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CIA getroffenDer Monat Juli beginnt, wie der für die Besatzungstruppen in Afghanistan bislang verlustreichste Monat Juni endete. Bei Gefechten im Osten des Landes wurde NATO-Angaben zufolge am Freitag ein US-Soldat getötet. Weitere ausländische Opfer forderte ein Anschlag im nordafghanischen Kundus. Dabei kamen laut einem Bericht von Al-Dschasira ein deutscher, ein britischer, ein philippinischer und zwei afghanische Wachleute ums Leben. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte, daß bei dem Anschlag auf »eine amerikanische Hilfsorganisation« auch ein »32jähriger deutscher Staatsbürger aus Schleswig-Holstein« getötet wurde, der Medienberichten zufolge ein früherer Bundeswehrsoldat gewesen sein soll. Die Nachrichtenagentur DAPD berichtete, daß sich ein Selbstmordattentäter gegen 3.30 Uhr morgens am Eingang des Gebäudes mit einem Geländewagen in die Luft gesprengt habe. Fünf weitere seien dann hinein gestürmt.
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Die Welt schreit aufWeltweit haben Regierungen, Parteien und einfache Menschen mit Empörung auf den Überfall der israelischen Marine auf die humanitäre Friedensflotte für den Gazastreifen reagiert. Während israelische Medien versuchten, den Piratenakt vom Montag zu rechtfertigen, demonstrierten am Hafen von Aschdod Mitglieder der Israelischen Koalition gegen die Gaza-Blockade ihre Unterstützung für die Teilnehmer des Hilfskonvois. In diesen südlich von Tel Aviv an der Mittelmeerküste gelegenen Hafen waren die gekaperten Schiffe gebracht worden. Der Vorsitzende des israelischen Linksbündnisses Hadash, Mohammad Barakeh, »gratulierte« der israelischen Regierung zu dem »glorreichen Sieg ihrer Piratenarmee gegen die zivilen Freiheitsschiffe«. Die »Tyrannen« Netanjahu und Barak »werden sich auf dem ihnen angemessenen Platz, auf dem Müllhaufen der Geschichte, wiederfinden«, kündigte Barakeh an, der auch führendes Mitglied der Kommunistischen Partei Israels ist.
Partisanen zu KriegsverbrechernLettland kann frühere sowjetische Partisanen gegen die deutsche Besatzung als »Kriegsverbrecher« verurteilen. Das geht aus einem am Montag in Strasbourg veröffentlichten Urteil der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hervor. Die Richter hoben damit einen vor zwei Jahren von einer untergeordneten Instanz desselben Tribunals erlassenen Freispruch des ehemaligen sowjetischen Partisanen Wassili Kononow auf und bestätigte dessen Verurteilung durch lettische Gerichte. Kononow war 1998 auf Betreiben des »Zentrums zur Dokumentation von Totalitarismusfolgen« in Riga von den lettischen Behörden verhaftet und zwei Jahre lang in Haft gehalten worden. In letzter lettischer Instanz wurde er dann 2004 zu einem Jahr und acht Monaten Haft verurteilt. Dagegen wandte sich Kononow an Strasbourg, wo er von der Kleinen Kammer des Gerichtshofs zunächst Recht bekam. Der Berufung der lettischen Regierung wurde von den europäischen Richtern nun jedoch stattgegeben. Das Urteil in Lettland habe nicht gegen den Grundsatz »Keine Strafe ohne Gesetz« verstoßen.
Streik gegen KahlschlagDer griechische Ministerpräsident Giorgios Papandreou will mit einer unsozialen Streichorgie einen Staatsbankrott verhindern. So sollen die Benzinsteuer und das Renteneintrittsalter heraufgesetzt werden, kündigte der Premier am Dienstag abend in einer Fernsehansprache an. Weiter plant das Kabinett Gehaltskürzungen bei den Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Dadurch will die sozialdemokratische Regierung die Neuverschuldung des Landes von 12,7 Prozent im vergangenen Jahr bis 2013 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken.
»Das wäre ein Attentat auf die Vernunft«
Weihnachtsgeschenk des TagesLiebhaber zugiger und eiskalter Bahnhöfe können sich auch weiterhin auf die Deutsche Bahn AG verlassen und auf lange Aufenthalte einstellen. Zum Ausgleich können sie sich dann in überfüllten Zügen wieder aufwärmen. Über die Feiertage hat die Bahn nämlich die Hälfte ihrer ICE-Züge auf der wichtigen Strecke von Berlin über Leipzig und Nürnberg nach München gestrichen. Ersatzzüge stünden nicht zur Verfügung, gab ein Bahn-Sprecher am Mittwoch im Nachrichtenradio MDR Info Einblick in die Zustände des Konzerns: »Zur Zeit fährt alles, was fahren kann«. Da das nicht mehr viel ist, werde es in den Zügen, die noch fahren, »sehr, sehr voll werden«.
Zehntausende beim UZ-Pressefest»Es lebe das revolutionäre Deutschland!« rief der Sänger der aus Venezuela angereisten Rockgruppe Dame Pa’ Matala von der Hauptbühne, und mehrere tausend Menschen jubelten. Wenig später feierten sie Konstantin Wecker, am Vorabend war die legendäre chilenische Gruppe Inti Illimani der Höhepunkt. Die DKP-Wochenzeitung »Unsere Zeit« (UZ) verwandelte am Wochenende den Dortmunder Revierpark Wischlingen zu einem Treffpunkt von Linken aus allen Teilen des Landes.
Bruch mit der OrdnungVertreter von fast 70 kommunistische Parteien kommen an diesem Wochenende im brasilianischen São Paulo zu ihrem zehnten internationalen Treffen zusammen. Zu den teilnehmenden Organisationen gehören die Regierungsparteien aus Kuba, China, Nordkorea, Vietnam und Laos, aber auch große und traditionsreiche Oppositionsparteien wie die aus Südafrika, Kolumbien, Spanien, Portugal, Griechenland, Frankreich, Chile und Argentinien. Besonders gespannt sind die Teilnehmer auf Aussagen der KP der USA zu Aussichten unter der neuen Regierung von Barack Obama.
DKP setzt Eigentumsfrage auf ihre AgendaKarl Stiffel und Hendrijk Guzzoni repräsentieren die alten und die jungen Mitglieder der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), die am Wochenende im Recklinghausener Bürgerhaus Süd vor mehr als 400 Menschen über ihre Erfahrungen berichteten. Aus allen Bundesländern waren die meist älteren Mitglieder der DKP zusammengekommen, um den 40. Jahrestag der Parteigründung zu begehen, den viele von ihnen selbst mitgestaltet hatten. Die DKP selbst spricht freilich nicht von einer Gründung, sondern von einer Neukonstituierung, die die Partei im September 1968 vollzogen habe. Es sei damals ja nach zwölf Jahren Illegalität – die KPD war 1956 verboten worden – nicht um die Gründung einer völlig neuen Partei, sondern um die Rückgewinnung der Legalität gegangen.
Für die RevolutionStrahlend blauer Himmel über dem Kölner Rheinufer. Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) konnte sich am Pfingstwochenende nicht über das Wetter beklagen. Zum ersten Mal seit 20 Jahren hatte der Jugendverband wieder zu einem »Festival der Jugend« eingeladen. Zwischen 1978 und 1988 hatten diese Festivals alle zwei Jahre Zehntausende von Jugendlichen angezogen, denen ebenso Konzerte wie politische Diskussionen, Kultur, Workshops und viele Gelegenheiten geboten wurden, bei Bier und anderen Getränken ausgiebig zu feiern.
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Ein Gespräch mit Esther López Barceló