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As Time Goes By

Bolivarische Republik Venezuela
Risse im linken Bündnis
Samstag, den 06. März 2010 um 13:25 Uhr

Am Donnerstag hat die Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) interne Vorwahlen begonnen, um über die Nominierung ihrer Kandidaten für die Wahlen zur Nationalversammlung am 26. September zu entscheiden. Über ein Onlineformular auf der Homepage des Nationalen Wahlrates (CNE) können sich Parteimitglieder bis zum 10. März selbst als Kandidaten vorschlagen. Im Mai sollen dann die offiziell mehr als sieben Millionen Parteimitglieder in geheimer Wahl über ihre 113 Wahlkreiskandidaten abstimmen. Über 52 weitere Kandidaten, die sich über die Parteilisten um einen Sitz im venezolanischen Parlament bewerben, will hingegen die Parteiführung entscheiden. Dadurch sollen Vorschläge aus den mit der PSUV verbündeten Organisationen wie der Kommunistischen Partei (PCV) oder »Heimatland für alle« (PPT) berücksichtigt werden können, um eine Spaltung zu vermeiden. Die stärkste Partei der venezolanischen Linken will so die Konsequenz aus den Regionalwahlen von 2008 ziehen, als Konkurrenzkandidaturen das eigene Lager schwächten und so der rechten Opposition Wahlerfolge in einigen Bundesstaaten und in der Hauptstadt Caracas ermöglicht hatten.

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»Lieber zuviel Freiheit«
Montag, den 22. Februar 2010 um 00:00 Uhr

Luis Britto García (geboren 1940 in Caracas) ist einer der bekanntesten Schriftsteller, Essayisten und Literaturwissenschaftler Venezuelas. Auf der Internationalen Buchmesse in Havanna stellte er seinen neuen Roman »Pirata« vor



Welchen Eindruck haben Sie von der Internationalen Buchmesse in Havanna?


Einige meiner Kollegen haben gesagt, diese Messe gleiche eher einem Rockkonzert oder einem Fußballendspiel. Es ist immer wieder beeindruckend, wie neue Bücher so viele Menschen anziehen können. Wir kennen so etwas von Großveranstaltungen wie der Buchmesse in Frankfurt, aber in Lateinamerika, das noch immer vom Analphabetismus geprägt ist, ist eine solche Veranstaltung, die so viele Menschen anzieht, die sich neue Bücher ansehen wollen, einzigartig und beispielhaft.

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Mit Marx und Christus
Freitag, den 19. Februar 2010 um 00:00 Uhr

Nach Monaten verhältnismäßiger Ruhe spitzt sich die politische Lage in Venezuela wieder zu. Aus dem südamerikanischen Land erreichen uns wieder Meldungen über gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen der Polizei, rechten Oppositionsgruppen und Unterstützern der revolutionären Regierung von Präsident Hugo Chávez. Am 1. Februar warnte Carlos Aquino vom Politbüro der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) bei einer Pressekonferenz im Parteisitz "Cantaclaro" in Caracas, dass eine Eliteeinheit des kolumbianischen Militärs in Venezuela eingedrungen sei, um führende Repräsentanten des revolutionären Prozesses zu ermorden. Diese Truppe halte sich wahrscheinlich bereits in der Hauptstadt Caracas auf, warnte Aquino, der zugleich die Sicherheitskräfte und die revolutionäre Bewegung aufrief, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um diese "faschistische Provokation" aufzudecken und zu neutralisieren. Aquino verwies in diesem Zusammenhang auf eine detaillierte Liste, die seiner Partei vorliege und in der das kolumbianische Kommando Kader der Revolution aufgeführt habe, die Ziel von Angriffen werden sollen. Auf dieser Liste stehe unter anderem PCV-Generalsekretär Óscar Figuera. Weitere Namen bekannter Aktivisten wollte Aquino nicht nennen, da dies mit den anderen Personen nicht abgestimmt sei und sich die PCV nicht autorisiert fühle, sie ohne Rücksprache öffentlich zu machen.

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Krawall im Kabelnetz
Freitag, den 29. Januar 2010 um 00:00 Uhr

Venezuelas Botschafter bei den Vereinten Nationen, Jorge Valero, hat am Mittwoch energisch gegen Äußerungen des UN-Sonderbeauftragten für die Förderung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, Frank La Rue, protestiert. La Rue habe sich »in nicht akzeptabler Weise« in die inneren Angelegenheiten Venezuelas eingemischt und müsse aufpassen, nicht den Namen der Vereinten Nationen zu beschädigen, so Valero. Der aus Guatemala stammende La Rue hatte zuvor erklärt, er sei »tief besorgt« über die »kollektive Abschaltung« mehrerer Kabelfernsehsender in Venezuela, »darunter RCTV Internacional«.

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Positive Bilanz
Montag, den 18. Januar 2010 um 09:29 Uhr

In seinem jährlichen Rechenschaftsbericht vor dem Parlament des Landes hat Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Freitag eine positive Bilanz der vergangenen zwölf Monate gezogen. Er erinnerte daran, daß das Jahr 2009 im Zeichen der Weltwirtschaftskrise gestanden habe, die seiner Ansicht nach noch nicht beendet ist. »Das Schlimmste ist noch nicht vorüber. Wir müssen die Gründe für die Krise suchen, und diese Gründe lassen sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Kapitalismus.« Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion habe man vom Ende der Geschichte gesprochen, das kapitalistische Modell habe sich durchgesetzt. »20 Jahre sind seither vergangen, und was nun geschieht, ist eine Demonstration dafür, daß der Kapitalismus keine Alternative für die Menschheit ist. Der Kapitalismus und Neoliberalismus sind eine erschreckende Perversion der menschlichen Existenz. Deshalb erhebt sich heute erneut die sozialistische Alternative«, erklärte Chávez.

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Bolívar abgewertet
Dienstag, den 12. Januar 2010 um 10:07 Uhr

Mit einem Ansturm auf die Elektronikgeschäfte haben zahlreiche Menschen in Venezuela am Wochenende auf die von Präsident Hugo Chávez am Freitag angekündigte Abwertung der Landeswährung Bolívar reagiert. Zahlreiche Geschäfte in der Hauptstadt Caracas schlossen jedoch ihre Türen und teilten ihren Kunden mit, sie seien gerade in Inventur, oder ein Ausfall der Computertechnik machten einen Handel unmöglich. Beides kam wenig überraschend, denn während der offizielle Wechselkurs seit Montag statt wie bislang 2,15 nun 2,60 Bs. beträgt, führte die Regierung des südamerikanischen Landes einen zweiten Wechselkurs ein, der unter dem Namen »Erdöldollar« für die meisten Wirtschaftsbereiche gilt und sich auf 4,30 Bs. beläuft.

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Warnung vor Aggression
Donnerstag, den 07. Januar 2010 um 08:39 Uhr

Venezuela verfüge über Beweise dafür, daß von der niederländischen Karibikinsel Curaçao Militäroperationen ausgehen, die die Souveränität des Landes verletzen, sagte der venezolanische Vizepräsident Ramón Carrizalez am Dienstag in La Guaira. »Am 17. Mai 2009 startete ein US-Kriegsflugzeug von Curaçao, verletzte unseren Luftraum und eine Überflugsverbotszone, die Luftwaffenbasis La Orchila«, sagte Carrizalez. »Uns liegen die Aufzeichnungen der Gespräche des Kontrollturms mit dem Flugzeug vor, in denen angefragt wurde, ob die Besatzung die notwendigen Genehmigungen für das Überfliegen der Zone besäßen«.

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»Strategisch stimmen wir überein«
Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

Botschafter David VelásquezStärkere Süd-Süd-Beziehungen und Verteidigung der Souveränität: Venezuela und Iran erweitern kontinuierlich ihre Beziehungen. Ein Gespräch mit David Velásquez

David Velásquez ist Botschafter Venezuelas im Iran



Iran ist einer der wichtigsten Partner Venezuelas. Warum?


Venezuela und Iran haben auf ökonomischem, politischem und energiepolitischem Gebiet sehr enge und aktive Beziehungen aufbauen können, weil beide Regierungen in den Zielen der Wirtschaftskooperation übereinstimmen – vor allem mit Blick auf Technologietransfer – und weil deren Grundlage Solidarität und gegenseitige Unterstützung sind. Venezuela und Iran ermöglichen gemeinsam die Stärkung der Süd-Süd-Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen regionalen Blöcken wie zwischen den Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Allianz ALBA mit den Ländern des Mittleren Ostens. Ein weiteres Element ist die Förderung einer multipolaren Weltordnung. In diesem Sinne sind Venezuela und der Iran strategische Verbündete.

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»Unsere Lieder sind hochpolitisch«
Samstag, den 19. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

Gespräch mit Cecilia Todd. Über ihre Freundschaft mit Mercedes Sosa und Ali Primera, die Faszination des Cuatro und die neuen Perspektiven Lateinamerikas

Cecilia Todd (geb. 1951) ist Sängerin und Schauspielerin. Seit Beginn der 70er Jahre gilt sie als wichtige Interpretin der traditionellen Musik Venezuelas.

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Banker im Knast
Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

Von einer Bankenkrise möchte die venezolanische Regierung nicht sprechen, aber was sich in den vergangenen Tagen und Wochen in dem südamerikanischen Land zusammengebraut hat, verdient diese Bezeichnung durchaus. Mittlerweile sieben Banken wurden von der Polizei besetzt und unter staatliche Verwaltung gestellt, gegen 30 führende Direktoren der Finanzinstitute wurden Haftbefehle erlassen. Am Dienstag besetzten die Behörden außerdem eine Reihe von Lebensmittelunternehmen, die den verhafteten Managern gehören. Der Minister für Wissenschaft und Technologie, Jesse Chacón, trat am Wochenende von seinem Amt zurück, nachdem bekannt geworden war, daß sein Bruder Arné zu den verhafteten Managern gehört.

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Kriegsgefahr am Táchira
Samstag, den 07. November 2009 um 01:00 Uhr

Als eine »Vorkriegssituation« beschreibt der frühere kolumbianische Präsident Ernesto Samper die gegenwärtige Lage an der Grenze zwischen seinem Land und dem Nachbarn Venezuela. Die Errichtung von sieben US-Militärstützpunkten in Kolumbien, von denen sich Venezuela bedroht sieht, sowie das Fehlen regelmäßiger Kontakte zwischen den Regierungen in Bogotá und Caracas belaste die Beziehungen zwischen den beiden südamerikanischen Staaten, warnte der Politiker, der Kolumbien zwischen 1994 und 1998 regiert hatte. »Die Lage kann sich weiter verschärfen, und es kann zum Äußersten kommen«, unterstrich er.

