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  09.09.2010 Ferienhaus Ostsee
As Time Goes By

2008

Adiós Washington

Die Staaten Lateinamerikas und der Karibik emanzipieren sich weiter von Washington. Zum Abschluß ihres zweitägigen Gipfeltreffens im brasilianischen Ferienort Costa do Sauípe forderten sie einmütig ein Ende der US-Blockade gegen Kuba. In einer am Mittwoch (Ortszeit) verabschiedeten Erklärung der 33 lateinamerikanischen und karibischen Länder heißt es, die Regierung der Vereinigten Staaten solle die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba aufheben und damit den Forderungen entsprechen, die von der UN-Vollversammlung in 17 aufeinander folgenden Resolutionen aufgestellt wurden.

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Gemeinsam stärker

Im nordbrasilianischen Costa do Sauipe hat am Montag ein Gipfeltreffen Lateinamerikas und der Karibik begonnen, zu dem der brasilianische Präsident Luiz Inácio »Lula« da Silva seine Amtskollegen eingeladen hat, um über die Integration und Zusammenarbeit in der Region zu diskutieren. Wie Brasiliens Außenminister Celso Amorim betonte, ist dies das erste Mal, daß praktisch alle Länder der Region unter sich zusammenkommen, denn weder die USA noch Spanien und Portugal wurden zu der Konferenz eingeladen.

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Rußlands Rückkehr nach Amerika - Medwedew besuchte Peru, Brasilien, Venezuela und Kuba

Der russische Präsident Dmitri Medwedew beendete am Freitag in Havanna seine einwöchige Lateinamerika-Reise. Moskauer Kommentatoren bewerteten Medwedews Vier-Stationen-Tour als Neuanfang von Rußlands Politik auf dem amerikanischen Teilkontinent. So sprach Alexander Pikajew vom russischen Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen im staatlichen Rundfunksender »Stimme Rußlands« von einer »Rückkehr unseres Landes auf den lateinamerikanischen Kontinent«. Diese geschehe »nach über fünfzehnjähriger Pause, die mit dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion verbunden war«.

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Kampf dem Kapitalismus

junge Welt, 17. November 2008Es sollte der Durchbruch zur Rettung des Finanzkapitalismus werden – und es wurde zu wenig mehr als einem simplen Vorbereitungstreffen. Das wichtigste Ergebnis des am Sonnabend in Washington zu Ende gegangenen außerordentlichen Gipfeltreffens der G20, einem Zusammenschluß der acht wichtigsten Industriestaaten (G8) und Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien, ist, daß man sich bis zum 30.April 2009 erneut treffen will. Bis Ende März sollen sich die 20 Staats- und Regierungschefs konkrete Vorschläge überlegen. Hauptgrund für die Vertagung: Dann wird Barack Obama als neuer US-Präsident amtieren; mit der »lahmen Ente« George W. Bush mögen sich die übrigen Regierenden nicht mehr abgeben.

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Punktsieg für Sandinisten

Die Sandinistische Befreiungsfront (FSLN) hat die Kommunalwahlen in Nicaragua klar gewonnen. Nach Auszählung von gut 86 Prozent der Stimmen konnte die Partei des Präsidenten Daniel Ortega 91 der 146 zur Wahl stehenden Lokalregierungen für sich entscheiden, vier mehr als bei der letzten Abstimmung 2004. Besondere Bedeutung hat der Erfolg des sandinistischen Kandidaten und früheren Boxchampions Alexis Argüello in der Hauptstadt Managua, der sich bei der Wahl des Bürgermeisters gegen den millionenschweren Bankunternehmer Eduardo Montealegre von der Liberalen Konstitutionalistischen Partei (PLC) durchsetzen konnte.

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