miteinander.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote47anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote47sym" title="sdendnote47anc"><sup>47</sup></a></font></sup></p>
<p> Wie die Mehrzahl der Parteien sind auch s&auml;mtliche nennenswerten als rechtsextrem eingestuften Parteien der Bundesrepublik Deutschland im Internet vertreten. Das BfV weist insbesondere auf die Internet-Angebote der DVU, der NPD und der &bdquo;Republikaner&ldquo; hin. Zum Internet-Angebot der NPD hei&szlig;t es in der bereits oben zitierten Online-Brosch&uuml;re: </p>
<p>&bdquo;Seit Februar 1997 ist die NPD mit einer eigenen Domain im Internet pr&auml;sent. &Uuml;ber diese sind alle Homepages der NPD sowie der NPD nahestehender Organisationen durch Links erreichbar. Eingerichtet wurde die Domain &#8211; wie es auf der Einf&uuml;hrungsseite der Homepage hei&szlig;t -, um &quot;ausf&uuml;hrlich &uuml;ber das Geschehen in Deutschland aus Sicht der nationalen Deutschen&quot; zu informieren. Damit unternimmt die NPD einen weiteren Versuch, die Selbstdarstellung der Partei in den neuen Medien zu verbessern und sich gegen erneute Ma&szlig;nahmen der Serviceanbieter abzusichern. (&#8230;) Neben der quantitativen Steigerung des Angebots ist auch eine deutliche qualitative Verbesserung der Pr&auml;sentation sowie ein hoher Aktualit&auml;tsgrad festzustellen. So wurden schon im Verlauf einer Gro&szlig;demonstration der NPD am 1. Mai 1998 in Leipzig Photos der Kundgebung in die Homepage eingebunden. W&auml;hrend des Bundestagswahlkampfes im Herbst 1998 enthielten die Internet-Seiten Fernsehwerbespots der NPD als Videosequenzen.&ldquo;<sup><font face="Times New Roman, serif"><a name="sdendnote48anc" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote48sym" title="sdendnote48anc"><sup>48</sup></a></font></sup></p>
<p> Das gro&szlig;e &ouml;ffentliche Interesse an den Internet-Angeboten der rechtsextremen Parteien basiert zun&auml;chst auf dem gleichen Effekt, der auch die breite Medienberichterstattung &uuml;ber rechtsextreme Aufm&auml;rsche hervorbringt, n&auml;mlich im positiven Fall auf einer spontanen Abwehr, im negativen Fall auf der mit solchen Provokationen verbundenen &bdquo;Sensation&ldquo;, auf der &bdquo;Nachricht&ldquo;, die damit den Rechtsextremisten ungewollt eine Plattform in den &ouml;ffentlichen Medien bietet. Im Falle der rechtsextremen Internet-Angebote kommen noch in erster Linie die angenommenen, bef&uuml;rchteten und m.E. &uuml;bersch&auml;tzten M&ouml;glichkeiten der kleinen Parteien durch die Nutzung des Internet hinzu, wie auch das BfV im oben zitierten Abschnitt vor der Anwerbung zuf&auml;lliger Rezipienten rechtsextremer Internet-Angebote warnt. </p>
<p>Wir haben in den vorhergehenden Abschnitten gesehen, da&szlig; sich die Erwartung besonders gro&szlig;er Publizit&auml;t im Internet bei n&auml;herer Betrachtung relativieren. Das bedeutet nicht, da&szlig; die vom BfV gesehene Gefahr nicht tats&auml;chlich bestehen w&uuml;rde, so wie bei allen kleinen Parteien die Hoffnung auf Mitgliedergewinnung eines der Hauptmotive f&uuml;r ihre Pr&auml;senz im Internet ist. Diese Gefahr besteht aber nicht nur im Internet und insgesamt so lange, wie nicht konsequent alle M&ouml;glichkeiten der Organisationsverbote u.&auml;. Ma&szlig;nahmen gegen die rechtsextremen Parteien angewandt werden. Die oben erw&auml;hnte ungewollte Werbung f&uuml;r die Rechtsextremisten durch die breite Berichterstattung &uuml;ber NPD-Aufm&auml;rsche u.&auml;. hat m&ouml;glicherweise den selben oder noch einen gr&ouml;&szlig;eren Effekt wie eine professionell gestaltete Internet-Homepage. </p>
