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	<title>Berliner Welle &#8211; André Scheer</title>
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	<description>Ein Hamburger in Berlin</description>
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	<title>Berliner Welle &#8211; André Scheer</title>
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	<item>
		<title>»Don’t fence me in«</title>
		<link>https://www.andre-scheer.de/dont-fence-me-in/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2020 17:44:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Radiogeschichte(n)]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Welle]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
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					<description><![CDATA[In den 1960er Jahren strahlte der Rundfunk der DDR zwei Programme aus, die sich auch an Hörer im Westen wandten:[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den 1960er Jahren strahlte der Rundfunk der DDR zwei Programme aus, die sich auch an Hörer im Westen wandten: das des <em>Deutschlandsenders</em> und das der <em>Berliner Welle</em>. Die letztere war – wie es in einer offiziellen Selbstdarstellung hieß – »mit ihrem Sendeanliegen vor allem an die Bürger in Westberlin« gerichtet, mit Themen »die den politischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Belangen der besonderen politischen Einheit Westberlin entsprechen«.<span id="more-4581"></span></p>
<p>Werktags war die <em>Berliner Welle</em> nur nachmittags und abends zu hören, ansonsten wurde das Programm des <em>Berliner Rundfunks</em> übernommen, der in den Wochen nach der Abriegelung Westberlins am 13. August 1961 rund um die Uhr sendete. Am 26. August 1961 überraschte die <em>Berliner Welle</em> dann um 23.45 Uhr mit ungewohnten Klängen. Zu hören waren – ansonsten im DDR-Rundfunk verpönte – Hits aus US-amerikanischer Produktion, und in englischer Sprache richteten »Bob« und »Barbara« Grüße an die GIs aus, die an der zwei Wochen zuvor geschlossenen Systemgrenze patrouillieren mussten. Dabei wurden die nordamerikanischen Soldaten manchmal sogar mit Nennung ihres Namens und Dienstgrades aufgefordert, die sie begleitenden »Westberliner Polypen« doch mal zu fragen, »was sie im letzten Krieg gemacht haben«.</p>
<p>Das Programm nannte sich <em>OPS</em> und war in den folgenden Monaten täglich rund 30 Minuten auf UKW und Mittelwelle in Berlin zu hören. Nicht nur die Musik glich der des US-Soldatensenders <em>AFN</em>, auch der Slogan war dem gegnerischen Kanal nachempfunden. Meldete sich dieser als »Stimme der Information und Bildung«, nahm <em>OPS</em> für sich in Anspruch, die »echte Stimme« zu sein. Und den Hörern wurde ein »schöner Preis« versprochen, wenn sie errieten, wofür das Kürzel OPS stehen könnte.</p>
<p>Die Auflösung war »Out Post Station«, was man mit »Außenposten« übersetzen könnte. Und auch die Antwort auf die Frage, warum die Moderatoren ihre erhofften Hörer namentlich begrüßen konnten, stellte sich als recht einfach heraus, wie der <em>Spiegel</em> im Januar 1962 schrieb: Die US-Soldaten trugen ihren Namen deutlich lesbar an der Uniform, und »Volkspolizisten an der Friedrichstraße bekämpften ihre Langeweile gelegentlich damit, die Namen der Besatzung des US-Checkpoints Charlie mit Feldstechern auszuspähen und an den Soldatensender weiterzuleiten«.</p>
<p>In Erinnerung blieb, mit welchem Signal sich <em>OPS</em> täglich meldete. Die Sendungen begannen und endeten mit einem alten Song von Cole Porter: »Don’t Fence Me In« – Zäune mich nicht ein.</p>
<p>Erschienen am 23. Juli 2020 in der <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/382804.außenposten-don-t-fence-me-in.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tageszeitung junge Welt</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rundfunk in der Deutschen Demokratischen Republik</title>
		<link>https://www.andre-scheer.de/rundfunk-in-der-deutschen-demokratischen-republik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 1991 15:32:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rundfunk in der DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Rundfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Welle]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Demokratische Republik]]></category>
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		<category><![CDATA[Sender Frieden und Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme der DDR]]></category>
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					<description><![CDATA[Hier findet Ihr den Text meiner Brosch&#252;re &#252;ber den Rundfunk in der DDR, die im August 1991 im Kurzwellen-Pressedienst erschienen[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" alignleft size-full wp-image-793" src="http://wp.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1991/08/Rundfunk_ddr_ddr_cover.gif" hspace="6" alt="Rundfunk in der DDR" title="Rundfunk in der DDR" border="0" style="float: left;" width="250" height="357" />Hier findet Ihr den Text meiner Brosch&uuml;re &uuml;ber den Rundfunk in der DDR, die im August 1991 im Kurzwellen-Pressedienst erschienen ist. <span id="more-803"></span> </p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Anf&auml;nge in Tr&uuml;mmern</h1>
<p> Berlin liegt in Tr&uuml;mmern. Der Zweite Weltkrieg ist erst seit Stunden beendet, erst zwei Tage sind seit dem Ende des Krieges vergangen, der ganz Europa in Tr&uuml;mmern legte und &uuml;ber Millionen und Abermillionen von Menschen Tod und Elend brachte. </p>
<p>Es ist der 10. Mai 1945. Gerade 48 Stunden sind seit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation Deutsch&shy;lands vergangen. An diesem Tage unterzeichnet der sowjet&shy;ische Generaloberst N.E. Bersarin, seit der Eroberung Berlins durch sowjetische Truppen am 28. April 1945 Stadtkomm&shy;andant, die Erlaubnis f&uuml;r die Errichtung eines Rundfunk&shy;senders durch deutsche Antifaschisten &#8211; Kommunisten und Mitglieder des &quot;Nationalkomitees Freies Deutschland&quot;, das bereits w&auml;hrend des Krieges von der Sowjetunion aus den Sender Freies Deutschland betrieben hatte. </p>
<p> <em>&quot;Hier spricht Berlin! Hier spricht Berlin auf Wellenl&auml;nge 356 Meter! Wir beginnen unsere Sendung!&quot;</em> </p>
<p>Mit diesen Worten ist am 13. Mai 1945, nur f&uuml;nf Tage nach Ende von zw&ouml;lf Jahren des Grauens, wieder ein deutscher Sender zu h&ouml;ren. </p>
<p>Alles ist provisorisch. Ein heiles Studio gibt es in der zerst&ouml;rten Stadt naturgem&auml;&szlig; nicht. Der Sprecher dieser ersten Sendung sitzt in einem notd&uuml;rftig hergerichteten Raum im Geb&auml;ude des Senden Berlin-Tegel. Mit Balken ist die br&uuml;chige Decke abgest&uuml;tzt, durch die zerbrochenen Scheiben klingt vom Hof Stimmengewirr herauf. Unmittel&shy;bar vor Beginn der ersten Sendung um 20.00 Uhr st&uuml;rzt der Sprecher an das Fenster und ruft in den Hof herunter, man m&ouml;ge ruhig sein, er beginne jetzt mit der Sendung. </p>
<p>70 Minuten dauert diese Sendung, bis der Sprecher sich um 21.10 Uhr mit der Ank&uuml;ndigung verabschiedet, man w&uuml;rde sich am n&auml;chsten Tag um 12.00 Uhr wieder melden. </p>
<p>Die Sendar sind zuvor von sowjetischen Nachrichten-Offizieren geschaltet worden. Eine Leitung zwischen Studio und Sender gibt es nicht. Die erste Sendung wird direkt am Sender gesprochen, nach dem Umzug in die notd&uuml;rftig instandgesetzten R&auml;umlichkeiten im Funkhaus an der Masurenallee werden die vorproduzierten B&auml;nder mit dem Auto zum Sender transportiert. </p>
<p>In den folgenden Tagen legen sowjetische Pioniere ein Telefon-Feldkabel zwischen dem Funkhaus und dem Sender. Dank dieser Verbindung kann die Sendezeit ausgeweitet werden, die in den ersten Tagen nur zwei t&auml;gliche Stun&shy;den betragen hatte. Innerhalb einer Woche steigt die Sende&shy;zeit auf 19 Stunden t&auml;glich, so da&szlig; man zwischen 6.00 und 1.00 Uhr sendet. Doch noch sind St&ouml;rungen h&auml;ufig. Das eiligst &uuml;ber die Tr&uuml;mmer verlegte Kabel wird durch herabst&uuml;rzende Tr&uuml;mmer besch&auml;digt oder scheuert sich durch. Immer beheben sowjetische Soldaten die Sch&auml;den, so da&szlig; der Sendebetrieb fortgesetzt werden kann. </p>
<p>Die Aufgaben des jungen Rundfunks werden ihm von der Milit&auml;rregierung gestellt. Er soll dazu beitragen, die Deutschen im Sinne einer antifaschistisch-demokratischen Ordnung zu erziehen. Das beinhaltet die Berichterstattung &uuml;ber die Bildung demokratischer Parteien gem&auml;&szlig; dem Befehl Nummer 2 der sowjetischen Milit&auml;rregierung, das hei&szlig;t, da&szlig; der neue Rundfunk dazu beitr&auml;gt, die &Uuml;berreste des Hitlerregimes zu beseitigen, den Kampf gegen Hunger und Obdachlosigkeit anzugehen. Er propagiert den Aufbau demo&shy;kratischer Selbstverwaltungsorgane, die Enteignung der Kriegsverbrecher und Nazibonzen und die Schaffung eines Blocks von antifaschistisch-demokratischen Parteien. Wie dieser Ansatz endete, wissen wir. </p>
<p>Nach dem Beginn der Sendungen stellt sich nun die Aufgabe, alle Teile der sowjetischen Besatzungszone mit dem Rundfunkprogramm des Berliner Rundfunks zu erreichen. Und das bedeutet nat&uuml;rlich den Aufbau eines Sendernetzes. </p>
<p>Am 29. August 1945 &uuml;bertr&auml;gt der Sender Leipzig erstmals probeweise das Programm aus Berlin, der regul&auml;re Sende&shy;betrieb beginnt am 15. September. In Magdeburg geht ein schwacher Gleichwellensender in Betrieb und am 15. Novem&shy;ber beginnt ein 300-Watt-Mittelwellensender in Weimar mit der Ausstrahlung des Berliner Programmes. Dresden beginnt am 7. Dezember, Schwerin am 24. Dezember und der Langwellensender K&ouml;nigs Wusterhausen am 25. Dezember mit der Ausstrahlung des Berliner Rundfunks. So stehen am Ende des Jahres 1945 sieben Sender f&uuml;r die Ausstrahlung des neuen Rundfunks zur Verf&uuml;gung. </p>
<p>Am 21. Dezember 1945 unterstellt der Stellvertreter des Leiters der Propagandaabteilung der Sowjetischen Milit&auml;radministration in Deutschland (SMAD), Oberst Tulpanow, den gesamten Rundfunk der Zentralverwaltung f&uuml;r Volks&shy;bildung, die am 10. August 1945 gebildet worden ist. Gleichzeitig beginnen Vorbereitungen, neben den Funkh&auml;usern in Berlin und Leipzig, in dem schon seit dem 22. Septem&shy;ber 1945 eine Au&szlig;enstelle des Berliner Rundfunks besteht, in allen Landesteilen selbst&auml;ndige Landessender in Betrieb zu nehmen. Diese Landessender in Dresden, Halle, Schwerin und Weimar sollen die deutschen Verwaltungen unterst&uuml;tzen und die Autorit&auml;t der Landesregierungen st&auml;rken. </p>
<p>Ein Rundfunkstudio in Weimar ist am 1. Dezember 1945 feierlich eingeweiht worden und am 1. Januar 1946 sagt der Berliner Rundfunk erstmals den Landessender Weimar als angeschlossene Station an. </p>
<p>Die erste Sendung des Dresdener Senders geht am 7. Dezember &uuml;ber den &Auml;ther. Dieser Tag ist der Geburtstag des Mitteldeutschen Rundfunks mit Sendern in Dresden und Leipzig. Die Sendungen bestehen zun&auml;chst aus 15 bis 20 Minuten Nachrichten aus dem mitteldeutschen Raum. Damit ist der Mitteldeutsche Rundfunk die zweite Senderkette, die in der Sowjetischen Besatzungszone ein Programm ausstrahlt, das keine &Uuml;bernahme aus Berlin ist. </p>
<p> Vom ersten Tage des Bestehens des Senders Schwerin gibt es auch Sendungen des Landessenders Schwerin. </p>
<p>Am 20. Juni 1946 spricht um 6.20 Uhr der Vizepresident der Provinzialverwaltung der Mark Brandenburg, Heinrich Rau, die Er&ouml;ffnungsworte des Landessenders Potsdam. </p>
<p>Die Gr&uuml;ndungsphase der f&uuml;nf Landessender wird abgeschlossen, als am 24. Dezember 1946 der Landessender Halle sein erstes Programm ausstrahlt. Mit der Inbetriebnahme des Senders Bernburg wird der zu schwache Gleichwellensender in Magdeburg abgeschaltet. </p>
<p>In der Folge werden leistungsf&auml;higere Sender aufgebaut und einige Landessender ziehen in bessere Funkh&auml;user um. Ab 1947 werden die Sendekapazit&auml;ten ausgebaut und weitere Sender in Betrieb genommen, so Leipzig II, der das Programm des Berliner Rundfunks &uuml;bernimmt. </p>
<p>Am 3. Oktober 1948 beginnen die Sendungen des Deutsch&shy;landsenders, der sich an H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer in &quot;ganz Deutschland&quot; wendet &#8211; die Wiedervereinigung ist noch Ziel der DDR-Politik. </p>
<p>Die Zeit der eigenst&auml;ndigen Landessender, die relativ unabh&auml;ngig von der Zentrale in Berlin ihre Programme produzieren k&ouml;nnen &#8211; wenn auch immer unter der Kontrolle der Staatsorgane -, w&auml;hrt jedoch nicht lange. Schon bald nach der Gr&uuml;ndung der Deutschen Demokratischen Republik am 7. Oktober 1949 wird ein Kurs der Zentrali&shy;sierung eingeschlagen, der seinen H&ouml;hepunkt in der Auf&shy;l&ouml;sung der L&auml;nder und der Schaffung von Regierungsbe&shy;zirken findet. </p>
<p>Von dieser Zentralisierung wird auch der Rundfunk nicht verschont. Im September 1952 werden alle Landessender, der Deutschlandsender und der Berliner Rundfunk zum Deutschen Demokratischen Rundfunk zusammengeschlossen. </p>
<p>Ab dem 7. September 1952 gibt es nur noch drei Programme, die zentral in Berlin produziert werden. Die westdeutsche Zeitschrift &quot;Rundfunk und Fernsehen&quot; nennt in der Mitte der 50er Jahre die drei Programme Berlin I, Berlin II und Berlin III. </p>
