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  06.02.2012 Ferienhaus Ostsee
As Time Goes By

Kuba 2007

Ernesto Che Guevara (Teil 3) - Es gibt keine Grenzen in diesem Kampf

2007
Zu Teil 1 - Zu Teil 2

"Ich wurde in Argentinien geboren, das ist für niemanden ein Geheimnis. Ich bin Kubaner und ich bin auch Argentinier und, wenn das die werten Herrschaften Lateinamerikas nicht stört, ich fühle mich so sehr als Patriot Lateinamerikas, jedes Landes Lateinamerikas, wie es nur möglich ist, und in dem Augenblick, in dem es notwendig sein sollte, wäre ich bereit, mein Leben für die Befreiung jedes der Länder Lateinamerikas zu geben, ohne dafür irgend etwas von irgendwem zu verlangen."

Internationalist und Antiimperialist


Che Guevara war ein glühender Internationalist und Antiimperialist. In Guatemala hatte er auf der Seite der demokratisch gewählten Regierung von Jacobo Arbenz gekämpft. In Kuba hatte er sein Leben für die Befreiung riskiert und sich dann mit aller Kraft für den Aufbau einer neuen, sozialistischen Gesellschaft eingesetzt. Als Mitglied der revolutionären Regierung bereiste er die Kontinente. Fidel Castro erinnerte sich im Gespräch mit Ignacio Ramonet: "In den ersten sechs oder sieben Jahren bis 1965 hatte er die Welt umrundet, er hatte Treffen mit Zhu Enlai, mit Nehru, mit Nasser, mit Sukarno, denn er fühlte eine starke internationalistische Bestimmung und interessierte sich sehr für alle diese Probleme. Ich erinnere mich, dass Che mit vielen Leuten sprach, er knüpfte Beziehungen mit Zhu Enlai, er traf sich mit Mao, freundete sich mit den Chinesen an. Er hatte keine Konflikte mit den Sowjets. Aber es war offensichtlich, dass er mehr auf der Seite Chinas stand." Che selbst kritisierte offen den sowjetisch-chinesischen Konflikt: "Schuldig sind auch die, die einen Krieg der Beschimpfungen und des Beinstellens aufrecht erhalten, der schon seit langem von den Vertretern der beiden größten Mächte des sozialistischen Lagers angefangen worden ist."

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Ernesto Che Guevara (Teil 2) - Comandante der Kubanischen Revolution

2007
Zu Teil 1 - Zu Teil 3

Am 2. Dezember 1956 näherte sich eine Yacht der Südküste Kubas und landete bei Las Coloradas in der Provinz Oriente. An Bord waren Fidel Castro und 81 weitere Kämpfer, die mit ihrer Landung den Kampf für den Sturz des Diktators Batista fortsetzen wollten, den sie am 26. Juli 1953 mit dem Sturm auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba begonnen hatten. Aber die Landung wurde eher ein Schiffbruch. Nach einer tagelangen Überfahrt von Mexiko nach Kuba durch stürmisches Wetter lief das völlig überladene Boot auf Sand auf, das Beiboot war leck und ging unter. So musste die Gruppe von 82 Kämpfern, die sich an Bord befunden hatten, durch das Wasser an Land waten. Nur die Waffen und etwas Verpflegung konnten sie mitnehmen, während sie von den Flugzeugen der kubanischen Luftwaffe beschossen wurden. Sie schlugen sich tagelang durch Mangrovensümpfe und Zuckerrohrfelder. Vollkommen erschöpft kamen sie drei Tage später, am 5. Dezember, in Alegría de Pío an, wo sie eine Pause einlegten.

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Ernesto Che Guevara (Teil 1) - Der Weg nach Kuba

2007
Zu Teil 2 - Zu Teil 3

Der junge Arzt, der sich am 7. Juli 1953 auf einem Bahnhof in Buenos Aires von seinen Eltern verabschiedete, ahnte nicht, dass dies ein Abschied für immer von seinem Heimatland war. Auch seine Mutter Celia und sein Vater Ernesto hofften, dass ihr Sohn, der erst vor drei Monaten seine letzten Universitätsprüfungen bestanden hatte, nach diesem letzten Ausflug ruhiger werden und eine Arztpraxis eröffnen würde. Schon von seiner letzten Reise, die er im Jahr zuvor mit seinem Freund Alberto auf einem klapprigen Motorrad unternommen hatte und die ihn durch Chile, Peru, Bolivien und schließlich Venezuela führte, hatte er nur heimkehren können, weil ihm ein Onkel den Flug von Caracas nach Hause bezahlte.

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