<p>Hingegen besteht bei offenkundig illegalen Internet-Seiten, die durch ihre Gesetzwidrigkeit bspw. keine Postanschriften und Termine &ouml;ffentlicher Treffen ver&ouml;ffentlichen k&ouml;nnen, die deutlich geringere Gefahr, als Einstieg zu organisierter rechtsextremer Bet&auml;tigung dienen zu k&ouml;nnen, auch wenn sie evtl. auf neugieriges Interesse gerader j&uuml;ngerer Internet-Nutzer sto&szlig;en m&ouml;gen. Solange es der NPD und anderen rechtsextremen Organisationen aufgrund des Parteienstatus aber m&ouml;glich bleibt, mittels Aufm&auml;rschen und anderer provokativer Aktivit&auml;ten Aktionismus zu demonstrieren und damit den &bdquo;Kameraden&ldquo; Erlebnisse und sich selbst &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen, wird es auch kaum m&ouml;glich sein, mit rechtlichen Mitteln gegen die Internet-Angebote der Parteien vorzugehen. Vor dem Hintergrund technischer Schwierigkeiten ist es ohnehin als fragw&uuml;rdig zu betrachten, ob durchgreifende Erfolge gegen rechtsextremistische Propaganda im Internet auf repressivem Wege m&ouml;glich sein werden. </p>
<p>Es bleibt die Alternative der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Rechtsextremisten und die &Auml;chtung der von ihnen verbreiteten rassistischen Positionen. Ebenso, wie die Internet-Pr&auml;senz der kleinen und gro&szlig;en Parteien eine Spiegelung der realen Parteienlandschaft darstellt, so wird die Auseinandersetzung mit rechtsextremer Propaganda im Internet nur eine Spiegelung real vor sich gehender Auseinandersetzungen sein k&ouml;nnen. Das Medium Internet ist per se ebensowenig rechtsextremistisch und rassistisch, wie es per se pornographisch ist. Die Auseinandersetzung mit neofaschistischer und rassistischer Ideologie bleibt eine gesellschaftliche Aufgabe, ob mit oder ohne Internet. </p>
<p><strong>IV. 2. Allgemeine Perspektiven der Internet-Arbeit kleiner Parteien</strong></p>
<p>Das Internet w&auml;chst und wird zunehmend zu einem Medium des Alltagslebens. Zumindest in den Industriestaaten Nordamerikas und Europas wird das Internet in einigen Jahren ein allgemein akzeptierter Bestandteil der &ouml;ffentlichen Kommunikation sein und sich damit neben Rundfunk, Fernsehen und Presse in die Reihe der Massenmedien einreihen. Gleichzeitig wird es als Arbeitsmittel an Bedeutung gewinnen und sich neben dem Telefon, dem Faxger&auml;t und &auml;hnlichen Kommunikationsmitteln eingruppieren. Der Reiz des Neuen wird zunehmend von der Normalit&auml;t und Selbstverst&auml;ndlichkeit des Einsatzes von Online-Medien abgel&ouml;st werden. </p>
<p>In diesem Zusammenhang wird die Faszination f&uuml;r das Medium Internet als solches bei der Mehrheit der AnwenderInnen an Bedeutung verlieren, so wie auch die Begeisterung f&uuml;r den Rundfunk in den 20er und 30er Jahren oder f&uuml;r das Fernsehen in den 50er Jahren einer selbstverst&auml;ndlichen Anwendung der Medien gewichen ist. Inhalte werden dann nicht mehr deshalb wichtig, modern oder spannend sein, weil sie &uuml;ber das Medium Internet transportiert werden, sondern nur dann, wenn sie es aus ihrem eigenen Inhalt heraus sind. </p>
<p>Das Medium Internet wird sich in der Gesamtbetrachtung deshalb zunehmend zu einem realit&auml;tsnahen Spiegelbild der gesellschaftlichen Bedingungen, des gesellschaftlichen Diskurses entwickeln. Der Unterschied gegen&uuml;ber Rundfunk und Fernsehen wird bleiben, da&szlig; die Kosten f&uuml;r die aktive Nutzung des Internet als Anbieter gering sind und Aktivit&auml;ten nicht an fehlenden Rundfunk-Frequenzen und Fernseh-Kan&auml;len bzw. restriktiven Lizensierungsbedingungen scheitern. Dieser Unterschied erm&ouml;glicht kleinen Gruppen der Gesellschaft, die von der aktiven Nutzung von Rundfunk und Fernsehen &ndash; mit Ausnahme der Nutzung der &bdquo;Offenen Kan&auml;le&ldquo; die in ihrer wilden Heterogenit&auml;t und der meist mangelhaften Technik f&uuml;r den Konsumenten wenig attraktiv sind &ndash; ausgeschlossen sind, ihre Positionen mit Hilfe des Internet darzustellen. Die &ouml;ffentliche Rezeption dieser angebotenen Inhalte wird sich aber nicht wesentlich von der Rezeption &uuml;ber andere, traditionelle Medien &ndash; in diesem Falle bspw. Flugbl&auml;tter, Zeitungen und Plakate &ndash; unterscheiden. </p>