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Táchira: Suche nach den Tätern
Mittwoch, den 28. Oktober 2009 um 01:00 Uhr

Ein brutales Verbrechen im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Venezuela belastet erneut die Beziehungen zwischen den beiden südamerikanischen Staaten. Am vergangenen Sonnabend wurden in dem venezolanischen Grenzstaat Táchira die Leichen von zehn aus Kolumbien stammenden Männern entdeckt. Sie gehörten zu einer zwölfköpfigen Gruppe, die zwei Wochen zuvor in der venezolanischen Ortschaft Chururú entführt worden waren. Örtliche Medien hatten die Opfer der Entführung zunächst als Sportmannschaft beschrieben, da sie gerade Fußball gespielt hatten, als eine Gruppe Bewaffneter sie am 11. Oktober zwang, drei Lastwagen zu besteigen.

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Kein Wasser für Caracas
Montag, den 26. Oktober 2009 um 01:00 Uhr

Die Einwohner von Venezuelas Hauptstadt Caracas werden ab kommender Woche zeitweise auf dem Trockenen sitzen. Wie der Präsident des staatlichen Wasserversorgers Hidrocapital, Alejandro Hitcher, am Sonnabend ankündigte, soll die Wasserversorgung in den verschiedenen Vierteln der Stadt ab dem 2. November planmäßig für bis zu 48 Stunden in der Woche abgeschaltet werden. Hintergrund ist, daß derzeit jeder Einwohner der Millionenstadt im Durchschnitt 400 Liter Wasser am Tag verbraucht. »Schon ein Pro-Kopf-Verbrauch von mehr als 180 Litern Wasser wird von internationalen Organisationen wie der UNO als verantwortungslos eingeschätzt«, erläuterte Hitcher und warnte, neben Aufklärungskampagnen werde es künftig auch Strafmaßnahmen gegen übermäßigen Wasserverbrauch geben. »Wer Trinkwasser verschwendet, wird fünfmal mehr bezahlen müssen, als es eigentlich kosten würde«, warnte Hitcher.

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»In Venezuela gibt es 653 solcher Begegnungsräume«
Donnerstag, den 22. Oktober 2009 um 01:00 Uhr

Das erste Infocentro Europas wurde jetzt in Berlin eröffnet – in der Botschaft des Landes. Ein Gespräch mit Karen López.

Karen López von der venezolanischen Botschaft ist Betreuerin des Infocentro »Manuela Sáenz« in Berlin


Vor kurzem wurde in den Räumen der Botschaft Venezuelas in Berlin das erste »Infocentro« in Europa eröffnet. Was ist darunter zu verstehen?


Allgemein gesprochen ist ein Infocentro ein mit Technik ausgestattetes Begegnungszentrum, in dem alle an den Veränderungen in Venezuela Interessierten zusammenkommen können – zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch, für Diskussionen oder um etwas über die sozialen Prozesse in meinem Land oder über den Umgang mit dem Internet zu erfahren. Diese Initiative ist in Venezuela selbst entstanden – ausgehend von der 1999 verabschiedeten Verfassung, die das Recht der Bevölkerung auf Zugang zu den Informationstechnologien festschreibt.

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Sozialismus im Hotel
Samstag, den 17. Oktober 2009 um 01:00 Uhr
Zum zweiten Mal hat die venezolanische Regierung ein großes Haus der US-amerikanischen Hotelkette Hilton in Staatseigentum überführt. Nachdem bereits vor einigen Jahren das damalige Caracas Hilton wegen Steuerschulden der Nordamerikaner unter staatliche Kontrolle gestellt wurde und heute als Hotel Alba Caracas bevorzugte Unterkunft für Teilnehmer an Kongressen und Veranstaltungen in der venezolanischen Hauptstadt ist, hat es in dieser Woche nun das Hilton auf der Ferieninsel Margarita getroffen. Margarita ist das beliebteste Reiseziel Venezuelas für den internationalen Tourismus, darunter auch für die meisten der gut 37000 Menschen aus Deutschland, die Jahr für Jahr das Land besuchen. Formell begründete die Regierung die Übernahme des Hotels in Porlamar mit dem am 13. Oktober erfolgten Auslaufen der auf zwanzig Jahre befristeten Konzession, die das Unternehmen von der damaligen venezolanischen Regierung erhalten hatte. Eigentlicher Hintergrund ist aber offenbar, daß die Hoteleigner wenig professionell mit ihren Gästen umgegangen waren, wenn diese dort auf Einladung der venezolanischen Regierung abstiegen.
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Treffen zweier Kontinente
Mittwoch, den 30. September 2009 um 01:00 Uhr
Staatschefs und hochrangige Regierungsvertreter aus nicht weniger als 61 Ländern sind am vergangenen Wochenende auf der venezolanischen Urlaubsinsel Margarita zum zweiten Süd-Süd-Gipfeltreffen zusammengekommen. Zwölf südamerikanische und 49 afrikanische Staaten berieten dabei über eine weitere Stärkung der Zusammenarbeit beider Regionen, deren Wirtschaftsaustausch allein seit dem ersten Gipfel 2006 im nigeranischen ­Abuja um mehr als 50 Prozent gewachsen ist, wie Brasiliens Präsident Luiz Inacio »Lula« da Silva anmerkte. »Wenn sich die mehr als eine Milliarde Einwohner Afrikas und Südamerikas zusammentun, gibt es keine Herausforderung weltweit, der nicht begegnet werden kann. Die regionale Integration und die Süd-Süd-Kooperation sind die Waffen für den Aufbau einer gerechteren Welt«, fügte der brasilianische Staatschef hinzu, der nach der UN-Vollversammlung in New York und dem Gipfeltreffen der G20 in Pittsburgh seinen dritten Gipfel innerhalb einer Woche absolvierte.
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Kein Schwefel mehr
Samstag, den 26. September 2009 um 01:00 Uhr
Erstmals seit seiner legendären »Schwefel-Rede« von 2006 ist Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Donnerstag wieder vor der UNO-Vollversammlung in New York aufgetreten. Hatte er damals US-Präsident George W. Bush mit dem Teufel verglichen, lobte er diesmal dessen Amtsnachfolger Barack Obama: »Hier riecht es nicht mehr nach Schwefel, hier riecht es nach Hoffnung.« Zugleich kritisierte er jedoch die Widersprüche zwischen dessen Rede einen Tag zuvor und der Realität der US-Außenpolitik. »Obama hat gestern gesagt, daß keinem Volk ein politisches System aufgezwungen werden dürfe, daß jedes Volk und seine Souveränität respektiert werden müßten. Also dann, Präsident Obama, worauf warten Sie noch, um das Ende der brutalen und mörderischen Blockade Kubas aufzuheben?« Konkret kritisierte der venezolanische Präsident, daß der niederländische Elektronikkonzern Philips sich vor dem Hintergrund der bestehenden Blockade geweigert habe, den Regierungen Kubas und Venezuelas medizinische Geräte zu liefern, die diese für den weiteren Ausbau ihres für die Patienten kostenlosen Gesundheitssystems nutzen wollten. Als Grund für die Weigerung habe Philips darauf verwiesen, daß die US-Administration Druck auf den Konzern ausgeübt habe. »Obama, bist du das, oder ist das ein anderer Obama? Ich will an den Obama von gestern glauben, den ich hier gesehen habe, aber solche Dinge passieren und gefährden das Leben von Millionen Menschen.«
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Gleiche Wurzeln
Freitag, den 25. September 2009 um 01:00 Uhr
Am Wochenende kommen 54 Staatschefs aus Afrika und ihre Amtskollegen aus zwölf Staaten Südamerikas auf der venezolanischen Urlaubsinsel Margarita zu ihrem zweiten Süd-Süd-Gipfeltreffen zusammen. Bereits heute tagen dort die Außenminister der teilnehmenden Länder. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen neben den Folgen der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise auch Themen wie die Zusammenarbeit im Bereich des Sports und der Bildung sowie eine stärkere Kooperation auf wissenschaftlich-technischem Gebiet. Venezuelas Präsident Hugo Chávez erinnerte in seinem wöchentlichen Zeitungskommentar an die gemeinsame Geschichte Afrikas und Lateinamerikas, die beide unter der europäischen Kolonialherrschaft gelitten haben. Millionen Sklaven, die aus Afrika auf den amerikanischen Kontinent verschleppt worden waren, haben dort bleibende Spuren hinterlassen. »Auch wir zum Teil Afrikaner«, betont Chávez. »Deshalb gibt es ein natürliches Bündnis, das in der Praxis entschlossen gefestigt werden muß. Unsere Probleme sind dieselben, ihre Gründe und Wurzeln ebenfalls. Gemeinsam haben wir diesen Kontinent schon einmal befreit, und wir werden es wieder tun. In diesem Prozeß werden die Völker des großen Afrika mit uns gemeinsam wieder ihre Heimat und ihre Geschichte befreien. Wenn es etwas gibt, das eine multipolare Weltordnung ankündigt, dann ist dies die Rettung und der Schutz unserer Identität, unserer Geschichte und unserer Welt, der Welt der Armen.« Das sei die Hauptaufgabe des bevorstehenden Treffens, so der venezolanische Präsident.
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Uribe kontra Chávez
Donnerstag, den 03. September 2009 um 01:00 Uhr

Auf »50 oder 60 Millionen« Teilnehmer hoffen die Organisatoren einer »weltweiten Demonstration« gegen den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, die am Freitag um 12 Uhr kolumbianischer Ortszeit (19 Uhr MESZ) zeitgleich auf »den zentralen Plätzen der wichtigsten Städte der Welt« stattfinden soll. Das Konzept der Organisatoren gleicht einer Aktion gegen die »Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens« (FARC) am 4. Februar 2008, als in Kolumbien mehrere tausend Menschen gegen die Guerilla auf die Straße gegangen waren. Auch damals war zunächst eine Gruppe im Internet-Netzwerk »Facebook« installiert worden, die dann von rechten Medien eifrig beworben wurde. So konnte der Eindruck erweckt werden, es handele sich um eine Basisinitiative und nicht etwa um eine Ak­tion der kolumbianischen Regierung.