<p>Bei Berlin I handelt es sich um den Deutschlandsender, der sein &quot;gesamtdeutsches Kampfprogramm&quot; ausstrahlt &uuml;ber die Mittelwellensender Berlin-K&ouml;penick (220 kW &#8211; 782 kHz), Schwerin (20 kW &#8211; 728 kHz), Erfurt (20 kW -801 kHz) und &uuml;ber die Kurzwellensender in K&ouml;nigs Wusterhausen auf 6115 und 7150 kHz. Dar&uuml;berhinaus ist in Berlin der UKW-Sender 94,5 MHz in Betrieb. </p>
<p>Bei Berlin II d&uuml;rfte es sich um einen Vorl&auml;ufer des sp&auml;ter startenden Radio DDR handeln. Das Programm be&shy;handelt &quot;Fragen des Marxismus-Leninismus&quot; und das &uuml;ber den Langwellensender K&ouml;nigs Wusterhausen (100 kW &#8211; 185 kHz) und &uuml;ber die Mittelwellensender Dresden I (2 kW &#8211; 910 kHz), Dresden II (2 kW &#8211; 1016 kHz) und Bernburg (20 kW -1196 kHz). </p>
<p>Der &quot;Pflege des Nationalen Kulturerbes&quot; widmet sich das Programm von Berlin III, wobei es sich hier um den Berliner Rundfunk handeln d&uuml;rfte. Neben dem Berliner UKW-Sender 92,5 MHz l&auml;uft Berlin III &uuml;ber die Mittel&shy;wellensender Leipzig I (70 kW &#8211; 1042 kHz), Plauen (20 kW -1484 kHz), Potsdam (20 kW &#8211; 1570 kHz) und &uuml;ber den Kurz&shy;wellensender Leipzig II auf 9730 kHz. </p>
<p> In der Woche vom 21.9. bis zum 27.9.1952 sah der Anteil von Wort- und Musiksendungen bei den Programmen der DDR so aus:   </p>
<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="2" style="text-align: left">
<tbody>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin I</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin II</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin III</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="2" style="vertical-align: top; text-align: left">Wortsendungen</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">3072 Min.</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">3072 Min.</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">3439 Min.</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">38,06%</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">37,65%</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">30,71%</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="2" style="vertical-align: top; text-align: left">Musiksendungen</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">4891 Min.</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">5101 Min.</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">5477 Min.</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">59,50%</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">63,44%</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">67,61%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>	   Die Bezeichnung &quot;Berlin I/II/III&quot; ist ansonsten ungebr&auml;uchlich. </p>
<p>Seit dem 14. August 1952 unterstehen alle Rundfunksender in der DDR dem Staatlichen Komitee f&uuml;r Rundfunk, dessen Vorsitzender bis zum 1. August 1958 Kurt Hei&szlig; (nat&uuml;rlich SED) ist. Er wird von Prof. Herman Ley abgel&ouml;st. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Deutschlandsender</h1>
<div align="center"><img decoding="async" class=" alignleft size-full wp-image-794" src="http://wp.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1991/08/Rundfunk_ddr_deutschlandsender.gif" hspace="6" alt="Deutschlandsender" title="Deutschlandsender" border="0" style="float: left;" width="79" height="150" /></div>
<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="2" style="text-align: left">
<tbody>
<tr>
<td rowspan="15" style="text-align: left; vertical-align: top"><span style="font-weight: bold">Sender (1968):</span></td>
<td rowspan="9" style="text-align: left; vertical-align: top">UKW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Sonneberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">94,2 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Schwerin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">95,25 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Leipzig</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">96,6 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Marlow</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">96,65</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Dequede</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">96,9 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Karl-Marx-Stadt</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,05 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Inselsberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,15 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Brocken</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,4 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin-K&ouml;penick</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,65 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">3 kW</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="3" style="text-align: left; vertical-align: top">MW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Burg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">782 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">250 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Schwerin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">728 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">250 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Suhl</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">692 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">250 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">LW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">K&ouml;nigs Wusterhausen</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">185 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">200/1000 kW</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="2" style="text-align: left; vertical-align: top">KW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">6115 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">20 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">7185 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">5 kW</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> Der Deutschlandsender ist als &quot;gesamtdeutsches Kampfpro&shy;gramm&quot; konzipiert und wendet sich sowohl an H&ouml;rer in der DDR als auch in der Bundesrepublik. Sein Sendestart ist am 3. Oktober 1948 als zweites Programm f&uuml;r die gesamte damalige Sowjetische Besatzungszone. </p>
<p> Die &quot;S&uuml;ddeutsche Zeitung&quot; schreibt &uuml;ber die Programme des Deutschlandsenders: </p>
<p>&quot;Der Deutschlandsender besteht seit 1949. Seitdem funkte er t&auml;glich 24st&uuml;ndig &uuml;ber Lang-, Mittel- und Kurzwelle Agitationsnachrichten gen Westen, gest&uuml;tzt auf Berichte von Korrespondenten, die mehr im tr&uuml;ben denn im Licht der Bundesrepublik fischten. Seine &#39;operative&#39; Arbeit hatte rein subversiven Charakter. Gelenkt vom Zentralkomitee der SED, &#39;westlich&#39; aufgemacht, versuchte der Deutschlandsender Meinung zu manipulieren, ohne R&uuml;cksicht auf den Wahrheitsgehalt der Nachricht. <br />(&#8230;) Nie scheut man vor l&uuml;gen&shy;haften Verdrehungen zur&uuml;ck. Ein Meister dieser Taktik ist der Chefkommentator Karl-Eduard von Schnitzler. Er ist der geisti&shy;ge Urheber der antiwestlichen Argumentation. Ihm kam nur noch der zeitweilige Vorsitzende des Rundfunkkomitees, Gerhart Eisler, gleich. Der inzwischen gestorbene Agitator nannte bei&shy;spielsweise Adenauer einen &#39;l&auml;cher&shy;lichen, b&ouml;sartigen Zwerg&#39;, den ehemaligen NATO-General Norstad einen &#39;niedertr&auml;chtigen Halunken&#39;, wie &uuml;berhaupt seiner Meinung nach in Bonn nur &#39;politische Mi&szlig;geburten&#39; sa&szlig;en. <br />Der Stil hat sich inzwischen ein wenig gewandelt. Man gibt sich sach&shy;licher, doch nicht ohne Sch&auml;rfe. Der H&ouml;rer wird stets h&ouml;flich begr&uuml;&szlig;t: &#39;Einen wundersch&ouml;nen Abend w&uuml;nsche ich Ihnen, meine H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer.&#39; Oft werden Heine und Goethe strapaziert. Auch das Funktion&auml;rsdeutsch ist aus den Nachrichten und Kommentaren ver&shy;schwunden. Morgens &#39;leichtes Fr&uuml;hpro&shy;gramm&#39;, vormittags Jugend-, Schul- und Kinderfunk sowie Sendungen f&uuml;r die Hausfrau.&quot; (SZ, 8. 11. 1971) </p>
<p>Bei seinem Sendestart kriegt der Deutschlandsender seinen Auftrag mitgeteilt. Danach soll er als einziger Sender, der in ganz Deutschland geh&ouml;rt werden kann, vor allem an die westdeutschen H&ouml;rer wenden. &quot;In seiner Aufkl&auml;rungs&shy;arbeit&quot;, hei&szlig;t es in dem Programmauftrag, &quot;bek&auml;mpft er die L&uuml;genhetze und widerlegt sie durch Tatsachen aus dem Leben der Werkt&auml;tigen im &ouml;stlichen Deutschland.&quot; Eine seiner ersten Sendungen hei&szlig;t &quot;Wir sprechen f&uuml;r Westdeutschland&quot;, Gru&szlig;sendungen wie &quot;Von Hafen zu Hafen&quot; oder &quot;F&uuml;r die Kumpel an Ruhr und Saar&quot; sollen Einflu&szlig; auf die Menschen in der Bundesrepublik nehmen. Die &quot;S&uuml;ddeutsche Zeitung&quot; schreibt in ihrem bereits oben zitierten Artikel weiter: </p>
<p>&quot;Lange Zeit verstand er sich als Parteisender der KPD. Nie verheimlichte er, da&szlig; er die Abl&ouml;sung der Gesell&shy;schaftsordnung in der Bundesrepublik vorbereiten sollte. Keine Unruhe war ihm zu klein, keine Unzufriedenheit zu gering, um sie nicht politisch auszuschlachten. Seine Korrespondenten vermittelten stets ein d&uuml;steres Bild der Zerrissenheit und des gesellschaft&shy;lichen Niedergangs in der Bundesrepublik. Reportagen von Demonstrationen und Kundgebungen, von Streiks und Preisbe&shy;wegungen wurden tagelang hintereinander wiederholt, so da&szlig; der Eindruck ent&shy;stehen mu&szlig;te, als sei die Unruhe in der Bundesrepublik ein Dauerzustand.&quot; </p>
<p> Pausenzeichen des Deutschlandsenders ist die Auftaktmelodie zu Wagners Meistersingern. </p>
<p>Ein Beispiel f&uuml;r die Sendungen des Deutschlandsenders ist eine Sondersendung &uuml;ber die Osterm&auml;rsche, die am Ostermontag 1966 ausgestrahlt wird: </p>
<p> <em>&quot;Guten Abend, meine H&ouml;rer. Der gro&szlig;e Marsch der Vernunft geht zu Ende. In den heutigen Nachmittagsstunden fanden in dreizehn gro&szlig;en St&auml;dten der Bundesrepublik mmachtvolle Abschlu&szlig;kundgebungen statt. Wir werden im Verlaufe dieser Sendung davon berichten. 145.000 waren dabei. So die offizielle Zahl der Kampagne f&uuml;r Abr&uuml;stung, die wir soeben erhielten. Die Anziehungs&shy;kraft der Ideen des Ostermarsches hat sich also auch in diesem Jahr, 1966, erneut bewiesen. (&#8230;) Zu den Tausenden, die unterwegs waren, gesellten sich ausl&auml;ndische Atomwaffen&shy;gegner: Belgier, Amerikaner, Franzosen, Griechen, Spanier&#8230;, wer z&auml;hlt die V&ouml;lker, nennt die Namen? Junge Franzosen verteilten w&auml;hrend des Marsches rote Freundschaftsnelken. In Heidelberg fanden sich am Sonntag&shy;abend amerikanische, spanische, japa&shy;nische und deutsche Studenten zusammen, sangen ihre Lieder. Im Ruhrgebiet marschierte der Sohn Willy Brandts, Peter Brandt, im Zug der Demonstranten mit. Was sich vor dem Marsch mit der Unterzeichnung des Aufrufes schon andeutete, unter den 10.000 SPD-Mit&shy;gliedern waren 14 Landtagsabgeordnete, die mit ihrer Unterschrift die Ziele der Kampagne f&uuml;r Abr&uuml;stung unterst&uuml;tzten, was sich, wie gesagt, vor dem Marsch andeutete, das fand w&auml;hrend der Ostertage nun seine Best&auml;tigung. Der Ostermarsch 1966 war eine Demonstration der friedliebenden Menschen in der Bundesrepublik, einer Macht, die dem Atomstreben einiger Herren in Bonn ein lautstarkes Veto entgegensetzt.&quot;</em> </p>
<p> Ein weiteres Beispiel ist die Sendung <em>&quot;Denken ist die erste B&uuml;rgerpflicht &#8211; eine Sendereihe des Deutschlandsen&shy;ders f&uuml;r westdeutsche H&ouml;rer&quot;</em>. Ebenfalls am Ostermontag 1966 klang das so: </p>
<p> <em>&quot;Von einer Gruppe sozialdemokratischer Genossen, die sich in der Woche vor Ostern in der Hauptstadt der DDR aufhielten, wurde der Briefwechsel zwischen SPD und SED lebhaft begr&uuml;&szlig;t. Sie stimmten zu, da&szlig; im Mittelpunkt der Gespr&auml;che zwischen beiden Parteien die Kernfragen der deutschen Politik stehen m&uuml;ssen. Doch hielten es einige von ihnen gleichzeitig f&uuml;r opportun, da&szlig; der SPD-Fraktionsvorsitzende Fritz Erler bei seinen Unterredungen in Washington eine nukleare Teilhabe der Bundesrepublik bef&uuml;rwortet hat.</em> (&#8230;) <br /><em>Der stellvertretende SPD-Vorsitzende, Erler, hat nun sogar ge&auml;u&szlig;ert, da&szlig; ein wiedervereinigtes Deutschland nicht neutral sein, sondern sich an den Westen anlehnen solle. Damit macht er es uns mehr als schwer, einen Unterschied zwischen seiner Auffassung und den Eroberungspl&auml;nen zu entdecken, wie sie von Erhardt oder von Rassel im Namen der westdeutschen Imperialisten vorgetragen werden. Erler geht offensichtlich davon aus, da&szlig; die sozialistische DDR liquidiert werden m&uuml;sse. Damit widerspricht er der in der offenen Antwort der SPD gegebenen Zusicherung: &#39;Eine L&ouml;sung der Deutschlandfrage, von der abh&auml;ngt, da&szlig; Europa zum Frieden kommt, wird aber erst dann und nur dann m&ouml;glich werden, wenn keine poli&shy;tische Partei einer anderen politischen Partei unter Ausnutzen von Gewalt ihre Auffassung aufzwingt.&#39; <br />Wir sind jedoch nach wie vor davon &uuml;berzeugt, da&szlig; auch die Mehrheit der Sozialdemokraten alles getan w&uuml;nscht, damit kein neuer Krieg von deutschem Boden ausgeht.&quot;</em> </p>