<p>Im Falle der kleinen Parteien bedeutet dies, da&szlig; sie nicht darauf rechnen k&ouml;nnen, allein &uuml;ber ihre Internet-Angebote zu einer bedeutend gr&ouml;&szlig;eren Rolle in der Parteienlandschaft gelangen zu k&ouml;nnen. Insbesondere sehe ich keine Perspektive f&uuml;r Parteien, die sich zentral &uuml;ber das Internet definieren, wie dies der Fall bei der Partei &bdquo;Die Digitalen&ldquo; ist. Die Internet-Angebote kleiner Parteien werden dann genutzt werden, wenn sie &uuml;ber die angebotenen Inhalte einen wichtigen Beitrag zur politischen Diskussion leisten k&ouml;nnen und daraufhin von Dritten &ndash; bspw. Fernsehmagazine, Zeitschriften oder News-Portale im Internet &ndash; erw&auml;hnt bzw. empfohlen werden. Voraussetzung hierf&uuml;r ist eine tagesaktuelle und professionelle Betreuung der Angebote ohne die Garantie, da&szlig; eine solche Empfehlung durch Dritte tats&auml;chlich erfolgen wird. </p>
<p>Diese skeptisch einzusch&auml;tzende Perspektive bedeutet aber nat&uuml;rlich nicht, da&szlig; es sich f&uuml;r die kleinen Parteien nicht lohnt, das Internet zu nutzen. Gerade vor dem Hintergrund der Schnelligkeit und der geringen Kosten bieten Internet-Dienste wie e-mails den Parteien eine kosteng&uuml;nstige Alternative oder Erg&auml;nzung zur herk&ouml;mmlichen internen Kommunikation &uuml;ber Briefe oder Mitgliederzeitschriften. Au&szlig;erdem stellen die Homepages virtuelle Infost&auml;nde dar, die auch von Orten aus &bdquo;besucht&ldquo; werden k&ouml;nnen, an denen die jeweilige Partei keine Strukturen besitzt und deshalb dort auch nicht auf Stra&szlig;en oder Marktpl&auml;tzen mit Informationsangeboten pr&auml;sent sein wird. </p>
<p>Die in das Internet gesetzten Hoffnungen enden aber dort, wo der Schritt von der virtuellen Rezeption des Internet-Angebotes zur realen politischen Auseinandersetzung, zur realen Mitarbeit in der jeweiligen Partei gemacht werden soll. Selbst wenn ein Nutzer &uuml;ber die Rezeption des Internet-Angebotes von den Zielen der Partei &uuml;berzeugt worden sein sollte und bspw. &uuml;ber ein auf der Homepage angebotenes Formular seinen Beitritt zur Partei erkl&auml;rt, steht die Partei nun vor der Schwierigkeit, das neue Mitglied in irgendeiner Form in die Parteiarbeit einzubeziehen. Ein Einzelmitglied an einem Ort wird wohl kaum gr&ouml;&szlig;ere Ausstrahlungskraft auf potenzielle weitere Mitglieder haben. Eine &bdquo;Karteileiche&ldquo; wird aber sicherlich nicht die St&auml;rkung sein, die sich die kleinen Parteien von ihrer Internet-Arbeit versprochen haben. </p>
<p>Das Internet erleichtert die Beschaffung von Informationen &uuml;ber politische Angebote, die in den traditionellen Medien aufgrund bspw. ihrer vermeintlichen Bedeutungslosigkeit nicht verbreitet werden. Diese M&ouml;glichkeit gab es auch bisher schon, bspw. &uuml;ber das Schreiben eines Briefes an die jeweilige Parteizentrale, allerdings wird die Nutzung dieser Informationsangebote durch das Wegfallen von gewissen Schwierigkeiten &ndash; keine Briefmarke zur Hand, der Weg zum Briefkasten,&#8230; &ndash; zunehmen. Dabei bleiben aber im Wesentlichen die quantitativen Relationen gewahrt. Von gro&szlig;en Parteien werden ebenso in gr&ouml;&szlig;erem Umfang Positionspapier und Hintergrundinformationen abgefordert wie von kleinen Parteien. Die zahlenm&auml;&szlig;ig gr&ouml;&szlig;ere Rezeption von Positionen kleiner Parteien f&uuml;hrt in absehbarer Zeit nicht zu einer deutlich gr&ouml;&szlig;eren Rolle der Kleinparteien im Parteienwettstreit der Bundesrepublik. </p>
