2008
Adiós WashingtonDie Staaten Lateinamerikas und der Karibik emanzipieren sich weiter von Washington. Zum Abschluß ihres zweitägigen Gipfeltreffens im brasilianischen Ferienort Costa do Sauípe forderten sie einmütig ein Ende der US-Blockade gegen Kuba. In einer am Mittwoch (Ortszeit) verabschiedeten Erklärung der 33 lateinamerikanischen und karibischen Länder heißt es, die Regierung der Vereinigten Staaten solle die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba aufheben und damit den Forderungen entsprechen, die von der UN-Vollversammlung in 17 aufeinander folgenden Resolutionen aufgestellt wurden.
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Es sollte der Durchbruch zur Rettung des Finanzkapitalismus werden – und es wurde zu wenig mehr als einem simplen Vorbereitungstreffen. Das wichtigste Ergebnis des am Sonnabend in Washington zu Ende gegangenen außerordentlichen Gipfeltreffens der G20, einem Zusammenschluß der acht wichtigsten Industriestaaten (G8) und Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien, ist, daß man sich bis zum 30.April 2009 erneut treffen will. Bis Ende März sollen sich die 20 Staats- und Regierungschefs konkrete Vorschläge überlegen. Hauptgrund für die Vertagung: Dann wird Barack Obama als neuer US-Präsident amtieren; mit der »lahmen Ente« George W. Bush mögen sich die übrigen Regierenden nicht mehr abgeben.