<p> Der Deutschlandsender hat ausgedient, als sich die DDR immer weiter gegen den Westen abschottet und das Ziel der Wiedervereinigung zu den Akten gelegt wird. Im Rahmen einer gr&ouml;&szlig;eren Umstrukturierung stellt der Deutschlandsender am 14. November 1971 seine Sendungen ein &#8211; zu&shy;sammen mit der Berliner Welle. Aus ihnen entsteht am darauffolgenden Tag die Stimme der DDR. </p>
<p>Erst nach der Wende im November 1989 erh&auml;lt die Stimme der DDR wieder den alten Namen Deutschlandsender, als die Mitarbeiter des Senders &#8211; von den Fesseln gel&ouml;st &#8211; dem deutsch-deutschen einsetzenden Vereinigungsproze&szlig; Rechnung tragen wollen. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Berliner Welle</h1>
<div align="center"><img decoding="async" class=" alignleft size-full wp-image-795" src="http://wp.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1991/08/Rundfunk_ddr_berlinerwelle.gif" hspace="6" alt="Berliner Welle" title="Berliner Welle" border="0" style="float: left;" width="75" height="61" /></div>
<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="2" style="text-align: left">
<tbody>
<tr>
<td rowspan="2" style="text-align: left; vertical-align: top">Sender (1968):</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">UKW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin-K&ouml;penick</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">99,7 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">MW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin-K&ouml;penick</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1358 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">50 kW</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Berliner Welle ist das Berliner Gegenst&uuml;ck des Deutschlandsenders. W&auml;hrend dieser sich vornehmlich an H&ouml;ror in der Bundesrepublik wendet, sendet die Berliner Welle f&uuml;r Menschen in Westberlin. </p>
<p>Auch in der Programmstruktur ist die Berliner Welle mit dem Deutschlandsender vergleichbar, da auch sie ihr Programm in westlichem Stil pr&auml;sentiert und besonders Berichte von Westberliner Widerstandsaktionen sendet. </p>
<p>Am 14. November 1971 &#8211; dem gleichen Tag wie &#8211; dem gleichen Tag wie der Deutschlandsender &#8211; stellt die Berliner Welle ihren Betrieb ein. Am n&auml;chsten Tag meldet sich auf ihren Frequenzen, wie auch auf den Wellen des Deutschlandsenders, die bis zur Wende sendende Stimme der DDR.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Berliner Rundfunk</h1>
<div align="center"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignleft size-full wp-image-796" src="http://wp.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1991/08/Rundfunk_ddr_berlinerrundfunk.gif" hspace="6" alt="Berliner Rundfunk" title="Berliner Rundfunk" border="0" style="float: left;" width="79" height="66" /></div>
<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="2" style="text-align: left">
<tbody>
<tr>
<td rowspan="15" style="vertical-align: top; text-align: left">Sender (1968):</td>
<td rowspan="10" style="text-align: left; vertical-align: top">UKW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Karl-Marx-Stadt</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">89,8 MHz</td>
<td rowspan="10" valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Dresden</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">90,1 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Inselsberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">90,2 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Leipzig</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">90,4 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">91,4 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Brocken</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">91,55 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Sonneberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">91,7 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Marlow</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">93,5 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Schwerin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">98,55 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Dequede</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">98,9 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="5" style="text-align: left; vertical-align: top">MW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Karl-Marx-Stadt</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">602 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">20 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin-K&ouml;penick</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">611 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">500 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Potsdam</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">656 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">20 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Reichenbach</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">917 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">20 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Plauen</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1079 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">20 kW</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>  Der Berliner Rundfunk ist der &auml;lteste Rundfunksender der DDR und sendet seit dem 13. Mai 1945, f&uuml;nf Tage nach Kriegsende. </p>
<p> Nachdem mit dem Fortschreiten des Ausbaus des DDR-Sen&shy;dernetzes weitere Programme f&uuml;r die Information &uuml;ber das Geschehen in der DDR und f&uuml;r die DDR-weite Propa&shy;ganda der SED und ihrer Blockparteien CDU, LDPD, NDPD und DBD genutzt werden k&ouml;nnen, entwickelt sich der Ber&shy;liner Rundfunk immer mehr zu einem Berliner Regional&shy;sender, der nichtsdestotrotz im gesamten DDR-Gebiet ausgestrahlt wird. </p>
<p>Im Gegensatz zu den Informationssendern Berliner Welle und Deutschlandsender ist der Berliner Rundfunk zum einen mehr auf die Unterhaltung eingestellt und beschr&auml;nkt sich zudem haupts&auml;chlich auf die Berichterstattung aus der DDR. Die H&ouml;rer im Westen peilt man nicht an, was schon durch die Frequenzwahl deutlich wird (im Gegensatz zum Deutschlandsender keine Kurzwellen). </p>
<p>Der Berliner Rundfunk hat ein ausgepr&auml;gtes Jugendprogramm, das praktisch als Sendung des Zentralrates der FDJ be&shy;zeichnet werden kann. Ab dem Deutschlandtreffen 1964 und den damit verbundenen ausgeweiteten Jugendsendungen hei&szlig;en die Programme Jugendstudio DT 64 und werden mehrere Stunden t&auml;glich &uuml;ber die Sender geschickt. </p>
<p>Wie alle Sender der DDR propagiert nat&uuml;rlich auch der Berliner Rundfunk die offizielle Politiklinie. So hei&szlig;t es in einem Kommentar &#8211; gesprochen von Chefkommentator Karl-Eduard von Schnitzler -, als in Berlin und der gesamten DDR Arbeiter gegen Normerh&ouml;hungen auf die Stra&szlig;e gehen, am 17. Juni 1953: </p>
<p> <em>&quot;Amerikanische Offiziere in voller Uniform dirigierten mitten in der Demonstration Unter den Linden die faschistischen Trupps zur Aufwiegelung der Bev&ouml;lkerung. Aus amerikani&shy;schen Funkwagen wurde diesen faschist&shy;ischen Banden Weisung erteilt. Aus amerikanischen Flugzeugen wurden &uuml;ber dem demokratischen Sektor Flug&shy;bl&auml;tter abgeworfen mit der Aufforderung zum Aufruhr und zur Fortsetzung des Streiks. &Uuml;ber die Sektorengrenze wollten die Provokateure vorgestern den Zug der Bauarbeiter f&uuml;hren. Das gelang ihnen nicht. &Uuml;ber die Sekto&shy;rengrenze schlie&szlig;lich verschleppten Burschen mit halblangen Ami-Hosen und bunten Texas-Hemden den greisen aber ungebrochenen Stellvertreter des Ministerpr&auml;sidenten, Otto Nuschke. Wir sind Zeugen des Versuchs geworden, einen Anschlag auf den Frieden zu unternehmen, eine internationale Verwicklung herbeizuf&uuml;hren. Mit dem Einzug sowjetischer Panzer in die Stra&szlig;en des demokratischen Sektors ist nach der Verwirrung der f&uuml;r Stun&shy;den aufgewiegelten Werkt&auml;tigen, nach den Ausschreitungen des faschistischen P&ouml;bels und der Gefahr von Zwischen&shy;f&auml;llen, die das Pulverfa&szlig; Berlin und damit Deutschland erneut zum Ausgangspunkt eines Krieges h&auml;tte machen k&ouml;nnen, das Element der Ruhe eingezogen, die feste, &ouml;ffentliche Ordnung.&quot;</em> </p>
<p> Im Laufe der Zeit entwickelt sich der Berliner Rundfunk immer mehr zu einem kulturellen Sender der DDR, immer von der Warte der Hauptstadt aus berichtend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Radio DDR</h1>
<div align="center"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignleft size-full wp-image-797" src="http://wp.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1991/08/Rundfunk_ddr_radioddr.gif" hspace="6" alt="Radio DDR" title="Radio DDR" border="0" style="float: left;" width="79" height="79" /></div>
<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="2" style="text-align: left">
<tbody>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Sender (1968)</td>
<td colspan="3" valign="middle" style="text-align: left">Radio DDR 1</td>
<td colspan="2" valign="middle" style="text-align: left">Radio DDR 2</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="13" style="text-align: left; vertical-align: top">UKW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Inselsberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">87,85 MHz</td>
<td rowspan="8" valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">92,55 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Marlow</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">88,25 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">91,05 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Leipzig</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">88,45 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">93,85 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Brocken</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">88,95 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">94,6 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Schwerin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">89,2 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">92,75 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Dequede</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">89,4 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">94,9 MHz</td>
<td rowspan="3" valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">95,8 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,05 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Helpterberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">95,95 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Reinsberg</td>
<td colspan="2" rowspan="5" valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">90,5 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Dresden</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">92,25 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Karl-Marx-Stadt</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">92,85 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">G&ouml;rlitz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">95,4 MHz</td>
<td rowspan="2" valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Cottbus</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">98,6 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="10" style="text-align: left; vertical-align: top">MW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Schwerin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">529 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">220 kW</td>
<td colspan="2" rowspan="10" valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Greifswald</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">557 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">5 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Leipzig</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">575 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">120 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Erfurt</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">629 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">20 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Cottbus</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">746 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">20 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">881 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Dresden</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1043 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">220 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Suhl</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1052 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">20 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Seelow</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1546 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">5 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Bernburg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1570 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">20 kW</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> Reine Inlandsprogramme ohne Ausrichtung auf den Westen sind Radio DDR l und Radio DDR 2. Sie sind f&uuml;r Aufgaben wie regionale Berichterstattung, ernste Musik und Schulfunk sowie f&uuml;r ausf&uuml;hrliche Berichte &uuml;ber Paraden und Massenaufm&auml;rsche von SED und DDR-Staatsinstitutionen zust&auml;ndig. </p>