<p><strong>V. Abk&uuml;rzungen &amp; Internet-Adressen</strong></p>
<p>BFB &#8211; Bund Freier B&uuml;rger &#8211; Offensive f&uuml;r Deutschland <br />BfV &#8211; Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (www.verfassungsschutz.de) <br />BRSD &#8211; Bund der Religi&ouml;sen Sozialisten Deutschlands (www.brsd.de) <br />CDU &#8211; Christlich-Demokratische Union Deutschlands (www.cdu.de) <br />CSU &#8211; Christlich-Soziale Union in Bayern (www.csu.de) <br />DKP &#8211; Deutsche Kommunistische Partei (www.dkp.de) <br />DVU &#8211; Deutsche Volksunion (www.dvu.net) <br />FDP &#8211; Freie Demokratische Partei (www.liberale.de) <br />HP &#8211; Humanistische Partei (www.neuer-humanismus.de) <br />KPD &#8211; Kommunistische Partei Deutschlands (www.kpd.net) <br />LD &#8211; Liberale Demokraten (home.t-online.de/home/liberale.demokraten) <br />NPD &#8211; Nationaldemokratische Partei Deutschlands (www.npd.net) <br />&Ouml;DP &#8211; &Ouml;kologisch-Demokratische Partei (www.oedp.de) <br />PBC &#8211; Partei Bibeltreuer Christen (www.pbc.de) <br />PDS &#8211; Partei des Demokratischen Sozialismus (www.pds-online.de) <br />SPD &#8211; Sozialdemokratische Partei Deutschlands (www.spd.de) <br />VVN-BdA &#8211; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes &#8211; Bund der Antifaschisten (www.vvn-bda.de) </p>
<p><strong>VI. Danksagung</strong></p>
<p>  F&uuml;r die freundliche Unterst&uuml;tzung bei der Arbeit an dieser Untersuchung m&ouml;chte ich mich bedanken bei:  </p>
<ul>
<li>Herrn Michael Hell, Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der &Ouml;DP</li>
<li>Herrn Thorge Huter, Die Digitalen</li>
<li>Herrn Luz Jahnen, Humanistische Partei</li>
<li>Herrn Frank Klein, Internetbeauftragter der Statt Partei</li>
<li>Herrn Siegfried Klugmann, Webmaster Die Grauen &#8211; Landesverband Niedersachsen</li>
<li>Frau Erika Lohe, Landesvorsitzende der Grauen in Niedersachsen</li>
<li>Herrn Tim L&uuml;ttgens, Webmaster PBC</li>
<li>Herrn Markus &#8230;, KPD</li>
<li>Herrn Markus Rupprecht, Internet-Administrator der Bundesgesch&auml;ftsstelle der &Ouml;DP</li>
<li>Herrn oder Frau M. Nauerth, BRSD</li>
<li>Frau Dr. Gabriele Safai, Bundesvorsitzende der Liberalen Demokraten</li>
<li>Herrn Dieter Vogel, Webmaster der DKP</li>
</ul>
<p><strong>Fu&szlig;noten</strong></p>
<div id="sdfootnote1"> 	<a name="sdfootnote1sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdfootnote1anc" title="sdfootnote1sym">*</a> Diese Summe ergibt sich aus dem f&uuml;r 2000 geplanten Jahresetat von 10.000,- DM abzgl. Aufwendungen von 5.000,- DM f&uuml;r den Erwerb einer Datenbank-Lizenz </div>
<div id="sdfootnote2"> 	<a name="sdfootnote2sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdfootnote2anc" title="sdfootnote2sym">*</a> 	Die aus Platzgr&uuml;nden abgek&uuml;rzte URL lautet http://home.t-online.de/home/liberale.demokraten/ </div>
<div id="sdfootnote3"> 	<a name="sdfootnote3sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdfootnote3anc" title="sdfootnote3sym">*</a> Als Meta-Suchmaschine wird ein Suchprogramm im Internet bezeichnet, das eine Suchanfrage parallel &uuml;ber verschiedene origin&auml;re Suchmaschinen laufen l&auml;&szlig;t und anschlie&szlig;end die Ergebnisse geb&uuml;ndelt ausgibt. Bei den hier beschriebenen Suchanfragen wurde alle angebotenen Suchmaschinen aktiviert, nicht jedoch die Suche &uuml;ber internationale Meta-Suchmaschinen. </div>