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Religionsunterricht als »erworbenes Recht«?
Samstag, den 15. August 2009 um 01:00 Uhr

Ohne Gegenstimmen hat die venezolanische Nationalversammlung am Donnerstag ein neues Bildungsgesetz verabschiedet, das von der Opposition scharf angegriffen wird. Die Fraktionen der Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV), der Kommunistischen Partei (PCV), der Partei Heimatland für alle (PPT) und andere unterstützten das neue Gesetz. Die Vertreter der Oppositionspartei Podemos und der PSUV-Abspaltung Humanistische Volksfront (FPH) verließen unter Protest das Plenum. Sie wollen nun ein Referendum gegen das Gesetz anstreben.

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Chávez’ Warnung
Montag, den 10. August 2009 um 01:00 Uhr

Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat am Wochenende vor einem drohenden Krieg mit Kolumbien gewarnt und dazu aufgerufen, einen solchen mit aller Macht zu verhindern. Er sei überzeugt davon, daß »das Imperium« einen Krieg zwischen den beiden Nachbarstaaten provozieren wolle. Dieser könnte als Vorwand für eine Intervention dienen, um »uns ihren Frieden aufzuzwingen« und – vor allem – um die Kontrolle über Venezuelas Öl- und Gasreserven zu übernehmen.

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»Der Staat holt sich Lizenzen zurück«
Samstag, den 08. August 2009 um 01:00 Uhr

Zwei Fernsehsender und 32 Radiostationen mußten am vergangenen Wochenende in Venezuela ihren Betrieb einstellen. Damit hat die derzeit laufende Kampagne der venezolanischen Regierung zu einer Neuregulierung der Medienlandschaft in dem südamerikanischen Land einen neuen Höhepunkt erreicht, der von den Betreibern dieser kommerziellen Sender wie üblich als »Angriff auf die Meinungsfreiheit« verurteilt wurde.

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Großgrundbesitz in der Medienlandschaft
Freitag, den 07. August 2009 um 01:00 Uhr

Zwei Fernsehsender und 32 Radiostationen mussten am vergangenen Wochenende in Venezuela ihren Betrieb einstellen. Damit hat die Kampagne der venezolanischen Regierung zur Neuregulierung der Medienlandschaft einen neuen Höhepunkt erreicht, der von den Betreibern dieser kommerziellen Sender wie üblich als "Angriff auf die Meinungsfreiheit" verurteilt wurde.

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Ohne Lizenz kein Betrieb
Mittwoch, den 05. August 2009 um 01:00 Uhr
Zwei Fernsehsender und 32 Radiostationen mußten am vergangenen Wochenende in Venezuela ihren Betrieb einstellen. Damit hat die derzeit laufende Kampagne der venezolanischen Regierung zu einer Neuregulierung der Medienlandschaft in dem südamerikanischen Land einen neuen Höhepunkt erreicht. Betreiber dieser kommerziellen Sender verurteilten dies wie üblich als »Angriff auf die Meinungsfreiheit«.
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Neuer Machtfaktor
Freitag, den 26. Juni 2009 um 01:00 Uhr
Die vor knapp fünf Jahren von Kuba und Venezuela gegründete Staatengemeinschaft ALBA ist am Mittwoch auf neun Mitglieder angewachsen. Bei einem Gipfeltreffen im venezolanischen Maracay erklärten Ecuador, San Vicente und die Grenadinen sowie Antigua und Barbuda ihren Beitritt zu der Organisation und wurden von den bisherigen Mitgliedern Kuba, Venezuela, Bolivien, Nicaragua, Honduras und Dominica begrüßt.
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»Aló, Presidente«
Samstag, den 30. Mai 2009 um 01:00 Uhr

Hugo Chávez auf Rekordkurs. Seit Donnerstag ist im venezolanischen Fernsehen die Jubiläumsausgabe der normalerweise wöchentlich am Sonntag ausgestrahlten Sendung »Aló, Presidente« zu sehen, in der Venezuelas Staatschef die Politik seiner Regierung erläutert und das Gespräch mit der Bevölkerung sucht. Dauern soll die in mehrere Kapitel aufgeteilte und natürlich von Pausen unterbrochene Sonderausgabe bis in den späten Sonntag abend.

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Akt der Befreiung
Donnerstag, den 14. Mai 2009 um 00:00 Uhr
Nach den scharfen Reaktionen aus Caracas auf den in der vergangenen Woche vorgelegten Jahresbericht der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) wird nun über einen bevorstehenden Austritt Venezuelas aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) spekuliert. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hatte einen solchen Schritt am Wochenende angedeutet, als er daran erinnerte, daß die CIDH ein Instrument der OAS ist und diese den »imperialen Interessen der USA untergeordnet« sei. Venezuela könne die OAS verlassen und die Völker des Kontinents einladen, sich von diesen alten Strukturen zu befreien und an ihrer Stelle eine Organisation der freien Völker Lateinamerikas zu gründen.
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Adler und Fliegen
Montag, den 11. Mai 2009 um 07:53 Uhr
Havanna und Caracas haben empört auf den jüngsten Jahresbericht der »Interamerikanischen Menschenrechtskommission« (CIDH) reagiert. Neben den von Gewalt erschütterten Staaten Kolumbien und Haiti sind Kuba und Venezuela die einzigen Länder der Region, die in dem Bericht mit eigenen Kapiteln behandelt werden, weil »ihre Praktiken im Bereich der Menschenrechte besondere Aufmerksamkeit« erforderten, wie es in dem Vorwort des Berichts heißt.
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Unter Korruptionsverdacht
Samstag, den 25. April 2009 um 00:00 Uhr
Der frühere Oberbürgermeister von Caracas, Juan Barreto, muß am kommenden Mittwoch bei den Justizbehörden Venezuelas erscheinen, um zu Korruptionsvorwürfen Stellung zu nehmen, die gegen ihn erhoben werden. Wie die Staatsanwaltschaft in Caracas am vergangenen Mittwoch mitteilte, wird gegen Barreto seit Ende 2007 wegen Unregelmäßigkeiten während seiner Amtszeit zwischen 2004 und 2008 ermittelt. Konkret nannten die Ermittler ein Projekt zur Luftraumüberwachung über der venezolanischen Hauptstadt sowie den Ankauf großer LED-Bildschirme, mit denen im Zentrum von Caracas Informationen der Stadtregierung verbreitet werden.
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Ein Erfolg für die Bolivarische Revolution
Freitag, den 10. April 2009 um 00:00 Uhr

Die Bolivarische Revolution hat sich wieder gefangen und repräsentiert auch zehn Jahre nach dem Amtsantritt des Präsidenten Hugo Chávez die Mehrheit der Bevölkerung in Venezuela. Das dürfte das wichtigste Ergebnis der Volksabstimmung am 15. Februar gewesen sein.

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Das Zentrum verlagert sich - Hugo Chávez von Hu Jintao in Peking empfangen
Donnerstag, den 09. April 2009 um 00:21 Uhr

Auf Einladung des chinesischen Präsidenten Hu Jintao ist Venezuelas Staatschef Hugo Chávez am Dienstag zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres zu einem Arbeitsbesuch in Peking eingetroffen. Auf dem Internationalen Flughafen der chinesischen Hauptstadt wurde er von der venezolanischen Botschafterin in China, Rocio Maneiro, und Chinas Vizeaußenminister Li Keqiang empfangen.

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»G2« gegen die Krise
Samstag, den 04. April 2009 um 09:56 Uhr

»Während die G20 und die G8 die wirkliche Stimme des Südens nicht hören wollen, treffen die G2 (Iran und Venezuela) Entscheidungen, die wirklich Auswirkungen auf die Realität haben«, sagte Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Donnerstag in Teheran gegenüber dem staatlichen Fernsehen seines Landes.

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Chávez will Krise trotzen
Montag, den 30. März 2009 um 00:00 Uhr

Obwohl die globale Wirtschaftskrise auch seinem Land zusetzt, sieht Präsident Hugo Chávez Chancen: »Je härter die Krise des Kapitalismus ist, desto sicherer und klarer wird der Weg des venezolanischen Sozialismus sein«, schrieb er vor einer Woche in seiner wöchentlichen Zeitungskolumne. Die Opposition sei mit ihren »ständigen schlechten Vorhersagen« auf ihrer »vagen Hoffnung sitzengeblieben, »daß unsere Anstrengungen darauf gerichtet sein könnten, die privilegierten Gruppen zu bevorzugen, die immer mit dem Schicksal aller Venezolanerinnen und Venezolaner gehandelt haben«, so das Staatsoberhaupt. Zuvor hatte Chávez umfangreiche Maßnahmen angekündigt, mit denen Venezuela die Folgen der Weltwirtschaftskrise auffangen will. So wurden die zu erwartenden Einnahmen aus der Erdölproduktion auf der Grundlage eines Preises von 40 US-Dollar je Faß (159 Liter) neu berechnet. Bei der Erstellung des gegenwärtigen Haushalts, als der Weltmarktpreis noch bei über 100 Dollar gelegen hatte, war man von 60 Dollar ausgegangen. Seit Monaten allerdings pendelt der Faßpreis an den Märkten zwischen 40 und 50 Dollar. Das zwingt die Regierung zu Einschränkungen.

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Neue Kraftprobe
Dienstag, den 10. März 2009 um 00:00 Uhr
In Venezuela hat sich die Inflationsrate im Februar gegenüber dem Vormonat nahezu halbiert. Waren die Preise im Januar um 2,3 Prozent gestiegen, betrug die Rate im vergangenen Monat noch 1,3 Prozent. Die Versuche der venezolanischen Regierung, die Inflation in den Griff zu bekommen, scheinen damit erste Erfolge aufzuweisen. 2008 hatte die Inflation auf das Jahr gerechnet bei 30,9 Prozent gelegen, was die Regierung zu einem Großteil auf eine künstliche Verknappung von Lebensmitteln und anderen Handelsgütern durch die Konzerne zurückführte.
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Für die Revolution, für den Sozialismus, für Chávez
Freitag, den 20. Februar 2009 um 00:00 Uhr

Mit mehr als 1,1 Millionen Stimmen Vorsprung hat Venezuela abgestimmt: Nur das Volk und nicht eine Einschränkung in der Verfassung wird entscheiden, ob Hugo Chávez auch nach der nächsten Präsidentschaftswahl 2012 an der Spitze des Landes stehen wird.

Am Sonntag waren gut 16,7 Millionen Menschen aufgerufen, über eine Änderung der Verfassung abzustimmen. Etwas mehr als 70 Prozent der Wahlberechtigten machten von ihrem Recht Gebrauch, 54,85 Prozent stimmten mit "Ja" und damit "für die Revolution, für den Sozialismus, für Chávez", wie der Präsident nach Bekanntgabe der Ergebnisse durch den Nationalen Wahlrat von einem Balkon des Präsidentenpalastes aus den dort versammelten Menschen zurief.