<p>Im Rahmen von Radio DDR l finden wir leichte Musik, Nachrich&shy;ten und andere Informationssendungen sowie Magazine. Das Programm von Radio DDR l ist &#8211; &auml;hnlich wie das des Berliner Rundfunks, aber f&uuml;r das gesamte DDR-Gebiet &#8211; auf Unterhal&shy;tung ausgerichtet, die die Botschaft &#8211; die Politik der DDR &#8211; transportieren soll. Wie in allen Rundfunkprogrammen der DDR &#8211; ausgenommen nat&uuml;rlich die Geheimsender &#8211; mu&szlig; auch im Radio DDR l der Anteil inl&auml;ndischer Musik am Musik&shy;programm die H&auml;lfte betragen. Rock-, Jazz-, Beat- und andere westliche Musik ist ohnehin als &quot;bourgeois&quot; und &quot;imperialistisch&quot; verp&ouml;nt. </p>
<p>Radio DDR 2 strahlt &uuml;ber seine Sender am Vormittag die Sendungen der Regionalsender der DDR aus. Es sind dies: der Sender Rostock, der Sender Schwerin, der Sender Neu&shy;brandenburg, der Sender Potsdam, der Sender Frankfurt/Oder, die Sender Magdeburg und Halle, der Sender Cottbus, der auch Sendungen in sorbischer Sprache f&uuml;r die in diesem Bezirk lebende sorbische Minderheit ausstrahlt, der Sender Leipzig, der Sender Dresden, der Sender Karl-Marx-Stadt und schlie&szlig;lich der Sender Weimar mit dem ihm angeschlos&shy;senen Studio Gera. Alle Regionalsendungen bestehen fast ausschlie&szlig;lich aus Regionalnachrichten und Geburtstags&shy;gru&szlig;- und Wunschkonzertsendungen. </p>
<p>In den Schulfunksendungen wird viel Wert auf die Vermitt&shy;lung der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung ge&shy;legt. Besonders die Leben deutscher kommunistischer F&uuml;hrer werden beleuchtet, beispielsweise Rosa Luxemburg und Ernst Th&auml;lmann &#8211; wobei Schwachpunkte und Fehler dieser &quot;genialen F&uuml;hrer&quot; verharmlost, ganz verschwiegen oder als &quot;den ge&shy;schichtlichen Bedingungen entsprechend&quot; abgehandelt werden, wenn sie nicht der damaligen &quot;jugendlichen Unerfahrenheit&quot; oder der &quot;noch nicht gefestigten Ideologie&quot; zugeschrieben werden. </p>
<p>Ansonsten ist Radio DDR 2 vor allem der Sender f&uuml;r ernste Musik &#8211; wenn nicht gerade zum 1. Mai stundenlang alte Arbeiterkampflieder gespielt werden. Besonders beliebt dabei: &quot;Die Partei, die Partei, die hat immer Recht&quot;. </p>
<p>Ist Radio DDR 2 zun&auml;chst noch ein Erg&auml;nzungsprogramm zu Radio DDR l so wird es im Laufe der Zeit immer weiter zu einem eigenst&auml;ndigen Vollprogramm ausgebaut. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Radio DDR Ferienwelle</h1>
<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="2" style="text-align: left">
<tbody>
<tr>
<td rowspan="7" style="text-align: left; vertical-align: top">Sender (1985)</td>
<td rowspan="3" style="text-align: left; vertical-align: top">UKW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Marlow</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">91,05 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Schwerin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">88,55 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Putbus</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">88,6 MHz</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="4" style="text-align: left; vertical-align: top">MW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Rostock</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">558 kHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Neubrandenburg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">558 kHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Putbus</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">729 kHz</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">G&uuml;strow</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1602 kHz</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> Ab dem 1. Mai 1967 sendet die Radio DDR Ferienwelle allj&auml;hrlich zwischen dem &quot;Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse&quot; und dem 1. September, dem Ende der DDR-weiten Sommerferien, ein Unterhaltungs&shy;programm f&uuml;r die Urlauber an der Ostseek&uuml;ste. Neben viel Musik gibt es auf der Ferienwelle nat&uuml;rlich auch die Nachrichten mit den diversen Plan(&uuml;ber)erf&uuml;llungen und Selbstverpflichtungen. Ab 1973 gibt es auch Infor&shy;mationen in polnischer und tschechischer Sprache. </p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignleft size-full wp-image-798" src="http://wp.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1991/08/Rundfunk_ddr_qsl_ferienwelle.gif" hspace="6" alt="QSL-Karte der Radio DDR Ferienwelle" title="QSL-Karte der Radio DDR Ferienwelle" border="0" style="float: left;" width="400" height="280" />&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Deutscher Freiheitssender 904 </h1>
<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="2" style="text-align: left; width: 100%">
<tbody>
<tr>
<td rowspan="2" style="text-align: left; vertical-align: top">Sender:</td>
<td rowspan="2" style="text-align: left; vertical-align: top">MW</td>
<td rowspan="2" style="text-align: left; vertical-align: top">Burg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">904 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">m&ouml;glicherweise auch: 908 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">250 kW</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> Der Deutsche Freiheitssender 904 ist eine Rundfunksta&shy;tion der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und sendet seit deren Verbot am 18. August 1956. Der Frei&shy;heitssender gibt vor, von einem illegalen Sender inner&shy;halb der Bundesrepublik betrieben zu werden, l&auml;uft aber &uuml;ber den Mittelwellensender Burg bei Magdeburg mit einer Sendeleistung von 100 kW (andere Angaben sprechen von einer Sendeleistung von 250 kW und der Frequenz 908 kHz). </p>
<p>Mit einem auf die Frequenz gelegten Brummton soll bei den H&ouml;rern der Eindruck erweckt werden, die Bundesregie&shy;rung versuche, den Freiheitssender zu st&ouml;ren. Auch wer&shy;den in der Anfangszeit des Sendebetriebes manchmal die Sendungen mit dem Hinweis unterbrochen, man m&uuml;sse kurz abschalten, da ein Peiltrupp der Bundespost vor der T&uuml;r stehe oder um den Standort zu wechseln. </p>
<p>In den Sendungen werden verschl&uuml;sselte Durchsagen ge&shy;bracht. Bis heute ist umstritten, ob es sich dabei tat&shy;s&auml;chlich um Durchsagen f&uuml;r KPD-Gruppen im Untergrund handelt, oder ob diese Durchsagen eher ein Reklamegag des Senders sind. So hei&szlig;t es am 22. April 1959: </p>
<p> <em>&quot;Hier ist der Deutsche Freiheitssender 904. Achtung, wir melden uns mit einer wichtigen Durchsage: Wir rufen den Stellvertreter von Drosselbart. Die Karawane trifft zwei Stunden fr&uuml;her ein. Besondere Ma&szlig;nahmen nicht er&shy;forderlich. Ende der Durchsage.&quot;</em> </p>
<p> Auch in den Beitr&auml;gen versucht der Freiheitssender immer wieder den Eindruck zu erwecken, seine Mitarbeiter be&shy;f&auml;nden sich nicht im Exil in der DDR, sondern h&auml;tten st&auml;ndigen Kontakt mit der westdeutschen Bev&ouml;lkerung: </p>
<p> <em>&quot;Als ich mich gestern nachmittag im Hamburger Stadtpark auf einer Bank ein wenig vom Getriebe der Stadt ver&shy;schnaufen wollte, kam ich mit einem vielleicht zwanzigj&auml;hrigen &#8211; wie sich sp&auml;ter herausstellte &#8211; Motorenschlos&shy;ser ins Gespr&auml;ch. Wir unterhielten uns gerade &uuml;ber die Vor- und Nachtei&shy;le seiner ziemlich neuen DKW-Maschine, als ein Unteroffizier und ein Gefreiter in Bundeswehruniform an uns vor&uuml;ber&shy;gingen.&quot;</em> </p>
<p> Die Sendezeiten des Freiheitssenders werden mehrfach ge&auml;ndert. So wird angesagt: </p>
<p> <em>&quot;Hier ist der Deutsche Freiheitssen&shy;der 904! Wir senden morgens von 5 bis 6 Uhr und abends um 19 Uhr, um 21 Uhr und um 22 Uhr.&quot;</em> </p>
<p> Dagegen hei&szlig;t es in einer Untergrundschrift der KPD, da&szlig; der Freiheitssender um 4.30 Uhr, 5.00 Uhr, 5.30 Uhr&laquo; 19.00 Uhr, 21.00 Uhr und 22.30 Uhr senden w&uuml;rde. </p>
<p>Im Gegensatz zu allen offiziellen DDR-Rundfunksendern &#8211; mit Ausnahme der f&uuml;r Westdeutschland bestimmten Sen&shy;dungen des Deutschlandsenders &#8211; ist das Programm de&laquo; Freiheitssenders sehr &quot;westlich&quot; aufgemacht. In der DDR verp&ouml;nte Jazz- und Tanzmusik geht &uuml;ber den &Auml;ther. </p>
<p>Bevor wegen des Erfolges des Freiheitssenders bei jun&shy;gen Soldaten sein Kollege, der Deutsche Soldatensender, seinen Betrieb aufnimmt, wendet sich 904 vor allem an die Bundeswehr. Dabei verbl&uuml;fft er &#8211; wie sp&auml;ter der Soldatensender &#8211; durch eine detaillierte Kenntnis von Vorg&auml;ngen in den Kasernen. </p>
<p>Nachdem der Soldatensender seinen Betrieb aufgenommen hat, kann sich 904 mehr um die Zivilbev&ouml;lkerung k&uuml;m&shy;mern. So setzt man sich sehr f&uuml;r die Mobilisierung zu den DGB-Demonstrationen am 1. Mai ein, so 1966: </p>
<p> <em>&quot;Es ist 5.30 Uhr, halb sechs. Hier ist der Deutsche Freiheitssender 904, der einzige Sender der Bundesrepublik, der nicht unter Regierungskontrolle steht. <br />F&uuml;r die H&ouml;rer, die sich erst jetzt eingeschaltet haben, einen Blick auf den Kalender: Heute ist Sonntag, der 1. Mai 1966, internationaler Kampf&shy;und Feiertag der Arbeiterklasse. In unserer Fr&uuml;hsendung h&ouml;ren Sie nun als n&auml;chstes Informationen. <br />Wie &uuml;berall in der Welt, r&uuml;sten sich auch in der Bundesrepublik in diesen Stunden die Arbeiter zu den Maikund&shy;gebungen und Demonstrationen der Ge&shy;werkschaften. Allein in Bayern finden heute 500 Maiveranstaltungen des DGB statt. In Baden-W&uuml;rttemberg und Nieder&shy;sachsen werden je 200 Maikundgebungen durchgef&uuml;hrt. <br />Eine scharfe Absage an die Ma&szlig;halte&shy;forderungen des Bundeskanzlers und sein Verlangen nach Mehrarbeit erhob gestern auf der Maifeier des DGB-Kreises Dinslaken der zweite Vorsitzende der IG Bergbau und Energie, Heinz Vetter. &#8230;&quot;</em> </p>
<p> Als Adresse gibt der Freiheitssender ein Wiener Postfach an. Viele Briefe, die an diese Adresse gehen, werden von der &ouml;sterreichischen Post allerdings zur&uuml;ckgeschickt. Massive Drohungen sind auch &uuml;ber 904 kHz zu h&ouml;ren: </p>
<p> <em>&quot;Wer sich in die Dienste der Bonner Schn&uuml;ffelzentralen begibt oder an deren Verfolgung aufrechter K&auml;mpfer f&uuml;r Frieden, Demokratie und gesellschaftlichen Fortschritt teilnimmt, mu&szlig; wissen, da&szlig; er als Volksfeind und Verr&auml;ter betrachtet und schlie&szlig;lich auch zur Verantwort gezogen werden wird.&quot;</em></p>
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<h1>Deutscher Soldatensender</h1>
<div align="center"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignleft size-full wp-image-799" src="http://wp.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1991/08/Rundfunk_ddr_soldatensender.gif" hspace="6" alt="Deutscher Soldatensender" title="Deutscher Soldatensender" border="0" style="float: left;" width="79" height="96" /></div>
<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="2" style="text-align: left; width: 100%">
<tbody>
<tr>
<td rowspan="2" style="text-align: left; vertical-align: top">Sender:</td>
<td rowspan="2" style="text-align: left; vertical-align: top">MW</td>
<td rowspan="2" style="text-align: left; vertical-align: top">Burg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">935 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">m&ouml;glicherweise auch: 250 kW</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> Der Deutsche Soldatensender wird in Betrieb genommen, als der gro&szlig;e Erfolg des Deutschen Freiheitssenders 904 bei Soldaten der Bundeswehr bekannt wird. Im Sep&shy;tember 1960 geht die erste Sendung des DSS &uuml;ber den &Auml;ther. Ausgestrahlt werden die Sendungen von Freiheitssender und Soldatensender &uuml;ber den gleichen Mittelwellensender in Burg/DDR. Dies wird offensichtlich, da beide Stationen nie gleichzeitig in der Luft sind und zwischen ihren Sendungen immer eine &uuml;mschaltpause von 15 Minuten liegt. Wie zuvor schon der Freiheitssender, so verf&uuml;gt auch der Deutsche Soldatensender &uuml;ber verbl&uuml;ffende Kenntnis&shy;se aus den Kasernen, die bis zu Wissen &uuml;ber bevorstehende Versetzungen und Bef&ouml;rderungen vor deren offizieller Bekanntgabe reichen. In Berlin ist der Soldatensender nicht zu h&ouml;ren, da hier AFN Berlin, der amerikanische Soldatenfunk, die Frequenz 935 kHz belegt. Offiziell ist auf 935 kHz au&szlig;erdem der sowjetische Sender Lemberg registriert, der seine Sendungen in der Abendstun&shy;den aber reduziert, um nicht den Soldatensender zu st&ouml;&shy;ren. F&uuml;r die KPD ist der Soldatensender augenscheinlich eine Nebensache, zumindestens wird er in in der DDR herausge&shy;gebenen Publikationen der KPD kaum erw&auml;hnt &#8211; im Gegen&shy;satz zu 904. Im Zeichen der zunehmenden Entspannung ist im Sommer 1972 auch f&uuml;r den Soldatensender kein Platz mehr und so mu&szlig; er seinen Betrieb &#8211; ohne jede Vorank&uuml;ndigung &#8211; einstellen. </p>