<div id="sdendnote1"> 	<a name="sdendnote1sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote1anc" title="sdendnote1sym">1</a> ARD/ZDF Online Studie 1999, zitiert nach: Online-Nutzung in Deutschland &ndash; Fast schon Alltagsmedium, in:&bdquo;messaGe&ldquo; Nr. 2/1999, S. 118 </div>
<div id="sdendnote2"> 	<a name="sdendnote2sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote2anc" title="sdendnote2sym">2</a> 	vgl. ARD/ZDF Online Studie 1999, a.a.O., S. 120 </div>
<div id="sdendnote3"> 	<a name="sdendnote3sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote3anc" title="sdendnote3sym">3</a> 	ebenda </div>
<div id="sdendnote4"> 	<a name="sdendnote4sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote4anc" title="sdendnote4sym">4</a> vgl. Stephan Eisel: Internet und Politik &#8211; Fakten und Hinweise &#8211; in: ders./Mechthild Scholl (Hrsg.): Internet und Politik, Interne Studie Nr. 164/1998 der Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin 1998, S. 11. Hierbei ist darauf hinzuweisen, da&szlig; die von Eisel als Quelle der Untersuchung angegebene URL nicht mehr existiert </div>
<div id="sdendnote5"> 	<a name="sdendnote5sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote5anc" title="sdendnote5sym">5</a> 	Stephan Eise.: Internet und Politik &#8211; Fakten und Hinweise -; a.a.O., S. 16 </div>
<div id="sdendnote6"> 	<a name="sdendnote6sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote6anc" title="sdendnote6sym">6</a> 	Friedrich-Ebert-Stiftung: Wahlen im Internet; http://www.fes.de/election/wahlen98/wahlen98_11.htm; geladen am 27. 	Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote7"> 	<a name="sdendnote7sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote7anc" title="sdendnote7sym">7</a> vgl. Bj&ouml;rn Hinrichs: Diplomarbeit PR im Internet &ndash; Neue M&ouml;glichkeiten der Public Relations? &#8211; Erfolgsmessung; http://www.netzmedium.de/diplomarbeit/erfolgsmessung-s103.htm; geladen am 26. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote8"> 	<a name="sdendnote8sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote8anc" title="sdendnote8sym">8</a> 	ebenda </div>
<div id="sdendnote9"> 	<a name="sdendnote9sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote9anc" title="sdendnote9sym">9</a> Bj&ouml;rn Hinrichs: Diplomarbeit PR im Internet &ndash; Neue M&ouml;glichkeiten der Public Relations? &#8211; Nutzungspr&auml;ferenzen; http://www.netzmedium.de/diplomarbeit/nutzung-medien-s33.htm; download am 26. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote10"> 	<a name="sdendnote10sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote10anc" title="sdendnote10sym">10</a> 	ebenda </div>
<div id="sdendnote11"> 	<a name="sdendnote11sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote11anc" title="sdendnote11sym">11</a> 	ebenda </div>
<div id="sdendnote12"> 	<a name="sdendnote12sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote12anc" title="sdendnote12sym">12</a> 	e-mail von geschaeftsstelle@oedp.de vom 8. Juni 2000 an den Autor </div>
<div id="sdendnote13"> 	<a name="sdendnote13sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote13anc" title="sdendnote13sym">13</a> Dirk van den Boom: Klein aber oho &#8211; &bdquo;Splitterparteien&ldquo; im Internet, http://www.politik-digital.de/netzpolitik/weboffensive/splitterparteien.shtml; abgerufen am 17. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote14"> 	<a name="sdendnote14sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote14anc" title="sdendnote14sym">14</a> 	ebenda </div>
<div id="sdendnote15"> 	<a name="sdendnote15sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote15anc" title="sdendnote15sym">15</a> 	e-mail von liberale.demokraten@t-online.de vom 29. Mai 2000 an den Autor </div>