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»Ja« zur Revolution
Dienstag, den 17. Februar 2009 um 00:00 Uhr

junge Welt, 17. Februar 2009 »Alle, die heute mit Ja stimmten, haben für den Sozialismus und für die Revolution gestimmt«, rief Venezuelas Präsident Hugo Chávez den Tausenden Menschen zu, die am Sonntag abend zum Präsidentenpalast Miraflores in Caracas geströmt waren, um den Sieg des »Ja« beim Referendum über die Verfassungsänderung zu feiern. »Die Türen zur Zukunft stehen weit offen«, so Chávez, der ankündigte, sich 2012 erneut zur Wahl zu stellen – solange Gott und das venezolanische Volk nichts anderes geplant hätten. Unmittelbar zuvor hatte die Präsidentin des Nationalen Wahlrates (CNE), Tibisay Lucena, die ersten offiziellen Zahlen bekanntgegeben.

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Für längere Amtszeit
Samstag, den 14. Februar 2009 um 22:38 Uhr

Mehrere hunderttausend Menschen haben am Donnerstag (Ortszeit) im Zentrum von Caracas ihre Unterstützung für den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und die angestrebte Verfassungsänderung demonstriert. Mit der Großkundgebung schlossen die Unterstützer der Regierung ihre Werbekampagne für das am Sonntag stattfindende Referendum ab. Fast 17 Millionen Menschen sind aufgerufen, über die Abänderung von fünf Artikeln des Grundgesetzes abzustimmen. Bislang beschränkt die Verfassung die Möglichkeit auf eine Wiederwahl von Amtsinhabern der verschiedenen Ebenen auf ein einziges Mal. Dadurch könnte zum Beispiel Chávez bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2012 nicht mehr antreten.

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»Wir brauchen Hugo Chávez« - Gespräch mit Carlos Aquino
Samstag, den 14. Februar 2009 um 22:36 Uhr

Carlos Aquino ist der für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Sekretär des Politbüros der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) und Chefredakteur der Parteizeitung Tribuna Popular. Er vertritt seine Partei im »Kommando Simón Bolívar«, dem zentralen Wahlkampfstab der Unterstützer der Verfassungsänderung.

Welche Position hat die Kommunistische Partei Venezuelas zur angestrebten Verfassungsänderung?


Für die PCV war es seit Beginn dieser Diskussion vor fast zwei Jahren eine klare Sache, daß es ein Recht des Volkes ist, denjenigen zu wählen, den es will, und ihn auch so oft zu wählen, wie es will. Deshalb unterstützt die PCV das Ja und arbeitet für einen Erfolg beim Referendum. In der Nationalversammlung haben die kommunistischen Abgeordneten diese Position bei den Beratungen im Dezember deutlich gemacht, und seit sich das nationale Wahlkampfkommando »Simón Bolívar« aus allen revolutionären Kräften Venezuelas gebildet hat, mobilisiert die PCV mit ihrer ganzen Struktur und all ihren Kräften für einen Erfolg am 15. Februar.

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Hintergrund: Referendum auch für Venezolaner in der BRD
Samstag, den 14. Februar 2009 um 22:31 Uhr

Auch in Deutschland wird am Sonntag abgestimmt. Gut 750 venezolanische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die in Deutschland ihren Wohnsitz haben und entsprechend im Wahlregister eingetragen sind, können ihre Stimme in der venezolanischen Botschaft in Berlin sowie in den Generalkonsulaten in Hamburg und Frankfurt/Main abgeben.

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Fünf Artikel
Montag, den 09. Februar 2009 um 01:00 Uhr

Eine Woche vor dem Referendum über eine Änderung der venezolanischen Verfassung haben in Caracas Tausende von Menschen für und gegen das von der Nationalversammlung beschlossene Vorhaben demonstriert. Die vorgesehene Änderung von fünf Artikeln des venezolanischen Grundgesetzes betreffen das passive Wahlrecht. Nach den gegenwärtigen Bestimmungen können Abgeordnete, Gouverneure, Bürgermeister und der Präsident der Republik lediglich einmal wiedergewählt werden, was von vielen Parlamentariern als Einschränkung des Wahlrechts angesehen wird. So könnte Venezuelas Präsident Hugo Chávez bei der nächsten Wahl 2012 nicht mehr antreten.

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Kampagne gegen Venezuela
Freitag, den 06. Februar 2009 um 00:00 Uhr
Rund 15 Personen haben am vergangenen Wochenende in Caracas die jüdische Synagoge im Stadtteil Maripérez überfallen, zwei Wachleute überwältigt, die Thora-Rollen geschändet und weitere religiöse Gegenstände beschädigt sowie antisemitische Parolen an die Wände gesprüht. Die Ermittlungen der Polizei werden dadurch erschwert, daß die Täter offenbar sehr sorgfältig vorgegangen sind, keine Fingerabdrücke oder andere verwertbare Spuren hinterließen und außerdem die Videoaufnahmen der Überwachungskameras entwendet und mitgenommen haben.
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Nie mehr auf den Knien - Venezuela feiert den zehnten Jahrestag der bolivarischen Revolution
Mittwoch, den 04. Februar 2009 um 16:44 Uhr
Trotz strömenden Regens haben Tausende Menschen am Montag in Caracas an den zehnten Jahrestag der »Bolivarischen Revolution« erinnert. Genau zehn Jahre zuvor war Hugo Chávez als Präsident Venezuelas vereidigt worden und hatte damit einen tiefgreifenden Reformprozeß in Gang gesetzt, der bis heute anhält.
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Dokument der Revolution
Montag, den 02. Februar 2009 um 00:00 Uhr
Mit zahlreichen Veranstaltungen und einem internationalen Gipfeltreffen begeht Venezuela heute den zehnten Jahrestag der »Bolivarischen Revolution«. Am 2. Februar 1999 hatte Hugo Chávez sein Amt als Präsident des Landes angetreten, nachdem er zwei Monate zuvor die Wahl gewonnen hatte. Den Amtseid legte er auf die »dem Untergang geweihte« Verfassung ab und nutzte seine erste Amtshandlung dafür, erstmals in der Geschichte Venezuelas eine Volksbefragung anzusetzen, mit der die Menschen über die Erarbeitung einer neuen Verfassung entscheiden sollten. Dieses im April 1999 durchgeführte Referendum machte den Weg frei für die Wahl einer verfassunggebenden Versammlung, in der die Anhänger von Chávez deutlich in der Überzahl waren. Sie verabschiedete schließlich eine »Magna Charta«, die noch im Dezember desselben Jahres in einem weiteren Referendum gegen den erbitterten Widerstand von alten Parteien, katholischer Kirche und Großgrundbesitzern mit überwältigender Mehrheit bestätigt wurde.
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"Tag für Tag, Haus für Haus" - Diskussion um Verfassungsänderung in Venezuela
Freitag, den 30. Januar 2009 um 00:00 Uhr

Am 15. Februar sind die Menschen in Venezuela erneut an die Urnen gerufen. Diesmal stimmen sie darüber ab, ob fünf Artikel der Verfassung ihres Landes geändert werden sollen. Mit dieser Änderung soll die Regel aufgehoben werden, dass gewählte Volksvertreter nur einmal wiedergewählt werden dürfen. Die Parlamentsabgeordneten, Bürgermeister, Gouverneure der Bundesstaaten sowie der Präsident der Republik könnten dann immer wieder kandidieren, bis eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler gegen sie und für einen Gegenkandidaten stimmt.

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Opposition macht mobil
Donnerstag, den 22. Januar 2009 um 07:29 Uhr
In Caracas ist es am Dienstag zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Der von oppositionellen Studentengruppen angekündigte Marsch war vom Bürgermeister des Innenstadtbezirks Libertador, Jorge Rodríguez, verboten worden, weil auf der geplanten Route eine bereits früher angekündigte Kundgebung der linken Partei »Venezolanische Volkseinheit« (UPV) stattfand. Die Demonstration der rechten Gruppen setzte sich trotzdem von der Plaza Brión im Mittelstandsviertel Chacaíto aus in Richtung Stadtzentrum in Bewegung, nachdem der oppositionelle Oberbürgermeister von Caracas, Antonio Ledezma, die Demonstration genehmigt hatte. Venezuelas Innenminister Tarek El Aissami kritisierte, daß Ledezma damit gewaltsame Zusammenstöße in Kauf nahm.
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Neue Kraftprobe
Donnerstag, den 15. Januar 2009 um 00:00 Uhr
Venezuela bereitet sich auf eine neue Kraftprobe vor. Wenn es zu keinen unvorhergesehenen Verzögerungen kommt, werden die Abgeordneten des venezolanischen Parlaments, der Nationalversammlung, am Freitag den von ihnen in zweiter Lesung verabschiedeten Antrag auf eine Änderung der Verfassung beim Nationalen Wahlrat (CNE) einreichen, der dann 30 Tage Zeit hat, eine Volksabstimmung durchzuführen. In Venezuela gilt es als ausgemacht, daß das Referendum am 15. Februar stattfinden wird.
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Turbulente Sitzung
Samstag, den 20. Dezember 2008 um 00:00 Uhr
Mit deutlicher Mehrheit hat am späten Donnerstag abend die Nationalversammlung Venezuelas in erster Lesung eine Änderung der Verfassung beschlossen. Mit dieser soll dem amtierenden Präsidenten Hugo Chávez eine erneute Kandidatur bei der nächsten Wahl 2012 ermöglicht werden. Nur die Abgeordneten der rechten Oppositionspartei Podemos stimmten gegen den von 146 der 167 Abgeordneten eingebrachten Antrag. Trotz Kritik stimmte auch die PPT (Heimatland für alle) für den Antrag. Ihr Vertreter Simón Calzadilla erklärte vor dem Plenum allerdings, daß die angestrebte Verfassungsänderung zunächst nur die Wiederwahl des Präsidenten ermögliche. Seine Partei fordere jedoch, auch die Amtszeitbegrenzung für alle anderen durch Wahlen vergebenen Ämter aufzuheben, ansonsten werde „die beste Verfassung der Welt« geschwächt.
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Unterstützung für Chávez-Kandidatur
Donnerstag, den 18. Dezember 2008 um 00:00 Uhr

Als symbolischer Beitrag zu einer breiten Kampagne zur Unterstützung einer erneuten Kanditatur von Präsident Hugo Chávez hat am Mittwoch in der venezolanischen Botschaft in Berlin eine Unterschriftensammlung begonnen. Im Lande selbst hatten binnen weniger Tage zwei Millionen Menschen eine entsprechende Verfassungsänderung befürwortet. Rechtlich bindend sind diese Unterschriften nicht, denn die Initiative zur Verfassungsänderung geht von der Nationalversammlung aus. Für eine Verfassungsänderung ist eine Volksabstimmung nötig, ein erster Anlauf war vor einem Jahr gescheitert.