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<h1>DDR statt Deutschland</h1>
<p> W&auml;hrend immer mehr Staaten der Welt die Deutsche Demokra&shy;tische Republik anerkannt haben und auch in der Bundes&shy;republik der Kurs der Anerkennung eingeschlagen wird, legt man in der Staats- und Parteif&uuml;hrung der DDR das politische Ziel der deutschen Einheit zu den Akten. Man ist nun dabei, eine eigenst&auml;ndige Identit&auml;t als DDR als eigenst&auml;ndiges Land mit eigenst&auml;ndiger Nation und nicht mehr eine Identit&auml;t als &quot;besserer Teil Deutsch&shy;lands&quot; herauszubilden. </p>
<p>Im Zuge dieser Abschottung gegen alle Vereinigungsbe&shy;strebungen wird das Wort &quot;Deutschland&quot; &uuml;berall getilgt, wo es nur m&ouml;glich ist. Die Nationalhymne &quot;Auferstanden aus Ruinen&quot; mit Zeilen wie &quot;Deutschland einig Vaterland&quot; und &quot;Deutschland unser Vaterland&quot; wird nur noch gespielt und nicht mehr gesungen. Der Deutsche Fernsehfunk wird zum Fernsehen der DDR und alle &quot;zu deutschen&quot; Rundfunk&shy;sender werden eingestellt und durch neue Stationen er&shy;setzt. </p>
<p>Der Deutschlandsender und die f&uuml;r ganz Berlin sendende Berliner Welle verschwinden, daf&uuml;r kommt die Stimme der DDR. Auch die f&uuml;r die Bundesrepublik sendenden Untergrundsehder Deutscher Freiheitssender 904 und Deut&shy;scher Soldatensender verschwinden ersatzlos. Auch spe&shy;zielle Sendungen f&uuml;r westdeutsche H&ouml;rer gibt es nicht mehr. </p>
<p>Themenschwerpunkte sind nun noch verst&auml;rkt das Geschehen in der DDR und den &quot;sozialistischen Bruderstaaten&quot;. &Uuml;ber das Leben im Westen h&ouml;ren die Menschen in der DDR vor allem Stichworte wie Arbeitslosigkeit, Berufsver&shy;bote, Drogen. W&auml;hrend Katastrophen und Unf&auml;lle im Westen breit er&ouml;rtert werden, geschieht dies bei gleichen Ereig&shy;nissen im &quot;sozialistischen Lager&quot; nur nach starken Ver&shy;z&ouml;gerungen und wenn es sich nicht vermeiden l&auml;&szlig;t, z.B. weil die Westmedien bereits ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die Ereig&shy;nisse berichten. Ein sehr gutes Beispiel hierf&uuml;r sind die Ungl&uuml;cke in Harrisburg, da&szlig; von der DDR sehr ausge&shy;schlachtet wird, und Tschernobyl, was in den Medien zwischen Rostock und Dresden nur am Rande behandelt wird. </p>
<p>Lediglich die Stimme der DDR wahrt etwas das Zielgebiet Bundesrepublik, was sich dadurch ausdr&uuml;ckt, da&szlig; &uuml;ber Ereignisse in der BRD ausf&uuml;hrlicher berichtet wird, als in den anderen Sendern: Radio DDR l, Radio DDR 2, Ber&shy;liner Rundfunk und ab 1987 Jugendradio DT 64. </p>
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<h1>Internationale Programme</h1>
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<h2>STIMME DER WAHRHEIT <br />(Radiofonikos Stathmos i Foni tis Alithias)</h2>
<p> Die Stimme der Wahrheit sendet ab 1958 als Sender der griechischen Kommunisten in griechischer Sprache nach Griechenland und Zypern. Das Programm, das ab 1969 nach einer Programmerweiterung um 86,5 Prozent w&ouml;chentlich 35 Stunden 35 Minuten lang ausgestrahlt wird, kommt &uuml;ber den Kurzwellensender Leipzig und wahrscheinlich zus&auml;tzlich &uuml;ber einen rum&auml;nischen Sender.</p>
<h2>BIZIM RADYO <br />(Unser Radio)</h2>
<p>Bizim Radyo sendet ab 1958 als Stimme der verbotenen T&uuml;rkischen Kommunistischen Partei in t&uuml;rkischer Sprache f&uuml;r die T&uuml;rkei und Zypern. Sein Wochenprogramm hat die Dauer von 21 Stunden 30 Minuten und kommt &uuml;ber den Leip&shy;ziger Kurzwellensender und wahrscheinlich auch &uuml;ber einen rum&auml;nischen Sender.</p>
<h2>AMERICAN FORCES NETWORK</h2>
<p>W&auml;hrend der Berlin-Krise um den Bau der Mauer wendet sich aus Ost-Berlin ein falsches AFN an die in den Konflikt verwickelten amerikanischen Soldaten auf der Welle von AFN Berlin (und dem Deutschen Soldatensender) 935 kHz. Seine Kennmelodie: &quot;Don&#39;t fence me in&quot; (Z&auml;une mich nicht ein).</p>
<h2>RADIO VLTAVA</h2>
<p>Radio Vltava meldet sich vom ersten Tag des Einmarsches von Truppen des Warschauer Vertrags in die Tschechoslo&shy;wakei an und sendet sechs Monate lang 1968 in tschechischer und slowakischer Sprache. Radio Vltava benutzt haupt&shy;s&auml;chlich die Mittelwellenfrequenz 1430 kHz. Am 13. Febru&shy;ar 1969 beendet der Propagandasender pl&ouml;tzlich seine Sendungen. Wenige Stunden sp&auml;ter ist auf dieser Welle Radio Berlin International zu h&ouml;ren.</p>
<h2>RADIO IRAN-KURIER  <br />(Radio Peyk-e Iran)</h2>
<p>Zwischen 1957 und 1961 (hier&uuml;ber gibt es unterschied&shy;liche Angaben) beginnen Sendungen der iranischen Kommu&shy;nisten &uuml;ber die Anlagen von Radio Berlin International. Ab 1963 wird Radio Iran-Kurier, dessen iranischer Name in Deutschland nicht unbekannt ist, von bulgarischen Sendern ausgestrahlt. Die iranische kommunistische Tudeh-Partei sendet &uuml;ber diesen Sender w&ouml;chentlich 25 Stun&shy;den 40 Minuten.</p>
<h2>RADIO VOLGA</h2>
<p>Der Sender der sowjetischen Streitkr&auml;fte in der DDR sendet &uuml;ber einen 100 kW starken Langwellensender in K&ouml;nigs Wusterhausen auf 263 kHz. Unter der Ansage &quot;Govorit Volga&quot; gibt es t&auml;glich zwischen 19 und 20 Uhr, am Wochenende zus&auml;tzlich vormittags, Musik und Infor&shy;mationen f&uuml;r die sowjetischen Soldaten. In der &uuml;brigen Zeit wird das erste Programm des Moskauer Inlandsrund&shy;funks &uuml;bertragen.</p>
<h2>RADIO MOSKAU  <br />SENDER FRIEDEN UND FORTSCHRITT</h2>
<p>Die sowjetischen Sender Radio Moskau und ab 1964 der Sender Frieden und Fortschritt nutzen neben dem Sender von Radio Volga auch einen eigenen Relaissender in Leipzig auf der Mittelwellenfrequenz 1323 kHz mit einer Sende&shy;leistung von 150 kW</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignleft size-full wp-image-800" src="http://wp.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1991/08/Rundfunk_ddr_qsl_radiomoskau.gif" hspace="6" alt="QSL-Karte von Radio Moskau" title="QSL-Karte von Radio Moskau" border="0" style="float: left;" width="400" height="494" />&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h1>Stimme der DDR</h1>
<div align="center"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignleft size-full wp-image-801" src="http://wp.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1991/08/Rundfunk_ddr_stimmederddr.gif" hspace="6" alt="Stimme der DDR" title="Stimme der DDR" border="0" style="float: left;" width="79" height="80" /></div>
<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="2" style="text-align: left">
<tbody>
<tr>
<td rowspan="18" style="vertical-align: top; text-align: left">Sender (1987):</td>
<td rowspan="11" style="text-align: left; vertical-align: top">UKW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,65 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Brocken</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,4 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Dequede</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">96,9 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Dresden</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,25 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Helpterberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,15 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">30 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Inselsberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,15 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Karl-Marx-Stadt</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">97,0 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Leipzig</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">96,6 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Marlow</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">96,65 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Schwerin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">95,3 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Sonneberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">94,2 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td rowspan="4" style="text-align: left; vertical-align: top">MW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Burg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">783 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1000 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Wachenbrunn</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">882 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">250 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1170 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">5 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Burg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1575 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">250 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">LW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Oranienburg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">177 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">750 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">KW</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">6155 kHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">50 kW</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" valign="middle" style="text-align: left">(&Uuml;ber 1575 kHz und die Kurzwelle werden zeitweise die Sendungen von Radio Berlin International ausgestrahlt)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> 1971 stellen der Deutschlandsender und die Berliner Welle ihre Sendungen ein. Auf ihren Wellen meldet sich ab dem 15. November 1971 die Stimme der DDR &quot;aus der DDR f&uuml;r die DDR und ihre Freunde im Ausland&quot;, wie es im Programmauftrag hei&szlig;t. </p>
<p>Das Programm besteht aus Informations- und Musiksendungen, au&szlig;erdem aus den obligatorischen Nachrichten, Kommentaren und anderen Zeitfunksendungen. Ein bi&szlig;chen st&auml;rker als die anderen Sender des Rundfunks der DDR orientiert man sich auch gen Westen und greift Themen aus der Bundesrepublik immer etwas ausf&uuml;hrlicher auf als die Kollegen. </p>
<p>Nat&uuml;rlich ist man sich in der Nalepastra&szlig;e 18-50, genau wie von allen Stationen auch Sitz der Stimme der DDR, im Klaren dar&uuml;ber, da&szlig; es nicht gelingen kann, ein breites Publikum in der Bundesrepublik zu erreichen. Man ist sich bewu&szlig;t, da&szlig; vor allem Gesinnungsfreunde aus dem Westen die Stimme der DDR h&ouml;ren, um etwas &uuml;ber die offizielle Position der DDR zu diesem oder jenem Thema zu erfahren. Und so befriedigt die Stimme der DDR auch diese speziellen Informationsbed&uuml;rfnisse, zum Beispiel bei Berichten &uuml;ber die Parteitag der DKP: </p>
<p> <em>&quot;Mit lang anhaltendem Beifall begr&uuml;&szlig;ten die Delegierten dieses Parteitages Hermann Axen, Mitglied des Politb&uuml;ros und Sekret&auml;r des ZK der SED, als er ans Rednerpult trat: <br />&#39;Liebe Genossinnen und Genossen! Es ist f&uuml;r unsere Delegation eine tiefe Freude, euch, den Delegierten des 8. Parteitages der Deutschen Kommu&shy;nistischen Partei, die herzlichsten, br&uuml;derlichen Kampfesgr&uuml;&szlig;e der Kommunisten der Deutschen Demokratischen Repu&shy;blik, des Zentralkomitees der Sozialist&shy;ischen Einheitspartei Deutschlands und seines Generalsekret&auml;rs, Genossen Erich Honecker, zu &uuml;bermitteln! (&#8230;) Das Banner Ernst Th&auml;lmanns f&uuml;hrt die revolution&auml;re Vorhut der Arbeiter&shy;klasse und des Volkes der Bundesrepu&shy;blik Deutschland, die Deutsche Kommunist&shy;ische Partei, mit unbesiegbarer Kraft voran im Kampf um Frieden, Demokratie und Sozialismus!&quot;</em> </p>
<p> In einer kleinen Werbeschrift &quot;Rundfunk der DDR sendet f&uuml;r Sie!&quot; wird die Stimme der DDR gefeiert: </p>
<p> <em>&quot;Ein Programm nach H&ouml;rerwunsch &#8211; Stimme der DDR. Spritzige Morgenmusik, Infor&shy;mationen und polemische Einblicke, Vormittagsmagazin &#39;Bunte Welle&#39;, popu&shy;l&auml;re Unterhaltung zum Feierabend, festliches Konzert am Samstagabend, Pop-mobil zum Muntermachen in der Nacht. J&auml;hrliche Solidarit&auml;tsaktion &#39;Dem Frieden die Freiheit&#39;.&quot;</em> </p>
<p> Die angesprochene Solidarit&auml;tsaktion &quot;Dem Frieden die Freiheit&quot; ist tats&auml;chlich jedes Jahr einer der H&ouml;hepunkte des Rundfunks der DDR, speziell der Stimme der DDR. Bei dieser Aktion werden Spenden f&uuml;r die nationalen Befreiungsbewegungen in der &quot;Dritten Welt&quot; und f&uuml;r den Aufbau gerade befreiter L&auml;nder gesammelt. In den letzten Jahren der DDR sind vor allem die Sandinisten Nicaraguas und die Befreiungsbewegung SWAPO von Namibia Ziel der Solidarit&auml;t. Die Aktion wird regelm&auml;&szlig;ig durch gro&szlig;e Kon&shy;zerte begleitet, die von Stimme der DDR und dem DDR-Fernsehen direkt &uuml;bertragen werden. </p>