<div id="sdendnote16"> 	<a name="sdendnote16sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote16anc" title="sdendnote16sym">16</a> 	Ein Beispiel f&uuml;r solch eine Gruppe ist die &bdquo;Kommunistische Programmpartei&ldquo; (KPP) &ndash; http://www.aksios.de/kpp/  	 </div>
<div id="sdendnote17"> 	<a name="sdendnote17sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote17anc" title="sdendnote17sym">17</a> 	Ein Beispiel hierf&uuml;r sind &bdquo;Die Digitalen&ldquo; &ndash; http://www.digitalen.de/ </div>
<div id="sdendnote18"> 	<a name="sdendnote18sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote18anc" title="sdendnote18sym">18</a> 	Die Angaben entsprechen den von den Parteien in ihren Antworten auf meine Anfrage genannten Zahlen </div>
<div id="sdendnote19"> 	<a name="sdendnote19sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote19anc" title="sdendnote19sym">19</a> 	http://www.unsere-zeit.de/ </div>
<div id="sdendnote20"> 	<a name="sdendnote20sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote20anc" title="sdendnote20sym">20</a> 	http://www.oedp.de/; abgerufen am 18. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote21"> 	<a name="sdendnote21sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote21anc" title="sdendnote21sym">21</a> 	http://www.dkp.de/; abgerufen am 18. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote22"> 	<a name="sdendnote22sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote22anc" title="sdendnote22sym">22</a> 	http://www.dkp.de/; abgerufen mehrfach am 2.-4. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote23"> 	<a name="sdendnote23sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote23anc" title="sdendnote23sym">23</a> 	http://www.neuer-humanismus.de/HP/Hpindex.htm; abgerufen am 18. Juni 	2000 </div>
<div id="sdendnote24"> 	<a name="sdendnote24sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote24anc" title="sdendnote24sym">24</a> 	e-mail von geschaeftsstelle@oedp.de vom 8. Juni 2000 an den Autor </div>
<div id="sdendnote25"> 	<a name="sdendnote25sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote25anc" title="sdendnote25sym">25</a> 	e-mail von geschaeftsstelle@oedp.de vom 31. Mai 2000 an den Autor </div>
<div id="sdendnote26"> 	<a name="sdendnote26sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote26anc" title="sdendnote26sym">26</a> 	ebenda </div>
<div id="sdendnote27"> 	<a name="sdendnote27sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote27anc" title="sdendnote27sym">27</a> 	ebenda </div>
<div id="sdendnote28"> 	<a name="sdendnote28sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote28anc" title="sdendnote28sym">28</a> 	e-mail von liberale.demokraten@t-online.de vom 29. Mai 2000 an den 	Autor </div>
<div id="sdendnote29"> 	<a name="sdendnote29sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote29anc" title="sdendnote29sym">29</a> 	e-mail von geschaeftsstelle@oedp.de vom 31. Mai 2000 an den Autor </div>
<div id="sdendnote30"> 	<a name="sdendnote30sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote30anc" title="sdendnote30sym">30</a> 	http://www.pbc.de/; abgerufen am 27. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote31"> 	<a name="sdendnote31sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote31anc" title="sdendnote31sym">31</a> 	http://www.dkp-hamburg.de/links/links-dkp.htm; download am 20. Juni 	2000 </div>