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Im Schulterschluß - Raúl Castros erste Auslandsreise als Präsident Kubas führte nach Caracas
Montag, den 15. Dezember 2008 um 17:39 Uhr

Auf seiner ersten Auslandsreise seit Übernahme der Amtsgeschäfte vor zehn Monaten ist der kubanische Präsident Raúl Castro am Sonnabend in Caracas eingetroffen. Auf dem internationalen Flughafen von Maiquetia wurde er von seinem venezolanischen Amtskollegen Hugo Chávez erwartet und herzlich begrüßt. »Ich überbringe allen Venezolanern die Grüße und Umarmungen des kubanischen Volkes und des Chefs der Revolution, Fidel Castro Ruz«, sagte der jüngere Bruder des langjährigen Präsidenten. Chávez hieß ihn in seiner Antwort als »eine der treibenden Kräfte dieser großen Revolution« willkommen. »Es ist für uns eine große Ehre. Raúl, wir empfangen dich, und mit dir empfangen wir Fidel, das kubanische Volk, die Guerilleros der Sierra Maestra und den 50. Jahrestag der kubanischen Revolution, dem Beispiel für alle Völker dieses Kontinents.«

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Verfassungsänderung beantragt
Samstag, den 13. Dezember 2008 um 00:00 Uhr

In Venezuela haben 146 der 167 Abgeordneten der Nationalversammlung am Dienstag offiziell eine Änderung des Artikels 230 der Verfassung beantragt. Dadurch soll eine erneute Kandidatur des Präsidenten Hugo Chávez bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2011 ermöglicht werden, die nach der gegenwärtig gültigen Formulierung der Verfassung ausgeschlossen wäre. Aus der gegenwärtigen Formulierung »Die Amtszeit des Präsidenten oder der Präsidentin beträgt sechs Jahre. Der Präsident oder die Präsidentin der Republik kann unmittelbar und ein einziges Mal für eine neue Amtszeit wiedergewählt werden« sollen die Worte »unmittelbar und ein einziges Mal für eine neue Amtszeit« gestrichen werden.

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Sieht so ein Sieg aus? Abwägen nach den Regionalwahlen in Venezuela
Freitag, den 05. Dezember 2008 um 00:00 Uhr

Ist es ein Sieg, wenn eine Partei drei Viertel aller Provinzen und 80 Prozent aller Regierungsbezirke für sich gewinnen kann? Das ist das Ergebnis der Regionalwahlen, bei denen am 23. November in Venezuela über die Gouverneure der Bundesstaaten, die Bürgermeister in den Bezirken und die Abgeordneten in den Regionalparlamenten abgestimmt wurde.

Tatsächlich konnte die vom Staatspräsidenten Hugo Chávez geführte Vereinte Sozialistische Partei (PSUV) 17 der 23 zur Wahl stehenden Staaten gewinnen. Mit 264 der 328 zur Wahl stehenden Rathäuser konnte das revolutionäre Lager seine Dominanz sogar weiter ausbauen.

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»Chávez tritt nicht ab«
Mittwoch, den 03. Dezember 2008 um 07:41 Uhr

»Spätestens im Februar« soll Venezuela über einen Verfassungszusatz abstimmen, durch den eine erneute Kandidatur des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez bei den Wahlen 2011 ermöglicht werden soll. Das forderte Chávez, der auch Vorsitzender der Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV) ist, am Montag bei der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters von Valencia, Edgar Parra Oquendo. »Ich werde nicht zulassen, daß weiter mit diesem Thema gespielt wird, denn es ist sehr ernst«, wies er Darstellungen der oppositionellen Medien zurück, die unterstellen, es gehe ihm darum, »ewig« an der Macht zu bleiben.

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Der Sucre kommt
Freitag, den 28. November 2008 um 00:00 Uhr
Als Venezuelas Präsident Hugo Chávez kurz vor dem Washingtoner G-20-Gipfeltreffen vor rund zwei Wochen zu einem eigenen Gipfeltreffen der Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Alternative für die Völker Unseres Amerika (ALBA) einlud, hatte er angekündigt, daß dieses Treffen tatsächliche Ergebnisse bringen müsse. Am Mittwoch kamen nun in Caracas die Präsidenten von Boli­vien, Ecuador, Honduras und Nicaragua sowie hochrangige Regierungsvertreter aus Kuba und Dominica zusammen – und wie es aussieht, hat Chávez nicht zu viel versprochen.
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Seine Partei siegt bei den Kommunalwahlen, aber das Regieren wird für Hugo Chávez schwieriger
Freitag, den 28. November 2008 um 00:00 Uhr

Die Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) ist die Siegerin der Regionalwahlen vom 23. November. Bei den ersten Wahlen, an denen sie als Partei nach ihrer Gründung teilnahm, wurde die PSUV auf Anhieb stärkste Partei. Sie gewann auch rund eine Million mehr Stimmen als bei dem Referendum über die Verfassungsreform im vergangenen Dezember, als eine knappe Mehrheit den Regierungsvorschlag abgelehnt hatte.

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Rathäuser erobert
Mittwoch, den 26. November 2008 um 00:00 Uhr

Venezuelas Sozialisten schauen wieder zufriedener in die Zukunft. Nachdem die oppositionellen Wahlerfolge in der Hauptstadt Caracas und in den Bundesstaaten Miranda, Zulia, Nueva Esparta, Táchira und Carabobo den Anhängern des Präsidenten Hugo Chávez in der Nacht zum Montag zunächst die Stimmung verhagelt hatten, wurden sie durch die bis zum Dienstag bekanntgewordenen Ergebnisse der zeitgleich abgehaltenen Kommunalwahlen weitgehend versöhnt.

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Schock in Caracas
Dienstag, den 25. November 2008 um 00:00 Uhr
Ohne größere Zwischenfälle, aber doch mit erheblicher Verzögerung gingen am Sonntag in Venezuela die Wahlen der Gouverneure in den Bundesstaaten und der Bürgermeister in den Bezirken zu Ende. Als dann die ersten verläßlichen Ergebnisse mit mehr als siebenstündiger Verspätung vorlagen, überwog unter den Anhängern von Präsident Hugo Chávez Enttäuschung: Zwar bleibt mit mindestens 17 Gouverneursposten der Großteil der insgesamt 23 am Sonntag vergebenen Führungspositionen auf regionaler Ebene in der Hand der bolivarischen Revolution. Mit Aragua, Guárico, Trujillo und Sucre konnten sogar Bundesstaaten zurückerobert werden. Allerdings verloren die Chavisten zugleich mindestens drei strategisch wichtige Regionen.
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»Patriotische Allianz« in Turbulenzen
Freitag, den 21. November 2008 um 00:00 Uhr

Lediglich in 15 der 23 Bundesstaaten Venezuelas sowie in der Hauptstadt Caracas gelang es dem Regierungslager, gemeinsame Kandidatinnen und Kandidaten für den Urnengang am Sonntag aufzustellen. In fünf Staaten treten neben den offiziell Nominierten der von Präsident Hugo Chávez geführten Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV) weitere Bewerber an, die ihrerseits wiederum von wechselnden Bündnissen linker Parteien unterstützt werden.

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Caracas sucht Kooperation
Donnerstag, den 20. November 2008 um 00:00 Uhr
In Venezuela geben sich hochrangige internationale Gäste gegenwärtig die Klinke in die Hand. Den Auftakt des Besuchsreigens machte am Dienstag der vietnamesische Präsident Nguyen Minh Triet. Neben zahlreichen protokollarischen Terminen standen auf der Agenda des vietnamesischen Gastes vor allem Gespräche mit Ministern der venezolanischen Regierung und am Mittwoch eine als privat deklarierte Begegnung mit Präsident Hugo Chávez. Im Mittelpunkt des Besuchs steht der Wunsch Vietnams nach einer engeren Zusammenarbeit bei der Öl- und Gasproduktion. Chávez bestätigte, daß es in beiden Ländern, die erst seit 1989 diplomatische Beziehungen unterhalten, ein großes Interesse an der Einrichtung eines bilateralen Entwicklungsfonds gibt, wie ihn auch Venezuela und China vereinbart haben. Auch die staatlichen Ölkonzerne PdVSA und PetroVietnam haben eine Reihe gemeinsamer Projekte angekündigt.
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Regionalwahlen: Die Macht von unten
Samstag, den 15. November 2008 um 00:00 Uhr
Venezuela-Magazin, Nullnummer vom 15. November 2008Am 23. November entscheiden die Menschen in Venezuela zum dritten Mal seit der Annahme der neuen Verfassung von 1999 über die Gouverneure und die Mitglieder der Gesetzgebenden Räte der Bundesstaaten sowie die Bürgermeister der Regierungsbezirke. Zur Wahl steht außerdem der Oberbürgermeister der Hauptstadt Caracas.

Nach dem derzeitigen Stand bewerben sich insgesamt 17.308 Kandidatinnen und Kandidaten um die 603 zu vergebenen Ämter. 59 landesweite und 236 regionale Parteien sowie 491 Wählervereinigungen haben ihre Vertreterinnen und Vertreter nominiert oder offiziell ihre Unterstützung für Repräsentanten anderer Organisationen erklärt. Eine in Deutschland unbekannte Besonderheit venezolanischer Wahlen ist nämlich, dass Parteien auf das Aufstellen eigener Kandidaten verzichten können, aber dennoch auf den Stimmzetteln erscheinen, so dass nach der Wahl sichtbar ist, wie viel die verschiedenen politischen Kräfte zum Erfolg oder Misserfolg eines Kandidaten beigetragen haben. Eine Zersplitterung der politischen Alternativen wird so zugleich vermieden, wie besonders die Präsidentschaftswahlen immer wieder zeigen, wo sich oftmals zwei große Lager herauskristallisieren.
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Erster venezolanischer Kommunikationssatellit »Simón Bolívar« umkreist die Erde
Samstag, den 01. November 2008 um 14:40 Uhr

Xichang. »Simón Bolívar« umkreist die Erde. Am Mittwoch wurde vom chinesischen Xichang aus der auf den Befreier Südamerikas getaufte Satellit Venesat-1 an Bord einer Trägerrakete vom Typ »Langer Marsch« in den Orbit geschickt. Etwa 36500 Kilometer über der ecuadorianischen Hauptstadt Quito kann das Signal des ersten venezolanischen Kommunikationssatelliten fast ganz Lateinamerika und die Karibik abdecken.