<p>Andere Ereignisse, bei denen Stimme der DDR und ihre Mitfunker auf Hochtouren laufen, sind diverse Festivals der FDJ und der SED, so das &quot;Festival des politischen Liedes&quot;, die FDJ-Pfingsttreffen, die regelm&auml;&szlig;ig stattfindenden &quot;FDJ-Liedersommer&quot; und viele andere, au&szlig;erdem nat&uuml;rlich immer wieder die Feierlichkeiten am 1. Mai und 7. Oktober (Geburtstag der DDR).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Jugendradio DT 64</h1>
<div align="center"><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignleft size-full wp-image-802" src="http://wp.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1991/08/Rundfunk_ddr_dt64.gif" hspace="6" alt="Jugendradio DT 64" title="Jugendradio DT 64" border="0" style="float: left;" width="79" height="46" /></div>
<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="2" style="text-align: left">
<tbody>
<tr>
<td rowspan="13" style="text-align: center; vertical-align: top">Sender (1987):</td>
<td rowspan="13" style="text-align: center; vertical-align: top">UKW</td>
<td rowspan="2" style="text-align: left; vertical-align: top">Schwerin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">88,5 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">101,3 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Berlin</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">93,1 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Brocken</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">101,4 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Dequede</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">101,0 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Dresden</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">96,2 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Inselsberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">102,2 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Karl-Marx-Stadt</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">100,0 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Leipzig</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">98,5 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">10 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">L&ouml;bau</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">91,8 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Marlow</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">95,5 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Putbus</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">91,5 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
<tr>
<td valign="middle" style="text-align: left">Sonneberg</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">102,7 MHz</td>
<td valign="middle" style="text-align: left">1 kW</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> 1987 versuchen SED und FDJ der Tatsache entgegenzusteuern, da&szlig; immer mehr Jugendliche auf westliche Rundfunksender umschalten, bei denen es keine Regel gibt, da&szlig; die H&auml;lfte der gespielten Musik aus der DDR sein mu&szlig;. Vor allem RIAS 2 erfreut sich wachsender Beliebtheit. So fast man im Zentral&shy;rat der FDJ den Entschlu&szlig;, die Jugendsendungen des Berli&shy;ner Rundfunks, Jugendstudio DT 64, und der Stimme der DDR, Hallo &#8211; Das Jugendjournal, aus dem Programm auszugliedern und ihnen eine eigene Senderkette zu geben. Es entsteht das Jugendradio DT 64, eine Einrichtung, die tats&auml;chlich viele junge Menschen in der DDR anspricht, ohne den Sendern aus der Bundesrepublik und Westberlin ihre Basis zu ent&shy;ziehen. Das gelingt dem Sender, der seinen Namen vom &quot;Deutsch&shy;landtreffen der Jugend 1964&quot;, einem Treffen von FDJ und westdeutschen Jugendlichen mit mehreren hunderttausend Teilnehmern, herf&uuml;hrt, vor allem dadurch, da&szlig; er schon vor der Wende im Vergleich zu den anderen Sendern relativ offen berichtet und auch viel unkonventionelle Musik spielt, so auch Punkrock der &quot;Toten Hosen&quot; und der DDR-Band &quot;Die Skeptiker&quot; mit sehr kritischen Texten: </p>
<p> <em>&quot;Alle wollen mit dem Arsch an die Wand, <br />Schleimer und Kriecher gibt&#39;s in jedem Land, <br />die erste B&uuml;rgerpflicht hei&szlig;t Ord&shy;nung und Ruh&#39;, <br />schlaft gut und macht die Augen nur fest zu.&quot;</em> </p>
<p>Dazu kommt ein sehr auf die Jugend ausgerichtetes Programm&shy;format. Nachrichten sind meist sehr kurz gehalten und ver&shy;f&uuml;gen meist sogar &uuml;ber Inhalt &#8211; im Gegensatz zu den vor Selbstverpflichtungen und Normerf&uuml;llungen triefenden Nach&shy;richten der alten DDR-Sender. </p>
<p>Aber nat&uuml;rlich steht auch DT 64 voll unter Kontrolle von SED und FDJ und die Offenheit findet ihre Grenzen, wenn es um Kritik an den Grundlagen des Systems und an schweren M&auml;ngeln geht. </p>
<p> In der Werbebrosch&uuml;re &quot;Rundfunk der DDR sendet f&uuml;r Sie&quot; klingt die Einrichtung des Jugendsenders so: </p>
<p> <em>&quot;In dem Bem&uuml;hen, den Anspr&uuml;chen der H&ouml;rer nach vielseitiger Infor&shy;mation und Unterhaltung noch besser gerecht zu werden, wurden Ende 1987 die nationalen Programme des DDR-Rundfunks weiter profiliert: <br />Seit dem 1. Dezember 1987 sendet Jugendradio DT 64 &#8211; das seit M&auml;rz 1986 als selbst&auml;ndiger Sender be&shy;steht &#8211; auf eigenen Frequenzen t&auml;g&shy;lich von 4.00 bis 24.00 Uhr f&uuml;r junge Leute. Damit konnten der Ber&shy;liner Rundfunk und die Stimme der DDR, die bis dahin umfangreiche Jugendsendungen ausstrahlten, eine Reihe neuer Programmvorhaben &#8211; vor allem auf dem Gebiet der Musik und der Ratgeberreihen &#8211; verwirklichen.&quot;</em> </p>
<p> Kurz vor und w&auml;hrend der Wende in der DDR geh&ouml;rt DT 64 zu denjenigen, die am schnellsten schalten. Schon vor Honeckers Sturz h&ouml;rt man auf DT 64 bereits vereinzelt kri&shy;tische Beitr&auml;ge, beispielsweise Interviews mit Teilnehmern der Montagsdemonstration. Nach Honeckers Sturz ist das Jugendradio der Sender, der am schnellsten auf die neue Situation umschaltet. Kritik und Offenheit geh&ouml;rt nun fest zum Programm. Doch im Gegensatz zu den meisten Journalisten beweisen die Jugendradio-Mitarbeiter kein Wellenlinienbe&shy;wu&szlig;tsein. Auch als die meisten Journalisten &#8211; in Angst um ihren Posten &#8211; pl&ouml;tzlich der Marktwirtschaft das Wort reden, die sie vorher verdammt haben, bleibt DT 64 eine kritisch fragende Instanz.</p>
<p align="center"><img decoding="async" src="images/stories/Rundfunk/ddr/dt64-demo.jpg" hspace="6" alt="Schwerin, 29. Februar 1992: 5000 meist junge Menschen demonstrieren f
</p>
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		<item>
		<title>Roter Schwarzfunk. Der deutsche Freiheitssender 904 und der Deutsche Soldatensender</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 1988 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Roter Schwarzfunk]]></category>
		<category><![CDATA[AFN]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Freiheitssender 904]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Soldatensender]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlandsender]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme der DDR]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich 1988 beim damaligen Kurzwellen-Pressedienst aus Göttingen die Broschüre &#8222;Roter Schwarzfunk. Freiheitssender 904 und Deutscher Soldatensender&#8220; (vom Verlag ergänzt[...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-780 size-full" style="float: left;" title="Roter Schwarzfunk. Der deutsche Freiheitssender 904 und der Deutsche Soldatensender" src="https://www.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1988/07/Rundfunk_904_904_cover.gif" alt="Roter Schwarzfunk. Der deutsche Freiheitssender 904 und der Deutsche Soldatensender" width="250" height="352" border="0" hspace="6" />Als ich 1988 beim damaligen Kurzwellen-Pressedienst aus Göttingen die Broschüre &#8222;Roter Schwarzfunk. Freiheitssender 904 und Deutscher Soldatensender&#8220; (vom Verlag ergänzt um die Unterzeile &#8222;Zwei Instrumente der Rundfunkpropaganda der DDR im Kalten Krieg&#8220;) veröffentlichte, gab es praktisch keinerlei Informationen über diese beiden Untergrundsender. Das hat sich mittlerweile geändert, da heute aufgrund gewisser geschichtlicher Umstände ganz andere Quellen zur Verfügung stehen. Trotzdem freue ich mich, dass einige Autoren meine kleine Arbeit von damals heute noch nutzen, wie aus ihren Fußnoten hervorgeht. Einige der heutigen Informationen habe ich in der Link-Liste zusammengestellt, auf einigen dieser Seiten sind auch kurze Hörproben der beiden Sender zu finden.</p>
<p>Auf dieser Seite habe ich den von mir geschriebenen Text der Broschüre zur Verfügung gestellt, die vom Verlag damals hinzugefügten Teile habe ich mir und Euch erspart, da sie zur Sache wenig beitragen. Ich habe den Text inhaltlich nicht verändert (auch wenn es mir manchmal in den Fingern kribbelte), nur offensichtliche Tippfehler, sofern ich sie bemerkt habe, wurden verbessert.</p>
<p>Auf dem Cover taucht als Mitautor Christian Steffens auf. Wenn ich mich recht erinnere, hielt sich sein praktischer Beitrag damals aber sehr in Grenzen, ich wollte wohl nur nicht alleine auf dem Cover stehen. Trotzdem einen lieben Gruß an Christian, falls er mal auf dieser Seite vorbeistolpern sollte. <span id="more-787"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Vorgeschichte</h2>
<p>Lange Zeit bevor zum ersten Mal die Ansage des Deutschen Freiheitssenders 904 ertönte, wurde am 30. Dezember 1918 auf einem Gründungsparteitag die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ins Leben gerufen. Schon am Anfang der 20er Jahre versuchten die Kommunisten im Arbeiter-Radio-Bund und später im Freien Radio-Bund das neue Medium Rundfunk für sich zu erobern, jedoch kam man über vereinzelte illegale Ausstrahlungen nicht hinaus. Der staatliche Rundfunk blieb den Kommunisten, ebenso wie zunächst den Sozialdemokraten, die ähnliche Ambitionen hatten, verwehrt. Später begannen die Kommunisten verstärkt für die deutschsprachigen Sendungen des Moskauer Gewerkschaftssendsrs zu werben. &#8222;Hört Moskau&#8220; war an vielen Häuserwänden zu lesen und überall wurde zum Gemeinschaftsempfang des Moskauer Senders aufgerufen. Manchmal gelang es kommunistischen Rednern aber auch, sich gewaltsam in den offiziellen Rundfunk einzuschalten. 1928 wurde ein SPD-Redner kurzzeitig entführt, an seiner Stelle sprach der Landtagsabgeordnete Karl Schulz gegen den Panzerkreuzerbau, ebenso wie Hindenburgs Neujahrsrede 1932 über eine angezapfte Leitung von ironischen Bemerkungen unterbrochen wurde. Nach Hitlers Machtergreifung im Januar 1933 begannen viele oppositionelle Gruppen, darunter auch die Kommunisten, mit dem Aufbau illegaler Sender gegen das faschistische Regime. Genannt seien hier der Sender Schuarze Front oder die zahlreichen Geheimsender der Engländer (Gustav Sigfried l, Soldatensender Calais,..,) und der Amerikaner (1212), die vor allem im Zweiten Weltkrieg ihre Botschaft nach Hitlerdeutschland strahlten. Die Kommunisten ließen erstmals einen Deutschen Freiheitssender aus dem Äther tönen.</p>
<p>&#8222;Hier spricht, der Deutsche Freiheitssender 29,8. Trotz Gestapo. Sollten Sie uns an einem Abend nicht hören können, aus begreiflichen Gründen, so suchen Sie am nächsten Abend. Wir kommen immer wieder.'&#8220;</p>
<p>Dieser Sender begann seine Sendungen am 10. Januar 1937 über einen Sender in der Nähe von Madrid. Wegen seiner Aktualität vermuteten seine Hörer, ebenso wie die Gestapo, seinen Standort in Deutschland, was die Nazis zu einer fieberhaften Suche nach 29,8 veranlaßte. Es wurden LKWs, Rheinschiffe, Scheunen u.v.m. durchsucht. Erst durch die Hilfe von italienischen Peilspezialisten konnte man den Standort des Senders bestimmen, der, zum Bedauern der Gestapo, leider nicht in Reichweite war. Briefe trafen bei 29,8 in großer Zahl und aus aller Welt ein. So schrieb ein Hörer aus New York:</p>
<p>&#8222;Der illegale Sender 29,8 wird in New York und Philadelphia deutlich gehört und findet bei den Deutschen in den USA große Begeisterung.&#8220; In einem Brief aus der Tschechoslowakei hieß es: &#8222;An den Freiheitssender Welle 29,8. Genosse! Wir entsprechen gerne Deinem Wunsche und teilen Dir mit, daß wir Dich in Pilsen ausgezeichnet hören. Bei Deiner Sendung drängen sich unzählige tschechische Genossen um den Radioapparat. Wir sprechen Dir einmütig unsere Bewunderung für Deine heldenmütige Tat aus und wünschen Dir von ganzem Herzen, daß Du den Erfolg Deiner Tätigkeit im befreiten Deutschland in vollster Gesundheit erlebst!&#8220;</p>
<p>Der Deutsche Freiheitssender 29,8 meldete sich täglich ab 22.00 Uhr etwa 60-90 Minuten lang auf Kurzwelle 29,8 Meter = 10060 kHz (z.T. auch etwas höher oder tiefer, bis ins 31-Meterband, um so deutschen Störsendern zu entgehen).</p>
<p>Wegen dem spanischen Bürgerkrieg mußte der Sender seinen Standort von Madrid nach Barcelona verlegen und seine Sendungen im März 1939 ganz einstellen.</p>
<p>Vier Jahre später, diesmal aus östlicher Richtung, meldete sich ab dem 20. Juli 1943 mit dem Sender Freies Deutschland erneut ein kommunistischer Sender. Er fungierte als Sprachrohr des Nationalkomitees Freies Deutschland und sendete über die Anlagen von Radio Moskau auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle mehrmals täglich. Er stellte seine Sendungen kurz nach Kriegsende wieder ein.</p>