<div id="sdendnote32"> 	<a name="sdendnote32sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote32anc" title="sdendnote32sym">32</a> Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz: Extremistische Bestrebungen im Internet, Januar 1999, S. 25. Als Online-Brosch&uuml;re downgeloadet von http://www.verfassungsschutz.de/ am 19. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote33"> 	<a name="sdendnote33sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote33anc" title="sdendnote33sym">33</a> 	http://www.statistik-bund.de/wahlen/anschr/part.htm; abgerufen am 18. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote34"> 	<a name="sdendnote34sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote34anc" title="sdendnote34sym">34</a> 	http://home.t-online.de/home/KPD-Roter-Morgen/ </div>
<div id="sdendnote35"> 	<a name="sdendnote35sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote35anc" title="sdendnote35sym">35</a> 	Dirk van den Boom, a.a.O. </div>
<div id="sdendnote36"> 	<a name="sdendnote36sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote36anc" title="sdendnote36sym">36</a> 	http://meta.rrzn.uni-hannover.de/ </div>
<div id="sdendnote37"> 	<a name="sdendnote37sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote37anc" title="sdendnote37sym">37</a> 	Suche vom 19. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote38"> 	<a name="sdendnote38sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote38anc" title="sdendnote38sym">38</a> 	http://laputa.de/republic/OeDP.html </div>
<div id="sdendnote39"> 	<a name="sdendnote39sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote39anc" title="sdendnote39sym">39</a> 	http://www.freiburg.de/intern/rathaus/gemeinderat/fraktionen/oedp.htm </div>
<div id="sdendnote40"> 	<a name="sdendnote40sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote40anc" title="sdendnote40sym">40</a> 	http://trend.partisan.net/ </div>
<div id="sdendnote41"> 	<a name="sdendnote41sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote41anc" title="sdendnote41sym">41</a> 	ARD/ZDF Online Studie 1999, a.a.O., S. 123 </div>
<div id="sdendnote42"> 	<a name="sdendnote42sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote42anc" title="sdendnote42sym">42</a> 	vgl. &bdquo;Neues Deutschland&ldquo;, 29. Juni 2000, S. 3 </div>
<div id="sdendnote43"> 	<a name="sdendnote43sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote43anc" title="sdendnote43sym">43</a> Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz: Rechtsextremistische Bestrebungen im Internet; http://www.verfassungsschutz.de/publikationen/gesamt/page01.html; abgerufen am 29. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote44"> 	<a name="sdendnote44sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote44anc" title="sdendnote44sym">44</a> 	ebenda </div>
<div id="sdendnote45"> 	<a name="sdendnote45sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote45anc" title="sdendnote45sym">45</a> Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes &#8211; Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Kreisvereinigung N&uuml;rnberg: Thesen zur Auseinandersetzung mit der braunen Propaganda im Internet, 1996; online ver&ouml;ffentlicht unter http://www.vvn-bda.de/; abgerufen am 29. Juni 2000 </div>
<div id="sdendnote46"> 	<a name="sdendnote46sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote46anc" title="sdendnote46sym">46</a> 	ebenda </div>
<div id="sdendnote47"> 	<a name="sdendnote47sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote47anc" title="sdendnote47sym">47</a> 	ebenda </div>
<div id="sdendnote48"> 	<a name="sdendnote48sym" href="https://www.andre-scheer.de/andere_themen/kleine_parteien_im_internet.php#sdendnote48anc" title="sdendnote48sym">48</a> 	Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz: Rechtsextremistische Bestrebungen im Internet, a.a.O. </div>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