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Sechs Stunden sind genug
Freitag, den 17. Oktober 2008 um 12:03 Uhr
Noch in diesem Jahr soll die tägliche Arbeitszeit in Venezuela von acht auf sechs Stunden verkürzt werden. Das kündigte Arbeitsminister Roberto Hernández am Mittwoch gegenüber den Medien an. Sein Ministerium bereite gegenwärtig einige Änderungen im Arbeitsgesetz vor, die noch vor Jahresende der Nationalversammlung vorgelegt und beschlossen werden sollen.
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Missstimmung unter Verbündeten - In Venezuela gibt es keine Alternative zur Regierung Chávez
Freitag, den 17. Oktober 2008 um 00:00 Uhr

Am 23. November werden in Venezuela die neuen Gouverneure der Bundesstaaten und die Bürgermeister der Städte gewählt. Nachdem die revolutionäre Bewegung bei der letzten Wahl am 31.10.2004 alle Bundesstaaten außer Zulia und Nueva Esparta sowie rund 300 Stadtregierungen und die Mehrheit der Abgeordneten in den Lokalparlamenten gewinnen konnte, rechnet sich die Opposition diesmal größere Chancen auf einen Wahlerfolg aus. Tatsächlich sind die Bedingungen heute andere als vor vier Jahren. Damals steckte die Opposition nach dem eindrucksvollen Sieg Chávez´ beim Referendum über seine vorzeitige Abwahl tief in der Krise. Oppositionelle, die wichtige regionale Posten innegehabt hatten, traten zurück und verzichteten auf eine erneute Kandidatur. Andere frühere Gegner des Präsidenten wie Francisco Arias Cárdenas liefen mit ihren Parteien in das Regierungslager über. Die sozialen Missionen im Bildungs- und Gesundheitsbereich zeigten Erfolge und in der Bevölkerung war die Erinnerung an den Putschversuch vom April 2002 und die Erdölsabotage vom Jahreswechsel 2002/03 sehr lebendig.

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Chávez’ Drohungen
Mittwoch, den 15. Oktober 2008 um 09:22 Uhr

Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat bei Wahlkampfkundgebungen seiner Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) scharf kritisiert, daß linke Parteien in einigen Bundesstaaten Konkurrenzkandidaturen zu den Regionalwahlen am 23. November aufgestellt haben. Namentlich nannte der Staatschef, der auch Vorsitzender der PSUV ist, die Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) und die Partei Heimatland für alle (PPT), denen er »konterrevolutionäres« Verhalten vorwarf.

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Alternativen zum Chaos
Freitag, den 10. Oktober 2008 um 07:31 Uhr
Ecuadors Wirtschaftsminister Pedro Páez hat am Mittwoch bei einer internationalen wirtschaftspolitischen Konferenz in Caracas die Gründung eines Alternativen Währungsfonds als weiteren Gegenpol zum diskreditierten Internationalen Währungsfonds IWF angeregt. Auch ein Netz der lateinamerikanischen Zentralbanken könne helfen, die Krise zu bewältigen, sagte Páez vor Ökonomen aus mehr als 20 Ländern. Die wollen bis zum Sonnabend »Antworten des Südens auf die Wirtschaftskrise«, so der Titel der Konferenz, suchen.
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Zu hoch gepokert
Dienstag, den 23. September 2008 um 00:00 Uhr
Venezuela hat am vergangenen Donnerstag den Lateinamerika-Direktor von Human Rights Watch (HRW), José Miguel Vivanco, und seinen Stellvertreter Daniel Wilkinson des Landes verwiesen. Wie es in einer gemeinsamen Erklärung von Innenminister Tarek El Aissami und Außenminister Nicolás Maduro heißt, habe sich Vivanco »illegal in die inneren Angelegenheiten des Landes eingemischt«. Vivanco und Wilkinson sollen das Land noch am gleichen Abend (Ortszeit) verlassen haben.
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Verschwörungen gegen Chávez
Freitag, den 19. September 2008 um 00:00 Uhr

Eine Woche nach der Aufdeckung von Plänen für eine Ermordung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez haben mehrere hochrangige Militärs ihre Beteiligung an der Verschwörung gestanden. Wie der Journalist und frühere venezolanische Vizepräsident José Vicente Rangel mitteilte, räumten Fliegergeneral Eduardo Báez Torrealba und Marine-Vizeadmiral Carlos Alberto Millán Millán ihre Verwicklung in die Umsturzpläne ein. Beide waren nach der deren Enthüllung verhaftet worden.

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Venezuela verleiht Cuban Five höchsten Orden
Dienstag, den 16. September 2008 um 12:18 Uhr

Caracas. Venezuela verleiht den seit zehn Jahren in US-Gefängnissen inhaftierten kubanischen Aufklärern den höchsten Orden des Landes. Das kündigte der venezolanische Präsident Hugo Chávez am Sonnabend in Bolívar, 500 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Caracas, an. Antonio Guerrero, Fernando González, Gerardo Hernández, Ramón Labañino und Rene González erhalten den Orden del Libertador (Orden des Befreiers) für ihren Kampf gegen den Terrorismus, erklärte Chávez während des Gründungskongresses des Jugendverbandes der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV).

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Mission Chancengleichheit
Mittwoch, den 09. Juli 2008 um 00:00 Uhr
Geht es nach der venezolanischen Verfassung von 1999, ist die Sache klar: „Jeder, der behindert ist oder entsprechende besondere Bedürfnisse hat, verfügt über das Recht auf volle und eigenständige Entfaltung seiner Fähigkeiten und auf die Integration in Familie und Gemeinschaft...“ (Art. 81) Aber wieder einmal steckt der Teufel im Detail: wie viele Menschen mit Behinderungen gibt es eigentlich in Venezuela? Wer sind sie, was wollen sie und was brauchen sie?
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Mit Jesus zum Sozialismus?
Montag, den 30. Juni 2008 um 09:53 Uhr
Katholische Kirche und Unterdrückung; Katholische Kirche  und Kampf um Befreiung – in kaum einer Region unserer Erde  sind diese Phänomene enger miteinander verbunden als  in Lateinamerika. Bereits bei der blutigen Eroberung  des Kontinents durch die spanischen und portugiesischen Kolonialherren ab 1492 spielte die Religion als Legitimationsideologie der Konquistadoren eine entscheidende Rolle: Mit Schwert und Kreuz wurden die Menschen  unterjocht,  unzählige fielen den Massakern der „christlichen Herren“ zum Opfer.
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Partei, Pol oder Front
Montag, den 11. Februar 2008 um 10:22 Uhr
Noch bis zum 15. März tagt in Caracas und anderen Städten der Gründungsparteitag der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV). Jeden Freitag treffen sich die Delegierten der venezolanischen Bundesstaaten, um ihre Anliegen abzustimmen, und an den Wochenenden tagt das Plenum der gut 1600 Delegierten. Ihre Aufgabe ist es, die grundlegenden Dokumente der neuen Partei zu verabschieden, die Ideologie und die Strukturen zu bestimmen und nicht zuletzt die Leitungsgremien zu wählen.
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Knappe Niederlage
Freitag, den 07. Dezember 2007 um 17:55 Uhr
Titelblatt der UZ vom 7.12.2007"Wir haben den Krieg gegen Ungerechtigkeit und Ausgrenzung, gegen die Monopole, Großgrundbesitzer und gegen den Imperialismus nicht verloren. Wir sind sicher, dass wir in der Diskussion unter den Revolutionären die Lehren aus diesem Rückschlag ziehen werden", sagte am Montag der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV), Oscar Figuera. Einen Tag zuvor hatte das bolivarianische Lager in Venezuela zum ersten Mal seit 1998 eine Abstimmung nicht gewinnen können. Mit einer hauchdünnen Mehrheit von 50,7 zu 49,3 Prozent konnten sich die Gegner der von Präsident Hugo Chávez vorgeschlagenen Verfassungsreform durchsetzen und dadurch vorläufig verhindern, dass sich Venezuela offiziell zu einem sozialistischen Staat erklärt.
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Venezuela: Verfassungsreform abgelehnt
Montag, den 03. Dezember 2007 um 17:59 Uhr
Mit äußerst knapper Mehrheit haben die Wählerinnen und Wähler in Venezuela die vom Präsidenten Hugo Chávez und der Nationalversammlung vorgeschlagene Verfassungsreform abgelehnt.
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Bank des Südens - Alternative zu Weltbank und IWF
Samstag, den 01. Dezember 2007 um 00:00 Uhr

Wem gehört die Welt? Sicherlich nicht internationalen Finanzinstitutionen wie Internationalem Währungsfonds und Weltbank. Aber diese gehören zu den wichtigsten und bekanntesten Machtinstrumenten des internationalen Finanzsystems – auch globalisierter Kapitalismus genannt -, deren offizielle Aufgabe es ist, für Wirtschaftsstabilität und Entwicklung zu sorgen, die aber gleichzeitig durch Auflagen und ihre Position als Gläubiger Druck ausüben können, damit vor allem die Entwicklungsländer nicht vom neoliberalen Weg abweichen.

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Querschüsse gegen Verfassungsreform
Freitag, den 16. November 2007 um 17:52 Uhr

Am 5. November trat Venezuelas früherer Verteidigungsminister Raúl Isaías Baduel vor die oppositionellen Medien, um zu einer Ablehnung der Verfassungsreform aufzurufen, die er mit dem Staatsstreich vom 11. April 2002 verglich. Für Präsident Hugo Chávez war dieser Auftritt Baduels Verrat - "an sich selbst und an einer jahrzehntelangen Freundschaft", die ihn selbst mit Baduel verbunden hatte. Die meisten Anhänger des Präsidenten teilen diese Einschätzung, zumal Baduel nur 18 Tage vor seinem Auftritt die Verfassungsreform noch wortreich verteidigt hatte. Nicht so der in Mexiko lehrende deutsche Soziologie-Professor Heinz Dieterich, der von manchen deutschen Linken für einen Berater der venezolanischen Regierung gehalten wird.