<p>&#8222;This is Radio Hamburg, a Station of the Alliied Military Government &#8211; Hier ist Hamburg, ein Sender der Alliierten Militärregierung&#8220;</p>
<p>Mit dem Kriegsende konnten auch die Partelen, darunter auch die KPD, wieder legal wirken. Sozialdemokraten, Kommunisten, Christen und andere Antifaschisten gingen gemeinsam an den Wiederaufbau der Städte und begannen auch mit dem Aufbau eines demokratischen Rundfunks, zunächst unter Aufsicht der Alliierten, später selbstverwaltet im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.</p>
<p>Bei den Wahlen zum 1. Deutschen Bundestag erhielt die KPD 5,7 % der Stimmen und zog so mit 15 Sitzen in das Parlament ein.</p>
<p>Nur zwei Jahre nach diesen Wahlen stellte die Bundesregierung unter Konrad Adenauer am 22. November 1951 beim Bundesverfassungsgericht Karlsruhe den Verbotsantrag gegen die KPD.</p>
<p>Am 6. Januar 1952 bestimmte die KPD Max Reimann, Heinz Renner und Walter Fisch zu bevollmächtigten Vertretern der Partei vor dem Bundesverfassungsgericht.</p>
<p>Erst fünf Jahre nach dem Verbotsantrag erklärte das Bundesverfassungsgericht die KPD am 17. August 1956 für verfassungswidrig und damit für verboten.</p>
<p>Doch die Partei hatte sich gut auf das Verbot vorbereitet. Mit Untergrundzeitungen und -Schriften, mit Wandparolen und Verteilaktionen protestierte sie gegen das Verbot. Nur einen Tag nach dem Verbot ertönte aus bundesdeutschen Radios um 20.00 Uhr erstmals die Ansage:</p>
<p>&#8222;Hier ist der Deutsche Freiheitssender 904.'&#8220;</p>
<h2>„Hier spricht der Deutsche Freiheitssender 904“</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-781 size-full" style="float: right;" title="Werbeanzeige von 904 in einer illegalen KPD-Zeitung" src="https://www.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1988/07/Rundfunk_904_904_werbung1.gif" alt="Werbeanzeige von 904 in einer illegalen KPD-Zeitung" width="400" height="97" border="0" hspace="6" />18. August 1956, 20.00 Uhr. Zum ersten Mal meldet sich auf Mittelwelle 331,9 Meter, zwischen Mailand und London, der Deutsche Freiheitssender 904. Ab diesem Tag ist er mehrmals täglich auf Sendung. Der Freiheitssender behauptet von sich, er würde aus &#8222;einem Keller, irgendwo in der Bundesrepublik&#8220; senden, ständig verfolgt von &#8222;Staatsschatz and politischer Polizei&#8220;. In den Sendungen erwecken die Sprecher den Eindruck, sie würden in der Bundesrepublik leben und hätten natürlich ständigen Kontakt mit der westdeutschen Bevölkerung und ihrer Meinung.</p>
<p>&#8222;Als ich mich gestern nachmittag im Hamburger Stadtpark auf einer Bank ein uenig vom Getriebe der Stadt verschnaufen wollte, kam ich mit einem vielleicht 20 jährigen &#8211; wie sich später herausstellte &#8211; Motorenschlosser ins Gespräch. Wir unterhielten uns gerade über die Vor- und Nachteile seiner ziemlich neuen DKW-Maschine, als ein Unteroffizier und ein Gefreiter in Bundesuehruniform an uns vorübergingen.&#8220;</p>
<p>Um die Illegalität der Station bei ihren Hörern glaubhaft zu machen, wird ein Brummton auf die Senderfrequenz gelegt. Ungeschulte Sprechtechnik, saloppe Ausdrucksweise und immer wiederkehrende Entschuldigungen (&#8222;&#8230;Weil wir unter schwierigsten Bedingungen senden müssen,..&#8220;&#8218;) sollen diesen Eindruck noch verstärken.</p>
<p>Nach allen im Westen verbreiteten Informationen aber sendet 904 über die Anlagen des Mittelwellensenders Burg bei Magdeburg in der DDR. Hierbei muß aber bemerkt werden, daß bis heute, 1988, der Standort DDR des Freiheitssenders weder von der DDR noch von bundesdeutschen Kommunisten bestätigt wird.</p>
<p>&#8222;Ich begrüße Sie recht herzlich zum 2. Abendprogramm des Deutschen Freiheitssenders 904, des einzigen Senders in der Bundesrepublik, der nicht unter Regierungskontrolle steht.'&#8220;</p>
<p>Die Musik, die der Freiheitssender in seinen Sendungen ausstrahlt, unterscheidet sich sehr vom Musikformat des offiziellen DDR-Rundfunks der 50er und 60er Jahre. Aktuelle westliche Tanzmusik und Jazz umrahmen die Wortbeiträge, was in den Programmen der offiziellen DDR-Stationen, z.B. der Deutschlandsender oder Radio DDR, keinesfalls eine Selbstverständlichkeit Ist.</p>
<p>Mit seinen Wortbeiträgen richtet sich der Deutsche Freiheitssender 904 besonders an die Soldaten der Bundeswehr. Die Tatsache, daß 904 gut über interne Geschehnisse innerhalb der Bundeswehr (Versetzungen, Manöverunfälle &#8230;) unterrichtet ist, und das gute Musikprogramm lassen viele Soldaten auf diese Welle umstellen. Informationen über die Bundeswehr und alles, was mit ihr zusammenhängt, bringt 904 auch für die Zivilbevölkerung. Als es um die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in der Bundesrepublik geht, bringt 904 folgenden Beitrag:</p>
<p>&#8222;Die Berufsschüler eines niederrheinischen Städtchens erhielten Fragebögen, auf denen stand: &#8218;Welche Vorteile bietet nach Deiner Auffassung eine abgeschlossene BerufsausbiIdung für einen späteren Dienst bei der Bundeswehr?&#8216; Die Jugendlichen antworteten kurz und bündig: &#8218; Kommt für mich nicht in Frage. Lehne die allgemeine Wehrpflicht ab.'&#8220;</p>
<p>In die Sendungen streut der Freiheitssender auch immer wieder verschlüsselte Meldungen an Gruppen der verbotenen KPD im Untergrund ein, so z.B. am 22. April 1959:</p>
<p>&#8222;Hier ist der Deutsche Freiheitssender 904. Achtung, wir melden uns mit einer wichtigen Durchsage. Wir rufen den Stellvertreter von Drosselbart. Die Karawane trifft zwei Stunden früher ein. Besondere Maßnahmen nicht erforderlich. Ende der Durchsage.&#8220;</p>
<p>Es ist heute nicht bekannt, ob sich diese Durchsagen wirklich an Untergrundgruppen der KPD richteten oder ob damit den Hörern die Existenz einer starken bundesdeutschen Untergrundbewegung suggeriert werden sollte. Hierüber gibt es im Westen die unterschiedlichsten Auffassungen und Ansichten. Sicher ist jedoch, daß 904 nicht dazu ausreichte, eine Untergrundbewegung in der gesamten Bundesrepublik mit Nachrichten zu versorgen, da der Freiheitssender in Süddeutschland nicht zu hören war.</p>
<p>&#8222;Von heute, liebe Freunde, wird unsere Sendung jeden Abend drei Stunden dauern. Wir hoffen, daß die Herren von Verfassungsschutz und von der politischen Justiz uns noch einmal verzeihen können &#8211; wir wollen es auch ganz bestimmt jeden Abend wieder tun.'&#8220; (Deutscher Freiheitssender 904 am 22. April 1959)</p>
<p>Die Sendezeiten von 904 werden in seiner 15-jährigen Lebenszeit mehrmals geändert. So heißt es in einer Bekanntmachung von 904 in einer KPD-Untergrundschrift:</p>
<p>&#8222;Hört den deutschen Freiheitssender 904. Jeden Abend um 19.00 Uhr, 21.00 Uhr, 22.30 Uhr. Jeden Morgen um 4.30 Uhr, 5.00 Uhr, 5.30 Uhr. Hört die Welle des Deutschen Freiheitssenders 904 -331,9m .'&#8220;</p>
<p>In einer erhalten gebliebenen Ansage heißt es dagegen:</p>
<p>&#8222;Hier ist der Deutsche Freiheitssender 904. Wir senden morgens von 5 bis 6 Uhr und abends um 19 Uhr, um 21 Uhr und um 22 Uhr.&#8220;</p>
<p>Das DW Handbuch 1972 der Deutschen Welle weiß zu berichten, daß der Sender &#8222;aufgrund 20prozentiger Programmkürzung Ende 1969 (&#8230;) noch 21 Wochenstunden Sendezeit&#8220; hat. In diesem Handbuch taucht auch plötzlich die Behauptung auf, 904 würde den &#8222;250-kW-MW-Sender von Burg&#8220; benutzen, während andere westliche Publikationen, der Osten schweigt ja verständlicherweise zu diesem Thema, die Sendeleistung 100 kW nannten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-782 size-full" style="float: left;" title="Fremdsprachige Sendungen des Deutschen Freiheitssenders 904" src="https://www.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1988/07/Rundfunk_904_904_werbung_int.gif" alt="Fremdsprachige Sendungen des Deutschen Freiheitssenders 904" width="400" height="238" border="0" hspace="6" />Im DW Handbuch 1972 werden auch die Fremdsprachensendungen des Freiheitssenders erwähnt, die der Programmkürzung von 1969 zum Opfer fielen. Der Sender informiert über diese Programme in der KPD-Untergrundzeitung Freies Volk wie folgt:</p>
<p>&#8222;Allen Arbeitern teilt der Deutsche Freiheitssender 904 mit: Wir senden für italienische, spanische, griechische und türkische Arbeiterinnen und Arbeiter in der Bundesrepublik in ihrer Heimatsprache:</p>
<p>Jeden Dienstag von 19.45 bis 20.00 Uhr in griechischer Sprache. Jeden Samstag von 19.45 bis 20.00 Uhr in italienischer Sprache. Jeden Samstag von 22.40 bis 23.00 Uhr in spanischer Sprache. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 19.45 bis 20.00 Uhr in türkischer Sprache.&#8220;</p>
<p>Das Programm des Deutschen Freiheitssenders 904 hat folgende Einteilung: In der ersten halben Stunde des dreistündigen Abendprogramms bringt der Sender politische Informationen, Kommentare, Berichte und Nachrichten. Montags liegt der Schwerpunkt des Programms in der Betriebsarbeit, dienstags werden dominierend Jugendfragen behandelt, und sonntags steht die internationale Arbeiterbewegung im Vordergrund.</p>
<p>In den Sendungen von 904, den seine Hörer übrigens über eine Wiener Postfachanschrift erreichen können, werden auch massive Drohungen ausgesprochen, z.B. im Januar 1959:</p>
<p>&#8222;Wer sich in die Dienste der Bonner Schnüffelzentralen begibt oder an deren Verfolgung aufrechter Kämpfer für Frieden, Demokratie und gesellschaftlichen Fortschritt teilnimmt, muß wissen, daß er als Volksfeind und Verräter betrachtet und schließlich auch zur Verantwortung gezogen werden wird.&#8220;</p>
<p>Der Deutsche Freiheitssender 904 stellt seine Sendungen am 1. Oktober 1971, wenige Tage vor einer großangelegten Umstrukturierung des staatlichen DDR-Rundfunks, ohne jede Vorankündigung ein. Im Westen wird dieser Sendeschluß auch als ein Zeichen für das Ende der illegalen KPD angesehen, deren Vorsitzender, Max Reimann, kurze Zeit zuvor Mitglied der, 1968 gegründeten, Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) wird. Die Zeit der Entspannung zwischen Ost und West ist angebrochen.</p>
<h2>Eine neue Station: „Sie hören den Deutsche Soldatensender“</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-783 size-full" style="float: right;" title="Deutscher Soldatensender" src="https://www.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1988/07/Rundfunk_904_dss-logo.gif" alt="Deutscher Soldatensender" width="116" height="126" border="0" hspace="6" />Wegen des besonderen Erfolges des Deutschen Freiheitssenders 904 bei Bundeswehrsoldaten, entschließt sich die Exil-KPD zum Start einer speziell auf diese Hörergruppe ausgerichteten Station. Der Deutsche Soldatensender nimmt im September 1960 auf Mittelwelle 935 kHz seine Sendungen auf. In der Anfangszeit meldet er sich unregelmäßig in den Abendstunden, später strahlt er ein Wochenprogramm von fast 30 Stunden aus, länger als 904 auf Sendung ist.</p>
<p>Offiziell ist auf der Frequenz 935 kHz der sowjetische Sender Lemberg registriert, der seine Sendungen jedoch in den Abendstunden zugunsten des Soldatensenders reduziert. Ebenfalls sendet, wenn auch mit schwacher Leistung, auf 935 kHz AFN Berlin, der amerikanische Soldatensender. Deshalb ist DSS im Raum Berlin nicht zu hören. Wie der Deutsche Freiheitssender 904 sich nach dem Weltkriegssender Deutscher Freiheitssender 29,8 benennt, &#8222;klaut&#8220; auch der Deutsche Soldatensender seinen Namen aus dem Zweiten Weltkrieg, vom Soldatensender Calais.</p>
<p>Die Reaktionen auf den Soldatensender sind unterschiedlich. Während die KPD in ihren Untergrundschriften die Existenz des Soldatensenders nicht oder nur nebensächlich erwähnt, scheint er doch ziemlich viel gehört zu werden. Noch heute erinnern sich viele, die damals auf 935 kHz umgeschaltet haben, an das &#8222;Bumm, Bumm, &#8218;Bumm&#8220;, das Sendezeichen des Deutschen Soldatensenders. Zum Vergleich: an das Pausenzeichen von 904 (&#8222;Freude schöner Götterfunken&#8220;) erinnern sich nur wenige. Wahrscheinlich auch deshalb, weil das Sendezeichen von 904 weniger markant klingt als das vom Soldatensender. Mit seinen Sendungen will die Station die Bundeswehrsoldaten unterhalten und ihnen mit militärischen Kommentaren sagen, was sie, der Meinung von DSS nach, tun sollen.</p>
<h3>AFN ODER NICHT AFN &#8211; DAS IST HIER DIE FRAGE !</h3>
<p>Während des Berliner Mauerbaus wendet sich ein falscher AFN Berlin, eine Variante des Deutschen Soldatensenders, an die in den Streit um die Berliner Mauer verwickelten amerikanischen Soldaten. Seine Einleitungsmelodie: &#8222;Don&#8216; t fence me in&#8230;&#8220; (&#8222;Zäune mich nicht ein&#8220;).</p>
<h3>1972: DAS ENDE DES SOLDATENSENDERS</h3>
<p>Im Zeichen zunehmender Entspannung entschließen sich die Betreiber des Deutschen Soldatensenders im Juli 1972, ihren Sender einzustellen. Genauso hatte es der Deutsche Freiheitfsender 904 bereits neun Monate zuvor gemacht. So erklang also im Sommer 1972, noch vor der Unterzeichnung des Grundlagenvertrages zwischen der Bundesrepublik und der DDR im Dezember, zum letzten Mal die Stationsabsage des Soldatensenders. &#8222;Sie hörten den Deutschen Soldatensender. Wir senden täglich 6.15 Uhr, 22.30 Uhr, 18 Uhr, 20.15 Uhr und 23.30 Uhr auf Mittelwelle 935 kHz.&#8220;</p>
<h2>Von „plumpe Propaganda“ bis „einziger freier Sender“</h2>
<p>Der Deutsche Freiheitssender 904 blieb natürlich von den westlichen Medien nicht unbemerkt und auch in KPD-Publikationen, die in der DDR herausgegeben wurden, fand 904 Beachtung. In diesem Kapitel wollen wir einmal unkommentiert West wie Ost zu Wort kommen lassen.</p>
<p>Das Sachwörterbuch der Geschichte, erschienen 1969 im Dietz-Verlag Berlin/DDR, kommentiert 904 beispielsweise so: &#8222;Deutscher Freiheitssender 904: Illegaler Sender, der mit seinen Sendungen den Kampf der demokratischen Kräfte Westdeutschlands gegen Monopoldiktatur und Agressionspolitik, für eine friedliebende, demokratische und sozial gerechte Ordnung in Westdeutschland unterstützt. Er ist der einzige westdeutsche Sender, der nicht durch die Regierung des Monopolkapitals gesteuert und finanziert wird. Er strahlte am 17. August 1956, dem Tag des Verbots der Kommunistischen Partei Deutschlands, seine erste Sendung aus. Seitdem wendet sich die KPD regelmäßig über ihn an die Arbeiterklasse und die übrige Bevölkerung Westdeutschlands.&#8220;</p>
<p>Die Aussage, 904 hätte seine Sendungen bereits am 17. Augsut 1956, und nicht wie von westlichen Medien dargestellt, am 18. August, begonnen, finden wir auch in anderen DDR-Publikationen, so z.B. in der Dokumentation KPD 1945-1965, 1966 ebenfalls im Berliner Dietz-Verlag erschienen:<br />
&#8222;17.8. Erklärung der KPD zum Verbot der Partei. Der Parteivorstand fordert Freiheit und Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Rechte der KPD.<br />
Der Freiheitssender 904 strahlt seine erste Sendung aus. Über ihn wendet sich die KPD regelmäßig an die westdeutsche Bevölkerung.&#8220;</p>
<p>In diesen Publikationen wird auch die Behauptung bekräftigt, der Deutsche Freiheitssender 904 würde seine Sendungen illegal aus der Bundesrepublik ausstrahlen. Demgegenüber schreibt z.B. das Deutsche Welle Handbuch 1972: &#8222;Es ist seit Jahren bekannt, daß der DEUTSCHE FREIHEITSSENDER 904 nicht aus einem Keller der Bundesrepublik operiert, sondern die DDR-Sendeanlagen von Burg (bei Magdeburg) den Underground-Strapazen vorzieht.&#8220;</p>
<p>Auch über die Inhalte der Sendungen des Freiheitssenders kommen West wie Ost &#8211; natürlich &#8211; zu unterschiedlichen Einschätzungen. Während die DDR-Publikationen, wie schon erwähnt, 904 als das &#8222;Sprachrohr der Arbeiterklasse und der demokratischen Öffentlichkeit der Bundesrepublik&#8220; bezeichnen, herrschen in den Bonner Berichten aus Mittel- und Ostdeutschland ganz andere Töne:</p>
<p>&#8222;Die subversiven Sendungen des &#8218;Deutschlandsenders&#8216; werden seit 1956 noch von dem &#8218;Deutschen Freiheitssender 904&#8216; unterstützt. (&#8230;) Der Sender polemisiert heftig gegen den &#8218;westdeutschen Militarismus&#8216; und gegen die Bundeswehr; er ruft zum Widerstand gegen die Rekrutierung auf und schlachtet Manöverunfälle oder Disziplinarverfahren im kommunistischen Sinne aus.&#8220;</p>
<p>In ihren Untergrundschriften weist die KPD immer wieder auf die Sendungen des Freiheitfsenders hin. Demgegenüber halten sich westliche Zeitungen und Zeitschriften mit Berichten über 904 zurück. In der Anfangszeit des Senders gibt es nur wenige Berichte über 904. Eine der wenigen Erwähnungen des Freiheitssenders im Westen nimmt der Spiegel am 29. August 1956 vor: &#8222;Die kommunistische Propaganda für Westdeutschland hat nach dem Verbot der Zeitungen der &#8218;Freiheitssender 904&#8216; übernommen. Die Sendeleitung ist provisorisch in einem Nebengebäude des sowjetzonalen Fernsehstudios in Berlin-Adlershof untergebracht worden. Die SED plant jedoch, einen neuen Sender zur Ausstrahlung nach Westdeutschland westlich von Magdeburg aufzustellen.&#8220;</p>
<p>Umso mehr wird 904 nach seinem Ende im Oktober 1971 Beachtung zuteil. Der Spiegel schreibt in seiner Nummer 42/1971: &#8222;Ende der Maulwürfe? &#8218;Der einzige Sender der Bundesrepublik, der nicht unter Regierungskontrolle steht&#8216; (Ansage) scheint verstummt. Seit vorletztem Freitag strahlt der DDR-&#8218;Deutsche Freiheitssender 904&#8216;, der am 18. August 1956 &#8211; einen Tag nach dem KPD-Verbot &#8211; den Betrieb aufnahm und seither Musik und verschlüsselte Botschaften sendete (&#8218;Achtung, Fledermaus &#8211; die Maulwürfe graben heute wieder&#8216;), kein Programm mehr aus. Das Schweigen ist vielsagend: Mit dem Sende-Schluß, so vermuten westliche Geheimdienstler will die DDR das Ende der verfassungswidrigen KPD signalisieren, deren Chef Max Reimann am 27. September Mitglied der (1968 gegründeten) Deutschen Kommunistischen Partei geworden ist. &#8220;</p>
<p>Zeltungen, die zuvor hartnäckig schwiegen, entdecken plötzlich den Reiz des kommunistischen Untergrundsenders, so z.B. die Süddeutsche Zeitung: &#8222;Der jetzt verkündeten Neugestaltung (des DDR-Rundfunks &#8211; Red.) war am 1. Oktober der offensichtliche Sendestopp des &#8218;Freiheitssenders 904&#8242; vorausgegangen. Wie der zuständige Mitarbeiter des Bundespresseamtes In Bonn erklärte, ist der Propagandasender seit Ende September &#8217;nicht mehr im Äther&#8216;. Seit August 1956 war die Station ohne Unterbrechung in Betrieb. Sie gab vor, vom Gebiet der Bundesrepublik aus zu senden, stand tatsächlich aber in Burg bei Magdeburg.&#8220;</p>
<p>In einem anderen Artikel berichtet die Süddeutsche Zeitung am 8. November 1971 erneut über die Umgestaltung des DDR-Rundfunks, in der aus dem Deutfchlandfender und der Berliner Welle die noch heute sendende Stimme der DDR wird. In diesem Artikel geht die Zeitung auch noch einmal auf die Sendeeinstellung des Freiheitssenders ein.</p>
<h2>Offizielle DDR-Westsendungen</h2>
<p>Neben den inoffiziellen Rundfunkprogrammen, Deutscher Freiheitssender 904 und Deutscher Soldatensender, konnten die Hörer in der Bundesrepublik auch an sie gerichtete Sendungen des offiziellen DDR-Rundfunks einschalten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-784 size-full" style="float: right;" title="Deutschlandsender" src="https://www.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1988/07/Rundfunk_904_ddr_ds.gif" alt="Deutschlandsender" width="53" height="99" border="0" hspace="6" />Hier ist besonders der Deutschlandsender hervorzuheben, der sich seit der Gründung der Bundesrepublik an westdeutsche Hörer wandte. In seinen Programmen ging der Deutschlandsender ausführlich auf Proteste, Demonstrationen und Streiks der bundesdeutschen Bevölkerung ein, wiederholte Meldungen über derartige Aktionen über mehrere Tage hinweg und brachte ganze Sondersendungen über größere politische Aktionen in der Bundesrepublik, so z.B. über die alljährlichen Ostermärsche der Atomwaffengegner. Hier ein kurzer Auszug aus einer Sondersendung über die Ostermärsche 1966, ausgestrahlt vom Deutschlandsender am Ostermontag 1966:</p>
<p>&#8222;Guten Abend, meine Hörer. Der große Marsch der Vernunft geht zu Ende. In den heutigen Nachmittagsstunden fanden in 13 großen Städten der Bundesrepublik machtvolle Abschlußkundgebungen statt. Wir werden im Verlauf dieser Sendung davon berichten. 150.000 waren dabei, so die offizielle Zahl der Kampagne für Abrüstung, die wir soeben erhielten. Die Anziehungskraft der Ideen des Ostermarsches hat sich also auch in diesem Jahr, 1966, erneut bewiesen. (&#8230;)<br />
Zu den Tausenden, die unterwegs waren, gesellten sich ausländische Atomwaffengegner: Belgier, Amerikaner, Franzosen, Griechen, Spanier&#8230;, wer zählt die Völker, nennt die Namen? Junge Franzosen verteilten während des Marsches rote Freundschaftsnelken. In Heidelberg fanden sich am Sonntagabend amerikanische, spanische, japanische und deutsche Studenten zusammen, sangen ihre Lieder. Im Ruhrgebiet marschierte der Sohn Willy Brandts, Peter Brandt, im Zug der Demonstranten mit. Was sich vor dem Marsch mit der Unterzeichnung des Aufrufes schon andeutete, unter den 10.000 SPD-Mitgliedern waren 14 Landtagsabgeordnete, die mit ihrer Unterschrift die Ziele der Kampagne für Abrüstung unterstützten, was sich, wie gesagt, vor dem Marsch andeutete, das fand während der Ostertage nun seine Bestätigung. Der Ostermarsch 1966 war eine Demonstration der friedliebenden Menschen in der Bundesrepublik, einer Macht, die dem Atomstreben einiger Herren in Bonn ein lautstarkes Veto entgegensetzt.&#8220;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-785 size-full" style="float: right;" title="Berliner Welle" src="https://www.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1988/07/Rundfunk_904_ddr_brf.gif" alt="Berliner Welle" width="127" height="106" border="0" hspace="6" />Was der Deutschlandsender für Hörer in der Bundesrepublik war, das war die Berliner Welle für die Hörer in Westberlin. Beide Stationen, Deutschlandsender und Berliner Welle, stellten am 14. November 1971 ihre Sendungen ein. Am folgenden Tag nahm an ihrer Stelle die noch heute sendende Stimme der DDR ihr Programm auf. Die Stimme der DDR wendet sich auch heute noch, offiziell, an Hörer in der Bundesrepublik, wie auch an Hörer in der DDR. Wer aber in ihre Sendungen reinhört, wird feststellen, daß sich die Programme der Stimme der DDR von den Sendungen der Stationen, die sich nur an Hörer im eigenen Land wenden (DDR 1 und 2, Berliner Rundfunk), nicht oder fast nicht unterscheiden. Ausnahmen bestätigen die Regel:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-786 size-full" style="float: right;" title="Stimme der DDR" src="https://www.andre-scheer.de/wp-content/uploads/1988/07/Rundfunk_904_ddr_stimme.gif" alt="Stimme der DDR" width="100" height="99" border="0" hspace="6" />&#8222;Mit lang anhaltendem Beifall begrüßten die Delegierten dieses Parteitages (der Parteitag der DKP, 2.-4.5.1986, Red.) Hermann Axen, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, als er ans Rednerpult trat:<br />
&#8218;Liebe Genossinnen und Genossen! Es ist für unsere Delegation eine tiefe Freude, euch, den Delegierten des 8. Parteitages der Deutschen Kommunistischen Partei, die herzlichsten, brüderlichen Kampfesgrüße der Kommunisten der Deutschen Demokratischen Republik, des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und seines Generalsekretärs, Genossen Erich Honecker, zu übermitteln. (&#8230;)<br />
Das Banner Ernst Thälmanns führt die revolutionäre Vorhut der Arbeiterklasse und des Volkes der Bundesrepublik Deutschland, die Deutsche Kommunistische Partei, mit unbesiegbarer Kraft voran im Kampf um Frieden, Demokratie und Sozialismus.'&#8220; (Stimme der DDR, Mai 1986)</p>
<h2>Links</h2>
<p style="font-family: Helvetica,Arial,sans-serif;"><strong> Wikipedia:</strong> Deutscher Freiheitssender 904<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freiheitssender_904" target="_blank" rel="noopener">http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freiheitssender_904</a></p>
<p><strong>Christian Senne:</strong> <span dir="ltr" role="presentation">Der Deutsche Freiheitssender 904. </span><span dir="ltr" role="presentation">Die „Stimme der KPD“ von 1956</span><span dir="ltr" role="presentation">&#8211;</span><span dir="ltr" role="presentation">1971</span> (Magisterarbeit 2003)<br />
<a href="https://www.dokufunk.org/upload/dsf_904.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://www.dokufunk.org/upload/dsf_904.pdf</a></p>
<p><strong>Radiohistory.de:</strong> Deutscher Freiheitssender 904<br />
<a href="http://www.freiheitssender.radiohistory.de/" target="_blank" rel="noopener">http://www.freiheitssender.radiohistory.de/</a></p>
<p><strong>KulturRation:</strong> Der Deutsche Freiheitssender 904. Die Stimme der KPD von 1956-1971<br />
<a href="http://www.kulturation.de/ki_1_thema.php?id=49" target="_blank" rel="noopener">http://www.kulturation.de/ki_1_thema.php?id=49</a></p>
<p><strong>Radio Corax:</strong> Vor 60 Jahren ging der Deutsche Freiheitssender 904 auf Sendung<br />
<a href="https://www.freie-radios.net/78556" target="_blank" rel="noopener">https://www.freie-radios.net/78556</a></p>
<p><strong>DeutschlandRadio:</strong> Der Laubfrosch hat die Farbe gewechselt – Geheimes Radio im Kalten Krieg (Feature 2000)<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=IjLO_khLtG4" target="_blank" rel="noopener">https://www.youtube.com/watch?v=IjLO_khLtG4</a></p>
<p class="title style-scope ytd-video-primary-info-renderer"><strong>Ausschnitte/Hörbeispiele:</strong> Deutscher Freiheitssender 904<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=BrmY2TagQUs" target="_blank" rel="noopener">https://www.youtube.com/watch?v=BrmY2TagQUs</a></p>
<p><strong>junge Welt:</strong> Nicht ohne Stimme. Am Tag des KPD-Verbots hatte der &#8222;Deutsche Freiheitssender 904&#8220; Premiere<br />
<a href="http://www.jungewelt.de/2006/08-21/025.php" target="_blank" rel="noopener">http://www.jungewelt.de/2006/08-21/025.php</a></p>
<p><span class="shadow2"><strong>Radio-Archiv:</strong> Soldatensender 935 &amp; Freiheitssender 904<br />
<a href="http://www.rias1.de/dss1.htm" target="_blank" rel="noopener">http://www.rias1.de/dss1.htm</a><br />
</span></p>
<p><strong>Deutschlandfunk:</strong> Verbot für Verfassungsfeinde. Vor 50 Jahren wurde die KPD aufgelöst<br />
<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/531806/" target="_blank" rel="noopener">http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/531806/</a></p>
<p><strong>Clandestine Radio Watch:</strong> Ein Artikel über den Deutschen Soldatensender von B. Kirtz<br />
<a href="http://www.schoechi.de/crw-stor.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.schoechi.de/crw-stor.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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