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Venezuela vor einer neuen Weichenstellung
Freitag, den 09. November 2007 um 17:50 Uhr
Am 2. Dezember werden die Menschen in Venezuela über insgesamt 68 Änderungen ihrer 1999 verabschiedeten Verfassung entscheiden. Zur Abstimmung stehen in zwei Blöcken die Änderungen, die von Präsident Hugo Chávez am 15. August 2007 vorgeschlagen wurden, sowie weitere Veränderungen, die während der breiten Diskussion dieser Vorschläge im Parlament und in unzähligen Versammlungen mit den betroffenen Gruppen eingebracht und diskutiert wurden.
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Sechs-Stunden-Tag, Volksmilizen und Arbeiterräte: Chávez legt Verfassungsreform vor
Freitag, den 24. August 2007 um 17:47 Uhr

Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat am 15. August in der Nationalversammlung, dem venezolanischen Parlament, sein Projekt einer Reform der 1999 verabschiedeten Verfassung vorgestellt. Nach dem Vorschlag des Präsidenten sollen 33 Artikel verändert werden und damit weniger als ein Zehntel der 350 Bestimmungen. Chávez rief das Volk auf, seine Vorschläge breit auf der Straße zu diskutieren, denn es sei nicht die Reform "von Chávez", sondern des Volkes. Nach Behandlung des Projektes durch die Nationalversammlung müssen die Veränderungen in einer Volksabstimmung verabschiedet werden.

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Respekt vor dem Marxismus
Freitag, den 10. August 2007 um 17:45 Uhr
Die Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) hat begonnen, in der Online-Ausgabe ihrer Wochenzeitung "Tribuna Popular" eine Reihe von Artikeln zu veröffentlichen, in denen die Bedeutung des Marxismus-Leninismus unterstrichen wird, darunter Che Guevaras Aufsatz "Über die marxistisch-leninistische Partei" und Fidel Castros Rede zum 100. Geburtstag von Lenin am 22. April 1970. Damit möchte die Redaktion des Parteiorgans "einen Beitrag zu der sich entwickelnden Diskussion über die Gültigkeit des Marxismus-Leninismus als revolutionärer Theorie leisten", wie es in einem Kommentar heißt.
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Der Putsch-Sender von Caracas
Freitag, den 01. Juni 2007 um 20:42 Uhr
In der Nacht vom Pfingstsonntag auf Montag ist in Venezuela eine neue medienpolitische Ära angebrochen. Der erste öffentlich organisierte Fernsehsender, TVes, nahm seinen Sendebetrieb auf, begleitet von wütenden Protesten der rechten Opposition, die gewaltsam versuchte, die zuständige Behörde Conatel zu stürmen. Es war nicht in erster Linie der neue Sender, der die Opposition so in Rage brachte, sondern die Tatsache, dass er auf dem Fernsehkanal seinen Betrieb aufnahm, auf dem bis dahin der Kommerzsender Radio Caracas TV (RCTV) gesendet hatte.
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Beginn einer neuen Eiszeit?
Dienstag, den 29. Mai 2007 um 00:00 Uhr
Am Donnerstag nachmittag verabschiedete das Europäische Parlament mit nur 43 Stimmen in einem fast leeren Plenarsaal eine Resolution, in der Venezuela »daran erinnert« wird, daß es »die Meinungsfreiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Pressefreiheit achten« müsse. Die Mahnung zielt auf die Entscheidung der venezolanischen Regierung, die am Sonntag auslaufende Sendelizenz des privaten Fernsehkanals RCTV nicht zu verlängern. 22 Abgeordnete stimmten gegen die von der postfranquistischen spanischen Partido Popular initiierte Vorlage.
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Der Guerrillero. Santiago Baez
Freitag, den 11. Mai 2007 um 20:40 Uhr
Als am 23. Januar 1958 in Venezuela nach jahrzehntelanger Herrschaft der Diktator Marcos Pérez Jiménez gestürzt wurde, blühte für kurze Zeit die Hoffnung auf Freiheit und wirkliche Demokratie. Führende Vertreter der in die Illegalität gedrängten Parteien kehrten aus dem Exil zurück, auch die Kommunistische Partei konnte wieder an die Öffentlichkeit treten. Jugendliche, Schülerinnen, Schüler und Studierende forderten grundlegende Reformen, soziale Gerechtigkeit, wirkliche Demokratie. Viele von ihnen waren trotz der Verfolgungen unter der Diktatur beeinflusst von marxistisch-leninistischen Ideen, die KP hatte als führende Kraft des Widerstandes gegen die Diktatur hohes Ansehen.
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Auf der Höhe der Geschichte
Freitag, den 09. März 2007 um 20:38 Uhr

Die Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) spricht sich für eine breite "Allianz der sozialen und politischen Kräfte, die sich mit dem antiimperialistischen Kampf identifizieren", aus. Dieses breite Bündnis solle auch solche Strömungen umfassen, "die zu diesem Zeitpunkt aufgrund ihrer ideologischen und politischen Unterschiede nicht notwendigerweise dem sozialistischen Projekt verpflichtet sind". Das sagte der Generalsekretär der 1931 gegründeten Partei, Oscar Figueras, am Montag bei einer Pressekonferenz im Parteisitz Cantaclaro.

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"Keine Erholung, keine Pause"
Freitag, den 19. Januar 2007 um 20:36 Uhr
Ein Entsetzen geht durch den deutschen Blätterwald: "Ansätze zum Totalitarismus" entdeckt die "Frankfurter Allgemeine", "Züge eines Größenwahnsinnigen" stellt der "Focus" fest und die von manchen immer noch für links gehaltene "taz" greift sogar zu Nazi-Jargon und fragt: "Wird aus Venezuela eine entartete Demokratie?"
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Auf dem Weg zur Einheitspartei?
Freitag, den 12. Januar 2007 um 20:34 Uhr
"Das ist wirklich eine bittere Medizin, die ich nicht trinken werde und die ich nicht mal in der Flasche sehen will." Es ist vielleicht das erste Mal seit Hugo Chávez´ Amtsantritt als Präsident Venezuelas am 2. Februar 1999, dass Ángel Rivas nicht mit ihm einverstanden ist. Auf der Homepage der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) protestiert er gegen eine Auflösung seiner Partei: "Die PCV darf nicht untergehen. Ihr Name ist ein Synonym für Klassenkampf, für Sonnenaufgänge, Berge, Dunkelheit, verborgene Winkel, Folterungen, Tod und Verschwiegenheit."
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Begräbnis einer sozialdemokratischen Partei
Freitag, den 15. Dezember 2006 um 20:32 Uhr

"Dieser Wahlsieg ist kein End-, sondern ein Ausgangspunkt", hatte Venezuelas wiedergewählter Präsident Hugo Chávez noch am Wahlabend gesagt. Das könnten die verbliebenen Mitglieder der Partei "Acción Democrática" (AD, Demokratische Aktion) ganz anders sehen.

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Klare Verhältnisse in Venezuela
Freitag, den 08. Dezember 2006 um 20:28 Uhr

UZ - Unsere Zeit"Es lebe die Sozialistische Revolution!" rief Venezuelas alter und neuer Präsident Hugo Chávez, als er am vergangenen Sonntagabend (Ortszeit) auf den "Balkon des Volkes" am Präsidentenpalast Miraflores in Caracas trat. Trotz strömendem Regen feierten auf dem Platz vor dem großen Gebäude Tausende mit roten und venezolanischen Fahnen einen gewaltigen Wahlsieg, in der ganzen Stadt waren es Hunderttausende, die auf den Straßen und Plätzen Feuerwerk abbrannten, revolutionäre Lieder sangen und tanzten.

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Vor der Wahl in Venezuela
Freitag, den 24. November 2006 um 20:26 Uhr
Venezuelas Präsident Hugo Chávez wird am 10. Januar an der Amtseinführung des neuen Präsidenten Nicaraguas, Daniel Ortega, teilnehmen. Das berichtet die Zeitschrift „Resumen Latinoamericano“ unter Berufung auf den Botschafter Venezuelas in Managua, Miguel Gómez. Der Diplomat wies allerdings darauf hin, dass zunächst die venezolanische Nationalversammlung die Auslandsreise des Präsidenten genehmigen müsse.
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Der Stern Bolívars - Venezuela änderte seine Staatssymbole
Freitag, den 24. März 2006 um 20:22 Uhr

Ein achter Stern auf der Flagge Venezuelas bringt die rechte Opposition des südamerikanischen Landes mal wieder auf die Palme. Seit dem 12. März nämlich zeigt die Nationalflagge der Bolivarischen Republik Venezuela acht statt wie bisher sieben weiße Sterne. Auch das Staatswappen wurde durch die Nationalversammlung, das venezolanische Parlament, nach intensiver und kontroverser Diskussion geändert.

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"Kraft, Mut, Beharrlichkeit" - Pedro Ortega Diaz, Ehrenpräsident der KP Venezuelas, ist tot
Freitag, den 10. Februar 2006 um 20:24 Uhr

Venezuelas Kommunisten trauern um den (Ehren-)Präsidenten ihrer Partei. Pedro Ortega Díaz starb am vergangenen Freitag im Alter von 92 Jahren. Er wurde zunächst im Gebäude des venezolanischen Parlaments, aufgebahrt. Am Sonntag wurde er zum Sitz der PCV überführt, wo auch Staatspräsident Chávez Abschied von dem weit über die Reihen der Kommunistischen Partei (PCV) hinaus angesehenen Revolutionär nahm und von wo aus ihm zahlreiche Mitglieder der PCV und ihres Jugendverbandes, Familienangehörige und Freunde das letzte Geleit gaben.

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Venezuelas Opposition beging politischen Selbstmord
Freitag, den 09. Dezember 2005 um 13:38 Uhr
In angespannter Stimmung, aber letztlich mit nur wenigen Zwischenfällen hat Venezuela am vergangenen Sonntag die Nationalversammlung, das Einkammernparlament des südamerikanischen Landes, neu gewählt. Überschattet wurde die Abstimmung von einem Boykottaufruf der wichtigsten Oppositionsparteien.
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Venezuela weist protestantische Sekte aus - Massnahmen gegen "New Tribes Mission"
Donnerstag, den 13. Oktober 2005 um 13:36 Uhr
Seit Venezuelas Präsident Hugo Chávez 2002 den in Spanien und Lateinamerika als “Tag der Rasse” oder “Tag der Hispanität” begangenen Jahrestag der Landung Christoph Kolumbus’ in Amerika per Dekret in „Tag des indigenen Widerstandes“ umbenannte, hat der 12. Oktober in dem südamerikanischen Land einen deutlich anderen Gehalt bekommen. Sowohl die indigenen Organisationen als auch die venezolanische Regierung thematisieren die Geschichte der Unterdrückung und des Widerstandes der indigenen Bevölkerung und nehmen das Datum zum Anlaß für die Lancierung neuer Projekte. So wurde am 12. Oktober 2003 die Mission Guaicaipuro ins Leben gerufen, die sich an die 33 Ethnien angehörenden rund 500.000 Indigenas Venezuelas richtet und deren Ziel es ist, eine grundsätzliche Verbesserung der Lebensbedingungen der eingeborenen Völker zu erreichen.
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513 Jahre Widerstand - 12. Oktober: Venezuela begeht den Tag des Indigenen Widerstandes
Mittwoch, den 12. Oktober 2005 um 13:35 Uhr
Vor 513 Jahren landeten drei Segelschiffe, die sich völlig verfahren hatten, versehentlich an einer Insel sich später als ein Kontinent herausstellte, den die Europäer bis dahin nicht gekannt hatten. Seither feiern die Europäer, die sich den Kontinent und die dort lebenden Menschen unterwarfen, den 12. Oktober 1492 als Jahrestag der „Entdeckung Amerikas“. Lange wurde dieser Tag, an dem nicht nur Spanien seine Eroberungen, sondern auch viele „unabhängige“ Staaten des Kontinents ihre Unterwerfung feiern, als „Tag der Rasse“ begangen. Heute wird meist „politisch korrekter“ vom „Tag der Begegnung“ gesprochen. Damit wird zugleich vom Fortbestehen der Unterdrückung der indigenen Völker ebenso abgelenkt wie davon, dass in Zeiten des Imperialismus von einer wirklichen Unabhängigkeit Lateinamerikas bis heute nicht gesprochen werden kann, von zwei Ausnahmen abgesehen: Cuba und Venezuela, wobei mit Blick auf die Rechte der Indígenas, den "eigentlichen Herren dieses Landes" (Simón Rodríguez, der Lehrer von Simón Bolívar) besonders Venezuela interessante Entwicklungen zeigt.
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Interview mit André Scheer
Donnerstag, den 15. September 2005 um 13:32 Uhr

1998 wählte die Bevölkerung Venezuelas den Sozialisten Hugo Chávez zum Präsidenten. Cédric Wermuth führte mit André Scheer, Koordinator des Netzwerk Venezuela Deutschland ein Interview.

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In Caracas begann eine neue Etappe - Ein notwendiger Nachtrag zu den Weltfestspielen
Freitag, den 02. September 2005 um 13:30 Uhr
Fast alle der 200 Delegierten aus Deutschland, die an den 16. Weltfestspielen der Jugend und Studierenden in Caracas teilgenommen haben, sind wieder zu Hause. Nur diejenigen, die das Glück hatten, noch etwas Urlaub anhängen zu können, touren noch durch Südamerika. Für die anderen hat die Zeit der Auswertung begonnen. Berge von Papier sind auszuwerten, Erinnerungen und Eindrücke zu notieren, Plakate für die Wand im eigenen Zimmer auszuwählen, die nächste Reise zu planen.
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Die Wurzeln des Baums - Venezuelas revolutionärer Prozess zur Überwindung des Kapitalismus
Freitag, den 12. August 2005 um 13:28 Uhr

"Ich bin jeden Tag mehr der Überzeugung, dass es notwendig ist, den Kapitalismus zu überwinden. Aber ich füge hinzu: Den Kapitalismus kann man nicht innerhalb des Kapitalismus überwinden. Nein, der Kapitalismus muss auf dem Weg des Sozialismus überwunden werden."

Seit Venezuelas Präsident Hugo Chávez am 30. Januar beim Weltsozialforum in Porto Alegre erstmals vom Sozialismus sprach, zu dem sich sein Land entwickeln müsse, hat sich in Venezuela eine intensive Diskussion entwickelt. Die populäre, regierungsnahe Tageszeitung "Vea" brachte eine mehrteilige Serie mit einführenden Artikeln über den Sozialismus und auch die oppositionellen Medien kamen an der Diskussion nicht mehr vorbei. Mittlerweile spricht sich eine Mehrheit der Bevölkerung Umfragen zufolge für den Aufbau des Sozialismus aus. Und das in einem Land, an dem die antisozialistische Hetze ebenso wenig vorbeigegangen war wie das Triumphgeheul der Herrschenden nach ihrem vermeintlich endgültigen Sieg über den sozialistischen Anlauf in Osteuropa.

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Venezuela Bolivariana – Geschichte, Gegenwart und Perspektive(n)
Mittwoch, den 13. Juli 2005 um 13:24 Uhr

Im ersten Halbjahr 2005 war ich im Rahmen der Vorbereitungen der 16. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden, die vom 7. bis 15. August 2005 in Venezuela stattfanden, zu zahlreichen Veranstaltungen in vielen Orten der Bundesrepublik und Österreichs eingeladen. Aus den dort gehaltenen Referaten, die sich in ihrer Ausführlichkeit und in ihren Themenschwerpunkten unterschieden, entstand eine Schriftfassung, die ich Euch nachstehend servieren möchte. Bei den OrganisatorInnen der Veranstaltungen möchte ich mich in diesem Zusammenhang nochmal für die oft sehr spannenden Diskussionen bedanken!

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"Wir können auch anders"
Mittwoch, den 20. April 2005 um 13:21 Uhr

“Die Weltfestspiele sind die wichtigste, repräsentativste und breiteste Aktivität der Jugend- und Studierendenbewegung der ganzen Welt, deren Dimension und Reichweite in der Geschichte kein Beispiel kennt,” sagt Alberto Castelar, Präsident der Bolivarianischen Studierendenvereinigung (FBE) und im venezolanischen Vorbereitungskomitee mit für organisatorische Fragen des Festivals zuständig. Zusammen mit rund 40 weiteren Organisationen, Einrichtungen und Ministerien ist seine Organisation Gastgeber der 16. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden, die im August in Venezuela stattfinden werden. Er freut sich darauf, daß unter den erwarteten 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Festivals auch viele tausend Studierende sein werden. “In vielen Ländern werden Studiengebühren eingeführt, verschlechtern sich die Lebensbedingungen auch der Studierenden. Wir zeigen, daß ein anderer Weg möglich ist”, erklärt Castelar, warum Venezuela der richtige Austragungsort für die 16. Ausgabe des Festivals ist, das zum ersten Mal 1947 im noch von deutschen Truppen zerstörten Prag stattfand.

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Venezuelas Weg in die Zukunft - Die Bolivarianische Revolution verdient unsere Unterstützung
Mittwoch, den 16. März 2005 um 13:19 Uhr

Jahrelang galt Venezuela als Krisenherd, in den hiesigen Medien reihten sich Bilder von gewaltsamen Auseinandersetzungen an Berichte über Streiks und Massendemonstrationen gegen den „autoritären“ Präsidenten Hugo Chávez. Doch in den vergangenen Monaten wurde es ruhig im Blätterwald. Was sich nun in Venezuela vollzieht, findet nicht das Gehör und die Aufmerksamkeit der ChefredakteurInnen. Kein Wunder, denn was sich in Venezuela vollzieht, könnte international ein Beispiel sein.

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Marxismus und Bolivarianismus
Mittwoch, den 19. Januar 2005 um 13:16 Uhr
Die tiefgreifenden Veränderungen, die seit rund sechs Jahren in Venezuela vor sich gehen, stoßen auch in Europa auf immer mehr Interesse. Der Prozess, der von seinen Protagonisten ehrgeizig als „Bolivarianische Revolution“ bezeichnet wird, hat die staatlichen und ökonomischen Strukturen des südamerikanischen Landes durchgeschüttelt und die Klassengegensätze offengelegt. Es sind vor allem die – mehrheitlich weißen – Angehörigen der Mittel- und Oberschicht Venezuelas, die sich den unter der Führung des Präsidenten Hugo Chávez vorangetriebenen Umgestaltungen entgegenstellen. Die Mehrheit der Bevölkerung jedoch unterstützt die Entwicklung, wie sich beim Referendum über eine vorzeitige Abberufung des Präsidenten Chávez am 15. August zeigte und sich auch bei den – nach Redaktionsschluß stattgefundenen – Regionalwahlen vom 31. Oktober abgezeichnet hat.
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Bolívar, Chávez und die Kirchenfürsten
Donnerstag, den 06. Januar 2005 um 13:14 Uhr

"Der katholische Klerus ist das Krebsgeschwür unserer Gesellschaft.” Diese Aussage stammt nicht etwa von einem engagierten Freidenker, sondern von einem gläubigen Katholiken. Venezuelas Präsident Hugo Chávez charakterisierte so die reaktionäre Rolle, die viele venezolanische Kirchenfürsten spielen. Im Gegensatz zu vielen Priestern, die vor Ort in den armen Vierteln der Großstädte arbeiten, stellt sich der katholische Klerus offen auf die Seite der rechten Opposition des Landes, die alles daran setzt, den seit sechs Jahren vor sich gehenden tiefgreifenden Veränderungsprozeß, die „Bolivarianische Revolution“, aufzuhalten und umzukehren. Das geht so weit, daß die offizielle Kirche nach dem Putsch vom April 2002 dem „Übergangspräsidenten“ Pedro Carmona ihren Segen erteilte und Kardinal José Ignacio Velasco seine Unterschrift unter ein Dokument setzte, in dem er zusammen mit anderen „Repräsentanten der Zivilgesellschaft“ den an die Macht geputschten Diktator anerkannte. Der Putsch scheiterte innerhalb von 48 Stunden am massiven Widerstand von mehreren Millionen Menschen und dem Eingerifen der loyalen Teile des Militärs.

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CDU und Adenauer-Stiftung bleiben auf Anti-Venezuela-Kurs
Donnerstag, den 18. November 2004 um 17:39 Uhr
Venezuela bleibt für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion und die unionseigene Honrad-Adenauer-Stiftung eine “belagerte Demokratie”, der venezolanische Präsident Hugo Chávez ist „ein populistischer und charismatischer Führer“ und damit ein schlechtes Beispiel für die anderen Länder Lateinamerikas. An dieser Position, die sich auch durch eine direkte Unterstützung rechter venezolanischer Oppositionsparteien wie „Primero Justicia“ ausdrückt, hat sich auch durch die eindrucksvolle Bestätigung der Regierung beim Referendum über den Präsidenten Chávez am 15. August und bei den Regionalwahlen am 31. Oktober nichts geändert.
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